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Schutz vor Keimen: ESCALITE sterilisiert Handläufe

UVIS -Günderinnen Katharina Obladen (li.) und Tanja Nickel auf der Fahrtreppe.

Die Infektionen mit dem Coronavirus nehmen weiter zu. Vor allem an Objekten, die viele Menschen berühren – wie Handläufe von Fahrtreppen – können sich eine Menge Keime befinden. Damit sie nicht weiterverbreitet werden, hat das Unternehmen UVIS eine technologische Lösung mit dem Namen ESCALITE zur Sterilisierung von Handläufen entwickelt. Senkrechtstarter sprach mit Tanja Nickel, einer der beiden Gründerinnen und Geschäftsführerinnen.

Senkrechtstarter: Welche Keime tötet Escalite ab? Bekämpft es das Coronavirus SARS-CoV-2?

Tanja Nickel: Ja, ESCALITE zerstört alle Bakterien, Viren und Pilze bis zu 99,99 Prozent.

Wie funktioniert das? Warum sterben Bakterien, Pilze und Viren durch UV-C-Licht ab?

Auf jeder Seite des Handlaufs ist ein ESCALITE-Modul eingebaut. Dieses besteht aus jeweils drei UV-C-Lampen, die so angeordnet sind, dass sie die Form des Handlaufs perfekt abbilden. Das kurzwellige UV-C-Licht zerstört die DNA aller Mikroorganismen und macht diese somit unschädlich. Dieses geschieht je nach Strahlungsintensität und -dauer innerhalb von Sekunden. Der Handlauf ist dadurch in Sekundenschnelle keimfrei und man kann sich beruhigt am Handlauf festhalten.

UVIS ESCALITE desinfiziert Handläufe von Fahrtreppen.
Sicherer Halt: ESCALITE desinfiziert Handläufe von Fahrtreppen.

Wo genau befindet sich die UV-C-Lichtquelle? Kann man sie von außen erkennen?

Die ESCALITE-Module sind im Inneren der Fahrtreppe verbaut. So sind die Module vor äußeren Einwirkungen, wie z.B. vor Vandalismus, geschützt und es ist sichergestellt, dass kein UV-C-Licht nach außen tritt. Da es – wie andere UV-Strahlungen – auch für die menschliche Haut und Netzhaut ungesund ist. Grundsätzlich leuchten die UV-C-Lampen blau. Dies ist von außen für den Nutzer jedoch nicht sichtbar. Deswegen wird an der Balustrade der Fahrtreppe ein Aufkleber aufgebracht, der die Nutzer auf die keimfreien Handläufen hinweist und dazu auffordert, sich am Handlauf festzuhalten.

ESCALITE eignet sich auch für die Nachrüstung

Wie lange dauert die Nachrüstung einer Fahrtreppe mit ECSALITE?

Die Nachrüstung der Fahrtreppen mit ESCALITE geschieht innerhalb von wenigen Stunden. Die Module werden durch das Serviceteam von Schindler in den Fahrtreppen eingebaut.

Welche weiteren Hygieneempfehlungen bei der Nutzung von Fahrtreppen aussprechen, insbesondere in der aktuellen Zeit der steigender Corona-Infektionen?

Aus Sicherheitsgründen sollte man dennoch immer den Handlauf festhalten. ESCALITE bietet hier einen sehr guten Schutz, da man keine Angst haben muss, sich am Handlauf anzustecken. Ansonsten gilt, wie bei allen anderen Oberflächen im öffentlichen Raum auch, regelmäßiges und gründliches Händewaschen!

Mehr Infos zum Unternehmen gibt es auf dessen Website.

Mehr Hygienetipps für die Nutzung von Aufzügen und Fahrtreppen gibt es hier.

Aufzug und Rolltreppe: Sicher unterwegs in der Corona-Krise

UVIS Fahrtreppe keimfrei

Bakterien, Pilze und Viren tummeln sich – ganz natürlich – überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen. Zum Beispiel auf Türtastern von Bus und Bahn oder auf Türklinken aller Art. Aufzüge und Fahrtreppen bilden da keine Ausnahme. Einige einfache Tipps helfen, sicher und gesund durch den vertikal-mobilen Alltag zu kommen und die Weiterverbreitung des Coronavirus und anderer Keime per Aufzug und Rolltreppe zu vermeiden.

