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eVolo 2020 Skyscraper Competition

Unterwasserhochhäuser zur Meerwasseraufbereitung: Drilling Skysraper, Beitrag zur eVolo 2020 Skyscraper Competition. Illustration via eVolo.

Die eVolo 2020 Skyscraper Competition ist entschieden. Und wieder einmal kann man nur darüber staunen was dabei heraus kommt, wenn Architekten ihrer Fantasie freien Lauf lassen dürfen. Sogar ein Krankenhaus-Wolkenkratzer zur Epedemiebekämpfung ist dabei.

Eine Vision mit Tradition: Die jährliche Skyscraper Competition lobt das amerikanische Architekturmagazin eVolo bereits seit 2006 aus. Darin sind Architekten und Stadtplaner jeder Couleur dazu aufgerufen, wegweisende Hochausarchitektur für die aktuellen und künftigen Bedürfnisse der Menschheit zu entwerfen. Auch wenn es nur um die Konzepte geht und die Visionen nie gebaut werden, kommt oft Erstaunliches dabei heraus. Etwa Häuser, die ihre Heizwärme aus Gletschern beziehen und so deren Abschmelzen verhindern. Oder ein Hochhaus für Flüchtlinge, das vor Ort wie eine Ziehharmonika entfaltet wird.

eVolo 2020 Skyscraper Competition im Zeichen der Krise

Epedemic Babel: Ein Notfallkrankenhaus in der Vertikalen. Illustration via eVolo

Es ist ein Wettbewerb, der auf soziale und ökologische Krisen aufmerksam macht. Und der die Bauwirtschaft daran erinnert, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Da wundert es kaum, dass der Siegerentwurf in diesem Jahr die aktuelle Pandemie zum Thema hat. Aus China, ohnehin ja das Land der impromptu Krankenäuser, stammt das Konzept für ein Epedemic Babel. Ein Nofallkrankenhaus in der Vertikalen. Die Stahlkonstruktion hierfür sollen Bauarbeiter in nur fünf Tagen errichten können. Die vorgefertigten Behandlungszimmer befinden sich in Containerstrukturen, die dann nur noch angeschraubt werden müssen. Auf diese Weise, so die Planer D Lee, Gavin Shen, Weiyuan Xu, könne das Gesundheitssystem künftig wesentlich schneller und gezielter in Krisenregionen Hilfe leisten.

Ein Freizeitpark will hoch hinaus

Ein Park für die Skyline: Der Entwurf Egalitarian Nature schlägt Freizeit- und Erholungsflächen in einem Hochhaus vor. Illustration via eVolo

Aber auch bleibende Themen fanden Einlass in den diesjährigen Wettbewerb. Wie zum Beispiel die zunehmenden Verdichtung der Städte. Um den Bewohnern von Megacities auch künftig Freizeit- und Erholungsflächen anbieten zu können, schlagen die zweitplatzierten Amerikaner Yutian Tang und Yuntao Xu einen Park im Hochhaus vor. Der Entwurf Egalitarian Nature ist auch als Kommentar auf den Streit um die superhohen Türme der Superreichen zu verstehen, die zunehmend den New Yorker Central Park verschatten. Die kostbaren Luftrechte zum Wohle aller Bürger zu nutzen und den Park in die Skyline zu integrieren, ist ein Statement für die egalitäre Gesellschaft, welche die Rechte und Bedürfnisse aller Stadtbewohner gleichermaßen berücksichtigt.

Hightech-Pfahlbauten gegen die Klimakrise

Coast Breakwater: Ein Hochhaus-Fischerdorf auf Stelzen. Illustration via eVolo

Auch die Drittplatzierten haben sich an einen Dauerbrenner gewagt. Wie umgehen mit den bereits vorhandenen Folgen der Klimakrise? So führt der Anstieg des Meeresspiegels zum Beispiel im Senegal bereits zu einer Erosion der Küste. Die Fischer in der Flussmündung des Senegals sind gezwungen, landeinwärts zu ziehen. Weg von ihren Fanggründen. Charles Tzu Wei Chiang und Alejandro Moreno Guerrero haben für den Wettbewerb deshalb das Konzept Coast Breakwater entwickelt, das den Fischern helfen soll. Sie verbinden traditionelle Pfahlbauweise mit modernen, modularen Unterkünften. So können die Bewohner ihr vertikales Dorf je nach Bedarf erweitern. Außerdem schützen die Dörfer die Küste vor weiteren Erosionen.

Weitere Teilnehmer des Wettbewerbs schlagen Lösungen für die verschmutzten Meere und zur Wiederaufforstung der Wälder vor. Eine Dokumentation der Beiträge finden Sie hier. Die Geschichte zum Titelbild gibt es hier.

eVolo 2019 – weitere prämierte Entwürfe

Hochhäuser, wo immer wir leben möchten. Ein prämierter Entwurf des eVolo-Magazins. Quelle: eVolo

Der Wettbewerb des Architekturmagazins eVolo sucht immer wieder nach aufregenden Visionen für die Zukunft, nach interessanten und wegweisenden  Entwürfen und nach möglichen Lösungen für aktuelle Probleme. 

