Alle Artikel von Jan Ahrenberg

Hochhaus mit Blick auf das Schwarze Meer

Astral Tower: Hochhaus mit Blick auf das Schwarze Meer. Foto: STARH via v2com

Warna ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Und seit dem EU-Beitritt im Jahr 2007 geht es auch mit der Wirtschaft bergauf. Die Nachfrage nach komfortablem Wohnraum steigt. Nun ist in der bulgarischen Hafenstadt ein 140 Meter hoher Turm für die Bedürfnisse anspruchsvoller Kunden entstanden. Mit Blick auf das Schwarze Meer.

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Der Lette Design Award 2020 ist entschieden

Der Lette Design Award by Schindler wurde in diesem Jahr erstmals in einer Online-Zeremonie verliehen. Erstplatzierter wurde Julian Carus. (Foto: Mahnoosh Niakan und Simon Eichmann, Lette Verein Berlin)

Zum sechsten Mal unterstützt Schindler 2020 den Lette Design Award und fördert junge kreative Talente. Die diesjährigen Gewinner wurden bei der Preisverleihung am 30. Oktober ausgezeichnet.

Julian Carus | @juliancarusisdead, Grafikdesign-Absolvent 2020, hat mit seiner humorvollen Arbeit „Das Sonnensystem“, ein Buch über eine nicht maßstabgetreue Reise zur Erde, den „Lette Design Award by Schindler“ gewonnen. Carus konnte sich gegen weitere 14 Nominierte aus den Ausbildungsgängen Foto-Grafik-und Modedesign durchsetzen. Platz zwei ging an den Fotografie-Absolvent Lourens Samuel für seine Arbeit „Sand“. Platz drei belegte Laura Stromp, Fotografie-Absolventin mit ihrer Arbeit „Origin“. Den Gewinnerkonnten alle dazu geladenen Gäste in einem Online-Voting bestimmen.

Julian Carus bekommt neben der Trophäe ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro plus einen bezahlten Design-Auftrag von Hauptsponsor Schindler Deutschland. „Davon kaufe ich mir erstmal ein neues Sofa“, so Carus bei der Preisübergabe. Der Gestaltungsauftrag durch die Firma Schindler wird in den nächsten Wochen gemeinsam entwickelt. Der Award ist erstmals Corona-bedingt als Live-Stream am Freitag, den 30. Oktober 2020 vergeben worden.


Das Ereignis

Der Lette-Design-Award by Schindler unter der Schirmherrschaft der Bezirksbürgermeisterin, Angelika Schöttler, ist ein Magnet für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Durch die Kooperation mit Schindler wird deutlich, dass Designkompetenz wirtschaftliche Prozesse maßgeblich bereichern kann. Die Unterstützung von jungen Designtalenten aus dem Bezirk ist Schindler Deutschland, mit Hauptsitz in Berlin-Mariendorf, eine Herzensangelegenheit. Denn auch für die Gestaltung von attraktiven urbanen Räumen und vertikaler Mobilität zählen innovative Visionen und kreative Umsetzungsprozesse zu den Erfolgsfaktoren.


Wer war nominiert?

15 Lette-Absolvent*innen aus den diesjährigen Abschlussklassen mit je fünf Nominiertenaus den Ausbildungsgängen Foto-, Grafik- und Modedesign haben es in die Vorauswahl der unterrichtenden Designer*innen geschafft.


Was ist der Publikumspreis?

Es gewinnt die Arbeit, die am meisten beeindruckt. Über ein Online-Voting-Modul gaben die Gäste ihr Votum ab. Das Voting-Modul wurde von Schüler*innen im Ausbildungsgang Medieninformatik | Interaktive Animation entwickelt.

Über den Lette Verein Berlin

Der Lette Verein mit seinen rund 800 Schülerinnen und Schülern bietet zehn Ausbildungsgänge für Fachkräfte in Design, Ernährung und Versorgung, Gesundheit sowie Technik an. Er wurde im Jahre 1866 von Wilhelm Adolf Lette als „Verein zur Förderung der Erwerbsfähigkeit des weiblichen Geschlechts“ gegründet und ist heute als Berufsausbildungszentrum eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Lettes Tochter Anna Schepeler-Lette schuf als erste Schulleiterin den weit über die Grenzen Berlins hinaus renommierten Ausbildungsort, der er bis heute ist. So gründete sie unter anderem die photographische Lehranstalt, die 2020 ihr 130. Jubiläum feiert. 2019 feierte der Ausbildungsgang Modedesign sein 100. und 2016 der Lette Verein als Ganzes sein 150. Jubiläum. Er betrachtet sich heute als Berufsausbildungsstätte, die attraktive Alternativen zur akademischen Ausbildung anbietet.


