Aufzug auf der Leinwand: Tanzfilm Step Up: Miami Heat

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn in Filmen oder Serien Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich so einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der TV- und Kinogeschichte – und diesmal einen Flashmob auf der Rolltreppe.

Quizfrage: Was hat der Flashmob mit dem Shitstorm, der Schuldenbremse und dem Vollpfosten gemein? Die Antwort: Alle vier Wörter stehen seit drei Jahren im Duden. Erst seit drei Jahren, sollte man sagen, denn das Phänomen Flashmob kursiert schon zehn Jahre länger unter diesem Namen. Was es meint? Für den Duden eine „kurze, überraschende öffentliche Aktion einer größeren Menschenmenge, die sich anonym, per moderner Telekommunikation dazu verabredet hat“. Ursprünglich sollte diese Aktion zudem möglichst sinnfrei sein. So wie der erste erfolgreiche Flashmob am 17. Juni 2003.
Damals organisierte der Journalist Bill Wasik in New York eine höchst sinnfreie Aktion: Mehr als 130 Menschen strömten in ein Kaufhaus und versammelten sich um einen Teppich. Sie erklärten den Verkäufern, auf der Suche nach einem Liebesteppich zu sein und alle ihre Kaufentscheidungen gemeinsam zu treffen. Anschließend applaudierten rund 200 Menschen in einer Hotellobby für genau 15 Sekunden, bevor sie ein Schuhgeschäft stürmten und sich als Bustouristen ausgaben.
Was das alles sollte? Wasik selbst erklärte später, sein Ziel sei es gewesen, die Teilnehmer im Rahmen eines sozialen Experiments vorzuführen. Indem sie jeden Unsinn mitmachten, einfach nur um Teil des next big thing zu sein, bewiesen sie ihre Konformität. Das Phänomen Flashmob verselbstständigte sich derweil, Masseneinkäufe, Kissenschlachten und Tanzspektakel fanden schon unter dem Namen statt. Im US-Film Step Up: Miami Heat von 2012 nennt sich gar eine Tanzgruppe „The Mob“ und sorgt mit ihren Flashmobs für Furore.

Worum geht’s in Step Up: Miami Heat?

Emily (Kathryn McCormick) kommt nach Miami mit dem Traum, eine professionelle Tänzerin zu werden. Bald schon verliebt sie sich in den jungen Sean (Ryan Guzman), der eine Tanzgruppe leitet, die in organisierten Flashmobs auftritt. Die Gruppe mit Namen „The Mob“ hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Tanzwettbewerb zu gewinnen, um an einen großen Sponsorenvertrag zu gelangen. Jedoch kommt alles anders: Als Emilys einflussreicher Vater das traditionsreiche und historische Viertel der Tanztruppe einer Luxussanierung unterziehen will, laufen die Anwohner Gefahr, Haus und Hof zu verlieren. Das hätte zur Folge, dass Tausende von Menschen aus ihren Wohnungen und ihrer vertrauten Umgebung vertrieben würden. Im Angesicht dieser Ungerechtigkeit tut sich Emily mit Sean und seinem „Mob“ zusammen. Und so wird aus der Performancekunst des Tanzmobs eine handfeste Protestbewegung. Ihr Vater sieht das gar nicht gern, doch Emily riskiert ihre Träume, um für eine größere Sache zu kämpfen. (Quelle: filmstarts.de)

Worum geht’s auf der Rolltreppe?

Von der (inzwischen gar nicht mehr so eisernen) Regel „rechts stehen, links gehen“ kann bei „The Mob“ kaum die Rede sein. Hier lautet das eherne Gesetz vielmehr: „Bitte immer schön synchron!“

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