Alle Artikel von Bianca Berger

Wohnen neu denken: Schindler-Studierendenwettbewerb blickt auf die Möglichkeitsräume von morgen

Schindler ANCB Student Applied Innovations Lab

Unsere Gesellschaft ist im Wandel. Neue Bedürfnisse treffen auf sich verändernde Rahmenbedingungen, beispielsweise eine zunehmende urbane Dichte. Die Konsequenz: Neue Wohnkonzepte sind gefragt. Doch wie können wir Wohnen neu denken?

Für die Beantwortung dieser Frage braucht es kreative Ansätze out of the box. Ein Katalysator für solch ungewöhnliche Denkweisen sind Studierendenwettbewerbe. Ein neues Format wurde nun erstmals mit dem Schindler ANCB Student Applied Innovations Lab etabliert.

„Mit dem Applied Innovations Lab wurde vom ANCB ein Format kreiert, das eine neue Art der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie begründet.“

Christian Schulz, Mitglied des Excecutive Commitees der Schindler Group

ANCB The Aedes Metropolitan Laboratory ist Netzwerk, Plattform und Vermittler zwischen Industrie, Academia und Experten. Seit 2009 bietet es Designstudios und Workshop-Möglichkeiten. Kern des neuen Wettbewerbsformats ist die gemeinsame Entwicklung einer Fragestellung für die Zukunft, der eine konkrete Aufgabe aus einem Unternehmen zugrunde liegt. Inhaltlich wird diese in Semesterstudios von Hochschulen eingebunden. Schulz: „Für unseren Wettbewerb hatten wir Fragen nach neuen Zugängen zu hybriden Wohn- und Arbeitsräumen sowie nach der Verbindung von neuen Lebensräumen aufgeworfen. Dies vor dem Hintergrund einer zunehmenden Dichte urbaner Strukturen sowie den Potenzialen der Digitalisierung.“

Neue Wohntypologien für sich wandelnde Bedürfnisse

Die Leitfragen des Wettbewerbs verdichten unter anderem Zukunftsaspekte, die bereits durch die Pandemie getriggert an vielen Stellen in unserer urbanen Gesellschaft aufkeimen:

  • Wie können neue Wohntypologien hinsichtlich sich verändernder räumlicher und funktionaler Anforderungen sowie sozialer Potenziale neu gedacht werden?
  • Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten und wie uns mit unserem sozialen Umfeld verbinden?
  • Welche Rolle spielt dabei die Mobilität außerhalb und innerhalb von Gebäuden? Und welche die Digitalisierung?

Als Entwurf konnten die Stundent*innen die Wiederverwendung eines bestehenden Gebäudes planen oder einen offenen Auftrag in ein real vorhandenes Umfeld integrieren.

Neue Wohnkonzepte: Shared Living mit aufblasbaren Räumen

Inspirierende Entwürfe

Drei Lehrstühle widmeten sich der gestellten Aufgabe, innovative Grundrisse und Typologien zu entwickeln sowie zu betrachten, wie Bewohner auf diese zugreifen können: Die Leibniz Universität Hannover mit Tobias Nolte (Professor für Medienarchitekturrepräsentation), die TU Braunschweig mit Almut Grüntuch-Ernst (Professorin für Design und Architekturstrategien) sowie die TU Berlin mit Jacob van Rijs (Professor für Architekturdesign) nahmen am Applied Innovation Lab teil und integrierten die Fragestellung des Wettbewerbs in ihre Semesterstudios.

„Das Ergebnis war eine Vielzahl inspirierender Arbeiten, die einen Blick auf die Möglichkeitsräume von morgen eröffnen. Für uns als Unternehmen bieten speziell die Entwürfe der drei Preisträger*innen hochinteressante Impulse. Wir werden diese in den nächsten Wochen unter verschiedenen Gesichtspunkten auf dem Senkrechtstarter-Blog würdigen.“  

Christian Schulz, Mitglied des Excecutive Commitees der Schindler Group

Die Preisträger

1. Preis

Zhengyang Ke, „Smart PHome“, Leibniz Universität Hannover. Die Arbeit entstand während des Studios „Domestic Automatons“ und fragte, wie Wohngrundrisse aussehen könnten, die nicht statisch und funktionsgebunden sind.