Über die Trophäe

Die Trophäe des Lette-Design-Awards wurde von Grafikdesign-Lehrer Sven Lindhorst-Emme designt. Sie besteht aus Aluminium und stellt eine Siegertreppe dar, die gleichsam als Sprungbrett für junge Designer*innen empfunden werden kann. Hergestellt wurde sie in Kooperation mit dem Oberstufenzentrum Maschinen- und Fertigungstechnik, Georg Schlesinger-Schule.

Über Schindler

Der 1874 gegründete Schindler Konzern ist einer der weltweit führenden Anbieter von Aufzügen und Fahrtreppen und damit einhergehenden Dienstleistungen. Seine innovativen und umweltfreundlichen Zutritts- und Beförderungssysteme prägen maßgeblich die Mobilität einer urbanen Gesellschaft. Täglich bewegt Schindler mit seinen Mobilitätslösungen 1,5 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt. Hinter diesem Erfolg stehen mehr als 65.000 Mitarbeitende in über 100 Ländern. Schindler Deutschland wurde 1906 als erste Auslandstochter gegründet und ist heute mit rund 4.000 Mitarbeitenden an 70 Standorten präsent.


Weitere Informationen

Frank Sandmann, Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 30 21994-116, Mobil +49 152 3849 9052
f.sandmann@letteverein.berlin

#liftclip: Tanzen auf dem laufenden Band

I'm the Dancing Queen: Gilstrap TV in Action. Foto: YouTube

Fahrstuhl-Prank, Fiktives, Reales und Banales. Im Netz werden Aufzug und Fahrtreppe zum Star, und wir zeigen in unserer Reihe #liftclip die besten Szenen. In dieser Woche machen wir eine Stipvisite in vor-Corona-Zeiten und beobachten einen Möchtegern-Travolta dabei, wie er seine Mitfahrer mit seinem Hüftschwung zum Lachen bringt.

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#fahrstuhl: Die besten Aufzug-Tweets im Oktober

Prototyp des Fahrstuhlselfies: Rob Vegas vor der zweiten Welle. Foto: Rob Vegas

Twitter strotzt nur so vor kuriosen Fundstücken, witzigen Einfällen und absurden Alltagsbeobachtungen – leider rutschen sie schnell durch. Wir graben uns daher einmal im Monat durch die Tweets unter dem #fahrstuhl. In diesem Monat schauen wir mal nach, wie die Maskenpflicht das Fahrstuhlselfie verändert hat…

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Hendrik Sandmann zu Besuch bei Schindler

Familienbesuch im Technischen Trainingscenter von Schindler: Hendrik Sandmann kam in Begleitung seiner Eltern. Foto: Schindler

Hendrik Sandmann sammelt seit vier Jahren Aufzugfotos – mehr als 15.000 sind bereits zusammengekommen. Fahrstühle sind seine Leidenschaft. Und das schon seitdem er drei ist. Schindler Deutschland hat ihm deshalb im Oktober einen seiner größten Wünsche erfüllt: ein Besuch im Technischen Trainingscenter des Konzerns. Ein Erlebnisbericht.

Einmal hinter die Kulissen schauen – das war Hendriks größter Wunsch. Denn Fahrstühle faszinieren Hendrik seit frühester Kindheit. Das kommt nicht von ungefähr, schließlich sind sie ein wichtiger Teil seiner Mobilität. Zwar ist der Bungalow in Westerkappeln, in dem er mit seinen Eltern lebt, ebenerdig und barrierefrei. Aber für den Rollstuhlfahrer ist jede Treppe eine unüberwindliche Hürde, die seinen Alltag erschwert. Wann immer er Einkaufen möchte oder zum Arzt muss, ist er auf einen Lift oder Aufzug angewiesen. Sie schenken Hendrik Sandmann ein kleines Stück Freiheit und selbstbestimmtes Leben. Nur zu gern wollte er deshalb einmal sehen, welche Technik eigentlich dahintersteckt.

Zu Besuch in Schindlers Technischem Trainingscenter in Berlin

Und im Oktober war es dann endlich so weit. Im Technischen Trainingscenter in Berlin wartete ein Begrüßungsteam aus den Schindler-Beschäftigten Annemarie Lenz, Uwe Wünsch und Jürgen Heitmann auf Hendriks Ankunft. Begleitet von seinen Eltern traf er am frühen Nachmittag ein. Anders als sonst kam der Gast durch die Hintertür – das war natürlich dem Rollstuhl geschuldet.

