Maersk Tower in Kopenhagen: Turm im Grünen

C.F. Møller Architects sorgen derzeit für viel Aufsehen. Ein Holzhybrid hier, ein infrastrukturelles Leuchtturmprojekt dort. Mit dem Maersk Tower in Kopenhagen zeigen sie nun, dass sie auch Bildungseinrichtungen können. Und das Höhe auch Vorteile für die Umgebung bringen kann.

Im Kiez verwurzelt: Der umliegende Park lässt den Maersk Tower als Teil der Landschaft erscheinen.

Manchen Leuten sind hohe Häuser ja generell ein Dorn im Auge. Sie dominieren das Stadtbild und tragen dennoch wenig zum Stadtraum bei. So das Vorurteil. Tatsächlich sind in der Vergangenheit zahlreiche Fehler gemacht worden. Vor allem dort, wo Investoren auf teurem Baugrund ihre Rendite maximieren wollten. Zum Glück setzt seit einigen Jahren jedoch ein Umdenken ein. Zunehmend geht es auch darum, wie hohe Gebäude einen Beitrag zur Stadt und zur Stadtgesellschaft leisten können. C.F. Møller Architects aus dem dänischen Aarhus haben nun in Kopenhagen beim Bau des Maersk Tower gezeigt, wie man in die Höhe baut, um Platz für einen städtischen Begegnungsraum und viel Grün zu schaffen.

Highend-Gebäude mit Ausblick ins Grüne

Und bietet den Nutzern des Gebäudes grüne Ausblicke auf die Stadt.

Bei dem Projekt handelt sich um einen Neubau für die medizinische Fakultät der örtlichen Universität. Neben den heute üblichen Innovationen zur Verbesserung der Energieeffizienz inklusive Fassadenverschattung und Energierecyling, setzen C.F. Møller Architects vor allem auf die Vernetzung des Gebäudes mit dem umliegenden Kiez. Seinen Ausdruck findet das nicht nur in einem öffentlich zugängigem Sockelgeschoss, dass mit verglaster Front für eine optimale Transparenz sorgt, sondern auch mit der umgebenden Parkanlage. Die schafft grüne Ausblicke für die versammelte Forschergmeinde und lädt über ein neues Wegenetz auch die Nachbarn ein, einmal auf einen Kaffee im Atrium vorbeizuschauen. Insgesamt wirkt die Terassenförmige Anlage weniger wie ein Solitär, denn als ein natürlicher Bestandteil der Landschaft. Ein Eindruck, den die mit Kupferlammeln gerasterte Fassade noch unterstützt. Verleiht sie dem Gebäude doch ein skulpturales, weniger monumentales Aussehen.

Wir sind jedenfalls der Meinung: Der Maersk Tower ist ein echter Senkrechtstarter – davon würden wir künftig gerne mehr sehen!

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