Neue Wohnkonzepte: Shared Living mit aufblasbaren Räumen

2. Preise

Tiana Hilker, „Spaziergang nach Hause“, TU Braunschweig. Die Arbeit war Teil von drei an der Universität unterrichteten Designstudios, die sich in verschiedenen Fallstudienprojekten mit der Frage des „Zugangs zur Zukunft“ befassten. Tobias Rinke, „Büro-Haus-Park“, TU Berlin. Diese Arbeit war Teil eines Studios in dem Studenten gebeten wurden, leerstehende Bürogebäude nach der Pandemie neu zu gestalten, um sie zu kombinieren, mitzubauen und zu entwickeln.  

10 Thesen, wie sich der Aufzug durch Corona verändert

Mann mit Fahrrad im Aufzug

Der Aufzug gehört zu den sichersten Transportmitteln. Mit der Pandemie erhält Sicherheit im Aufzug eine neue Dimension: den Schutz der Gesundheit. 10 (steile) Thesen, wie sich die vertikale Mobilität für Planer*innen, Betreiber*innen und Nutzer*innen auch nach Corona verändert.

#1 Das mulmige Bauchgefühl bleibt.

Haben Menschen mit Angst vor engen Räumen schon immer eher mit Zurückhaltung den Lift betreten, kamen seit dem Beginn der Corona-Pandemie noch viele weitere hinzu, die mit einem eher unwohlen Gefühl nach oben oder unten fahren. Schließlich sind die Kabinen nur wenige Kubikmeter groß, geschlossen, und wer vorher mit ihnen fuhr, ist meistens unbekannt. Bedingungen, die Wissenschaftler*innen gern als günstig für die Verbreitung von Keimen aller Art einstufen. 

#2 Das Verhalten der Fahrgäste wird um- und vorsichtiger. 

Höflichkeit ist auf dem Vormarsch: Wir quetschen uns als Passagier nicht mehr in die schon volle Kabine, lassen sogar mal einen Aufzug weiterfahren, der nur lose besetzt ist. Husten und Niesen versuchen wir, um jeden Preis im Aufzug zu vermeiden (zumindest, wenn noch jemand mitfährt). Wir berücksichtigen weiterhin gängige Hygiene-Tipps im Aufzug. In Erkältungszeiten werden wir an engen oder vollen Orten sogar wieder freiwillig zum Mundschutz greifen. 

#3 Alternative Aufzugsbedienungen nehmen zu. 

Wir steuern den Aufzug vermehrt mit Smartphone, Gesten oder Sprache. Wobei letzteres, na ja, mit Hochdeutsch wird’s klappen (empfohlen sei hier das folgende Video über zwei Schotten im Aufzug). Aber tatsächlich ermöglichen uns innovative, digitale Lösungen wie Schindler ElevateMePORT oder CleanCall, den Aufzug ohne Tastendruck zu rufen.  

#4 Die Funktion von Transit Management Systemen wird ausgeweitet. 

Sie sorgen nicht mehr nur dafür, dass Personen den effizientesten Weg durchs Gebäude geleitet bekommen. Sie kümmern sich künftig zugleich darum, dass sich einzelne Personen oder Gruppen von Menschen nicht im Gebäude begegnen. Ausgeklügelte Algorithmen suchen für jeden den besten Weg mit möglichst wenigen Begegnungspunkten.  

#5 Hygiene wird zur Betreiberverantwortung. 

Sicherlich nicht als harte Betreiberpflicht, aber als klare Erwartung der Nutzer*innen. Hotels, Kongresszentren, Pflegeeinrichtungen, Shopping Malls u.v.m. können mit umfassenden technischen Reinigungslösungen als besonders verantwortungsvolle Anbieter bei (potenziellen) Gästen und Klient*innen punkten.  

#6 Hygiene-Lösungen gehören künftig zur Standardausstattung moderner Gebäude. 

Technische Unterstützung für die Desinfektion von öffentlichen Bereichen im Gebäude werden von Beginn an mitgeplant und erhöhen den Wert von Gebäuden. Geräte für die Aufzugs- oder Handlaufdesinfektion bei Fahrtreppen werden direkt bei der Neuinstallation mit eingebaut.  