Nach einer kurzen Einführung zur Geschichte des Konzerns ging es endlich zum ersten Simulator. Uwe Wünsch erklärte die Komponenten, die in der Modellaufzuganlage – abgesehen von der deutlich kleineren Kabine – im Maßstab 1:1 verbaut sind. Hendrik hörte den Ausführungen aufmerksam zu. Und Mama Sandmann war beeindruckt von der Technik und stellte einige Fragen zu einzelnen Funktionen. Nun war es soweit – Hendrik drückte den Außenruf zur 2. Etage und die Minikabine setzte sich in Bewegung. Alle beobachteten das Tableau und die Kabine kam wie gewünscht an der Haltestelle zum Stehen.

Im Maßstab 1:1: Die Simulatoren faszinierten Hendrik ganz besonders.

Hendrik Sandmann drückt die Knöpfe

Nach dem ersten erfolgreichen Test erkundigte sich Hendrik ganz selbstbewusst, wo es denn weitergeht. Sein Blick schweifte kurz zu der großen Fahrtreppe und zu den Modularbeitsplätzen. Doch noch mehr interessierte Hendrik die Montage, denn gerade fand dort ein Kurs für Monteure statt. Geschützt durch den Glasschacht konnten er mit gebührendem Abstand die Arbeiten der Monteure beobachten. Gegenüber standen die großen 5500 Anlagen, die Hendrik nun ansteuerte. Er drücke die Außenrufe, aber nichts tat sich. Also rückte Jürgen Heitmann mit Helm, Handschuhen und dem wohl wichtigsten Werkzeug der Service Techniker, dem Dreikantschlüssel, an und siehe da: Die Kabine bewegte sich und der Aufzug öffnete die Tür. Ein gewohntes Bild für Hendrik, der ja genau nach diesen Bildern in seinem Blog sucht: Den geschlossenen und geöffneten Türen eines Aufzugs.

Es gab noch viele Rufknöpfe im Technischen Trainingscenter zu drücken also ging es vorbei am Prototyp unserer neuen Aufzugs in den vorderen Teil der Halle, in dem sich auf die Hydraulikanlagen befinden. Uwe Wünsch erklärte die Funktionsweise dieses Aufzugstyps und Hendrik war erstaunt über die vielen Schläuche und Komponenten. Hier wurde auch ein Personeneinschluss simuliert.

Nach einem kurzen Abstecher in die Werkstatt, wo Annemarie Lenz dem Gast zeigte, welch schweres Gerät die Monteure so benutzen, ging es in den Schulungsbereich des Technischen Trainingscenters. Im Gang zu den Schulungsräumen fanden sich allerhand historische Ausstellungsstücke, die Hendriks Aufmerksamkeit auf sich zogen. Der anschließende Besuch im Elektrolabor holte unseren Besuch jedoch schnell in die Gegenwart zurück. Hendrik und seine Eltern staunten nicht schlecht als sie die Elektro-Tische sahen. Hendrik bewies an ihnen sein Wissen über Notschalter.

Karriere als technischer Backofficer

Karriere als technischer Backofficer? Hendrik Sandmann sitzt schon einmal zur Probe. Foto: Schindler
Karriere als technischer Backofficer? Hendrik Sandmann sitzt schon einmal zur Probe. Foto: Schindler


Da es solche Trainings ja auch zu organisieren gilt, stand auch ein Besuch im Büro von Annemarie Lenz auf dem Plan. Eine Karriere als Service Techniker wird Hendrik Sandmann aufgrund seiner Erkrankung wohl leider verwehrt bleiben. Aber wie wäre es mit einer Büro-Tätigkeit in der Aufzugsbranche? Der Gedanke gefiel Hendrik, und er saß schon mal zur Probe auf dem Platz des technischen Backofficers.

Auf dem Rückweg durch die Halle entdeckte Hendriks Papa noch ein Aufzugsmodell, das aus Fischer Technik Bauteilen zusammengesetzt ist und das ihn zurück in seine Kindheit versetzte. Und schließlich machten alle noch einmal Halt an den 5500 Anlagen, wo ein Familienbild den Besuch abrundete. So ein Foto hatte Hendrik vorher bestimmt noch nicht in seiner Sammlung.

Wer selbst Aufzugfotos hat, die er Hendrik gerne schenken möchte, kann sie an aufzugfotos@gmail.com schicken!