Hygiene im Aufzug

Wenn man es ganz genau mit der Norm nimmt, braucht jeder Mensch im Aufzug nur 0,15 Quadratmeter. Das könnte ganz schön eng werden. Gerade in der Erkältungszeit oder wenn Viren wie derzeit SARS-CoV-2 kursieren, sollte man den Sardinen-Stil im Aufzug vermeiden und Platz lassen: Mit 1,5 Meter Entfernung vom nächsten Fahrgast ist man auf der sichereren Seite. Das bedeutet: Lieber mal den Aufzug weiterfahren lassen und den nächsten nehmen.

Nicht alle Aufzüge verfügen über das Schindler myPORT-System und lassen sich bequem per App über das eigene Smartphone rufen. Meistens müssen die Tasten – von allen – gedrückt werden, um den Aufzug zu steuern. Bis zum nächsten gründlichen Händewaschen sollten die Finger daher besser weg von Nase, Mund oder Auge bleiben. Ein Taschentuch oder Jackenärmel zwischen Hand und Knopf ist ebenso eine gute Möglichkeit, die direkte Berührung der Taster zu vermeiden.

Handläufe in den Kabinen geben einen sicheren Halt bei der Fahrt – zum Beispiel bei Problemen mit dem Gleichgewicht. Auch hier ist es ratsam, sich bis zum Händewaschen nicht mit den Händen ins Gesicht zu fassen.

Juckt es im Hals oder kribbelt es in der Nase? Alle Mitfahrer im Aufzug sind jedem dankbar, der es noch bis zum nächsten Stopp aushält und den Aufzug zum Niesen und zum Husten verlässt. Klappt das nicht, gelten auch hier die üblichen Knigge-Regeln: sich von den Menschen in der direkten Umgebung abwenden, ein Taschentuch vor Nase und Mund halten oder zur Not in die Armbeuge husten oder niesen.

Sicher und gesund auf Rolltreppe und Fahrsteig

Mehr als 7.000 Personen kann eine Rolltreppe pro Stunde transportieren. Halten sich alle fest, sind das ebenso viele Hände am Handlauf. Eine gute Idee ist es also, nach der Fahrt sich oder andere Menschen, beispielsweise das eigene Kind, nicht im Gesicht oder an den Händen zu berühren, bis Sie sich selbst die Hände gründlich gewaschen haben.

Eine saubere Sache für Handläufe ist die Erfindung ESCALITE der Firma UVIS. Eine UV-C-Lichtquelle, die verdeckt in der Umkehrstation des Handlaufs montiert ist, beleuchtet ihn – und macht den Handlauf dadurch in Sekunden keimfrei. Zu 99,99 Prozent werden Erreger wie Bakterien, Viren und Pilze abgetötet. Die innovative Technologie kann direkt bei Schindler bestellt und von den Monteuren des Aufzugs- und Fahrtreppenherstellers installiert werden – egal ob es sich um eine Neuanlage oder um eine Nachrüstung für eine bestehende Anlage handelt.

Sorgen Sie mithilfe des Handlaufs für einen sicheren Stand, damit Sie nicht stürzen. Wenn Sie die Tipps zur Handhygiene beachten, gehen Sicherheit und Gesundheit so bestens zusammen. Auch bei der Nutzung der Fahrtreppen gilt: Abstand halten und beim Husten und Niesen ein Taschentuch benutzen.

Zum Glück für Nutzer des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs lassen sich die Türen von Straßenbahnen, Zügen und Bussen an allen Haltestellen auch automatisch vom Fahrer öffnen. Und für alle Türklinken-Skeptiker mit 3D-Drucker daheim sei die Seite des belgischen Unternehmens Materialise genannt: Hier gibt es die kostenfreie Druck-Vorlage für einen Türklinken-Aufsatz, der das Anfassen erübrigt.

Die wichtigsten Infos haben wir für Sie noch einmal in diesem Pdf zusammengefasst.