#7 Betreiber, die jetzt in Reinigungstechnik investieren, profitieren davon auch zukünftig. 

Vermieter oder Arbeitgeber mit höheren Bürogebäuden und Produktionsstätten, Bildungseinrichtungen, Hotel- oder Gastronomiebetreiber, Handelsunternehmen, Gesundheitseinrichtungen: Sie alle werden mit Desinfektionsgeräten in Aufzügen und an Fahrtreppen entspannter durch künftige Epidemien oder Pandemien kommen. Denn ihr Hygienekonzept beinhaltet bereits heute dauerhaft und nachhaltig wirksame Maßnahmen.  

#8 Die UV-C-Desinfektion per LED wird sich als führende Technologie für hygienische Aufzüge und Fahrtreppen durchsetzen. 

Drei Gründe: 1. Die Wirkungsweise ist effizient und seit Jahrzehnten im medizinischen Bereich und in der Lebensmittelindustrie etabliert. 2. Facility Manager müssen keine verunreinigten Filter auswechseln und entsorgen. 3. Geräte mit LED-Leuchtmitteln sind kosteneffizient und wartungsarm. Clean-Leuchtmittel haben eine lange Lebensdauer von über 9.000 Einsatzstunden (sprich mehreren Jahren Aufzugsbetrieb) und verbrauchen mit 20, 65 oder 125 Watt wenig Energie. In den Schindler CleanMobility-Lösungen ist diese effiziente und nachhaltige Technologie bereits im Einsatz.  

#9 Neben der Effektivität rückt das Design der Hygiene-Geräte mehr und mehr in den Vordergrund. 

Kein Immobilieneigentümer und keine Investorin wird sich auf Dauer einen großen grauen Kasten in den Aufzug stellen, der zudem die Fläche der Kabine verringert, eine Stolpergefahr darstellt und damit ein erhöhtes Haftungsrisiko für die Betreiber bedeutet. Auf dem Vormarsch sind schlanke und klare Produktdesigns, die sich harmonisch in die Kabinengestaltung einfügen.  

#10 Der Aufzug wird zum Kommunikationsort. 

Nicht unbedingt im Sinne eines Ortes, wo Fahrgäste entspannt plaudern (das war zugegebenermaßen noch nie wirklich der Fall). Im Aufzug werden über Screens relevante Informationen an die Nutzer*innen ausgespielt. Neben den Schlagzeilen des Tages, dem Kantinenplan, Veranstaltungstipps oder Werbung kann dies bei Bedarf auch die Erinnerung ans sichere Verhalten während der Aufzugsfahrt oder die Info über umgesetzte Hygienemaßnahmen im Gebäude sein. Und die Passagiere? Sie können wieder beruhigt durchatmen!

Schutz vor Keimen: ESCALITE sterilisiert Handläufe

UVIS -Günderinnen Katharina Obladen (li.) und Tanja Nickel auf der Fahrtreppe.

Die Infektionen mit dem Coronavirus nehmen weiter zu. Vor allem an Objekten, die viele Menschen berühren – wie Handläufe von Fahrtreppen – können sich eine Menge Keime befinden. Damit sie nicht weiterverbreitet werden, hat das Unternehmen UVIS eine technologische Lösung mit dem Namen ESCALITE zur Sterilisierung von Handläufen entwickelt. Senkrechtstarter sprach mit Tanja Nickel, einer der beiden Gründerinnen und Geschäftsführerinnen.

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Aufzug und Rolltreppe: Sicher unterwegs in der Corona-Krise

UVIS Fahrtreppe keimfrei

Bakterien, Pilze und Viren tummeln sich – ganz natürlich – überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen. Zum Beispiel auf Türtastern von Bus und Bahn oder auf Türklinken aller Art. Aufzüge und Fahrtreppen bilden da keine Ausnahme. Einige einfache Tipps helfen, sicher und gesund durch den vertikal-mobilen Alltag zu kommen und die Weiterverbreitung des Coronavirus und anderer Keime per Aufzug und Rolltreppe zu vermeiden.

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