#liftclip: Skivergnügen am Copenhill

Skivergnügen am CopenhillSkivergnügen vor rauchenden Industrieschloten – das kann Spaß machen. Quelle: Youtube

Fahrstuhl-Prank, Fiktives, Reales und Banales – im Netz werden Aufzug und Fahrtreppe zum Star, und wir zeigen in unserer Reihe #liftclip die besten Szenen. Diesmal sausen wir auf Skiern talwärts am Copenhill im dänischen Kopenhagen.

Skispaß in Dänemark: Copenhill nennt sich ein Kraftwerk in Kopenhagen, das Abfall in Energie umwandelt. Und das auf besonders effiziente Weise, wie die Architekten vom Büro BIG betonen. Darüberhinaus krönt das Gebäude aber auch eine künstliche Skipiste, die das ganze Jahr über geöffnet ist.

Die Freizeitanlage wurde von BIG als öffentlich zugängliche Infrastruktur entwickelt. Neben der 400 Meter langen Abfahrt befinden sich von Bäumen gesäumte Wanderwege sowie eine künstliche Kletterwand. „Ein glasklares Beispiel für hedonistische Nachhaltigkeit“, so bezeichnet  BIG-Gründer Bjarne Ingels die Anlage. Denn für ihn ist eine nachhaltig organisierte Stadt nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch angenehmer für die Bürger. BIG ist für derartig spektakulär-hedonistische Architektur bekannt, wie zum Beispiel dieses Projekt mit hohem Unterhaltungswert in Tirana.

Bereits 2011 gewann BIG mit dem Entwurf für die 41.000 Quadratmeter große Copenhill-Anlage einen internationalen Wettbewerb. Zwei Jahre später fand der erste Spatenstich statt. Die Müllverbrennungsanlage, die offiziell Amager Bakke heißt, soll dazu beitragen, dass Kopenhagen bis 2025 die erste klimaneutrale Stadt der Welt wird. Im Inneren verwandeln die Öfen der Anlage jährlich 440.000 Tonnen Abfall in Strom und Fernwärme für 150.000 Haushalte.

Bis zu 300.000 Besucher werden in Copenhill erwartet 

Der Bau zeichnet sich durch das begrünte Dach und seine keilförmige Blockfassade aus. Die besteht aus  1,2 Meter hohen und 3,3 Meter breiten Aluminiumelementen. Sie umrahmen ein 9.000 Quadratmeter großes Skigebiet mit Piste und einer 180°-Grad-Kurve. Bis zu 300.000 Skiläufer erwarten die Betreiber jährlich.

Der Eintrittspreis ist interessant: Umgerechnet 20 Euro für eine Stunde Skispaß zahlen Sportler, als Abonnenten legen sie rund 70 Euro für den ganzen Tag hin. Nur zum Vergleich: Im Skigebiet Saalbach Hinterglemm kostet die Tageskarte lediglich 56,50 Euro. Dennoch hat Kopenhagen gute Chancen, sich neben Österreich oder Italien als Skigebiet zu etablieren. Denn wo sonst könnte man im platten Dänemark am Wochenende eine Abfahrt wagen?

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