Vor wenigen Wochen haben wir an dieser Stelle die Sieger des eVolo-Wettbewerbs 2019 vorgestellt. Themen wie Klimawandel und wachsende Metropolen standen im Vordergrund der gekürten Entwürfe. Weil aber auch die andern Beiträge so aufregend waren, wollen wir hier noch einmal auf vier weitere ausgewählte Projekte eingehen. 

Abschied von der Stadt – und zurück aufs Land, warum nicht im Hochhaus? Quelle: eVolo
Abschied von der Stadt – und zurück aufs Land, warum nicht im Hochhaus? Quelle: eVolo

Jack and the Woodstock

„Jack and the Woodstock“ stammt vom Team Amanda Gunawan und Joel Wong aus den USA. Es hinterfragt die Urbanisierung und geht von dem Grundsatz aus, dass wir nur aus wirtschaftlichen Effizienzgründen in Städten leben. Daher stelle sich die Frage nach Hochhäusern in neuen, nicht wirtschaftlich  bestimmten Standorten. Dies beantworten die beiden mit Entwürfen für Hochhäuser, die aus Holz gefertigt sind. Damit liegen die beiden voll im Trend, wie wir an dieser Stelle schon gezeigt haben. Die modular entworfenen Gebäude können an jedem Flecken dieser Erde entstehen. Vorausgesetzt, die Menschen wollen dort auch wohnen.

Temporäre Struktur für Geflüchtete. Quelle: eVolo
Temporäre Struktur für Geflüchtete. Quelle: eVolo

No Nation-Tower

Das Projekt der horizontalen Stadt keiner Nation stammt aus der Feder von Zhichen Gong, Yong Chen, Tianrong Wu, Yingzhi He, Congying He aus China. Die Planer thematisieren die weltweiten Flüchtlingsströme, die zu oft menschenunwürdiger Unterbringung vieler Heimatloser führen. Als oLösung entwickelm sie große Hochhäuser, die an der Grenze zwischen Staaten stehen könnten. In ihen befinden sich Unterkü+nfte. Aber auch viele Einrichtungen, um den Menschen ein soziales Überleben zu ermöglichen.

Hightech-Sperre gegen schmelzende Gletscher- der Ice Dam. Quelle: eVolo
Hightech-Sperre gegen schmelzende Gletscher- der Ice Dam. Quelle: eVolo

Die Schmelzbremse

Den Ice Dam haben Jae Min Jo, Geonuk Yun, Kyungjun Park, Hobin Bae, Jiyeon Kim, Weonkyung Cho und Ganghui Lee aus Südkorea entworfen. Das Vorhaben entstand als Antwort auf die schmelzen Gletscher vor allem an den Polarkappen der Erde. Dabei fungieren die Ice Dam-Hochhäuser als Sperrriegel oder Damm, der Gletschereis daran hindert, zu schmelzen und weiter talwärts zu strömen. Technische Module funktionieren wie ein großer Wärmeaustauscher und entziehen dem Schmelzwasser Wärme.

Höher, immer höher: Der Turm wird zur vertikalen Stadt. Quelle: eVolo
Höher, immer höher: Der Turm wird zur vertikalen Stadt. Quelle: eVolo

Stadt der Nachhaltigkeit

Das Vorhaben „The Vertical Sustainable City“ schließlich thematisiert die Nachhaltigkeit in den Metropolen. Aus der Feder der BKV Group aus den USA (https://bkvgroup.com/) versteht sich er Entwurf als Antwort auf den zunehmenden Platzmangel am Boden. Die konsequente Verdichtung entsteht durch vertkale Landwirtschat, integrierte Wohnhäuser und Einzelhandelsflächen. Für den Energiebedarf sorgen natürlich nachhaltige Energiequellen. So weit entfernt von heutigen Entwürfen ist dieser Tower nicht.

Die Sieger im eVolo-Wettbewerb 2019

eVolo-Wettbewerb 2019: AIrscarper für Metropolen

Beim Wettbewerb des Architekturmagazins eVolo geht es nicht darum, den größten und schönsten Wolkenkratzer zu entwerfen, sondern um spannende Visionen, interessante Entwürfe und Lösungen für aktuelle Probleme. Beim eVolo-Wettbewerb 2019 standen Themen wie Klimawandel und wachsende Metropolen im Vordergrund.

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Vertikale Visionen: eVolo-Wettbewerb entschieden

Das Architekturmagazin eVolo hat die Gewinner seiner diesjährigen Skyscraper Competition verkündet. Traditionell geht es bei diesem Wettbewerb weniger darum, realisierbare Projekte zu entwerfen, als interessante Utopien zu gestalten und Debatten anzustoßen. Sehen Sie in unserer Klickstrecke die Sieger und eine Auswahl gewürdigter Projekte.

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Eingezäunter Central Park gewinnt Hochhaus-Preis

© eVolo Skyscraper Competition

Immer visionär, manchmal utopisch: Wie in jedem Jahr hat auch 2016 das US-Magazin eVolo futuristische Hochhaus-Entwürfe ausgezeichnet. Eingereicht wurden Ideen für vertikale Städte, sensorische Türme und Wolkenkratzer, die die Luft säubern. Wir zeigen die drei Gewinner.

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