Mensch und Stadt: Haus der Architektur in Graz zeigt Architekturfilm-Serie „Homo Urbanus“

Ein Mann betrachtet von der Dachterrasse eines Hochhauses aus die Umgebung: "The Infinite Happiness" nennen die Künstler diesen Filmauszug © Ila Bêka & Louise Lemoine

Die Stadt der Zukunft – schön und gut. Aber wie leben Menschen darin? Wie organisieren sie ihren Alltag? Und was macht die vollen, durchgeplanten Mega-Metropolen der Zukunft lebenswert?

Die Filmemacher Ila Bêka und Louise Lemoine aus Italien und Frankreich suchen seit langem nach Antworten auf diese Fragen. Sie zählen heute zu den bedeutendsten Filmkünstlern im Bereich der Architektur. Einen Einblick in ihr Werk gibt das österreichische Haus der Architektur HDA in Graz

Die Ausstellungsräume im HDA in Graz. © Thomas Raggam – HDA

Der Homo Urbanus: Die Beziehung zwischen Mensch und Metropole

Die Ausstellung „Homo Urbanus – A Citymatographic Odyssey“ zeigt einige ihrer bekanntesten Filme. Dazu gehört ihre neueste Arbeiten, die Serie Homo Urbanus über die Beziehung zwischen Menschen und Städten: Homo Urbanus Bogotanus, Homo Urbanus Neapolitanus, Homo Urbanus Petroburgumus, Homo Urbanus Rabatius, Homo Urbanus Seoulianus und Homo Urbanus Tokyoitus.

Pause in einer der eigenartigsten Städte Italien, in Neapel. Homo Urbanus Neapolitanus – © Ila Bêka & Louise Lemoine

Der Weg dahin sei „auf der Suche zu sein. In ständigem Staunen über die Vorstellungskraft und Kreativität, die die Menschen entwickelt haben, um einen Weg des Zusammenlebens zu finden. Uns zu fragen, was eine Stadt ausmacht, zu versuchen, ihre stillen Regeln, ihre Gewohnheiten, ihre Unvollkommenheiten, ihre Schwierigkeiten und ihre einzigartige Art zu verstehen, um die endlose Frage zu beantworten: Wohin sollen wir gehen?“, schreiben die beiden.  

Kolumbiens Hauptstadt wächst rasant. Hier lebt der Homo Urbanus Bogotanus. – © Ila Bêka & Louise Lemoine

Bêka und Lemoine sind Kultfiguren in der Architekturwelt

Die New York Times hat das Duo längst als „Kultfiguren in der europäischen Architekturwelt“ ausgemacht. Louise Lemoine studierte in Paris Film und Philosophie. Ila Bêka studierte Architektur in Venedig und in Paris. Die beiden arbeiten seit mehr als 15 Jahren zusammen. Sie durchbrechen die übliche Darstellung zeitgenössischer Architektur, indem sie die Menschen in den Vordergrund stellen. Mit ihrem eignen Blickwinkel positionieren sie sich zwischen Dokumentation und Videokunst

Die Ausstellung ist noch bis zum 4. April 2021 im HDA zu sehen:
HDA – Haus der Architektur
Mariahilferstraße 2
8020 Graz

Homo Urbanus Kyotoiutus: Kyoto ist Teil der japanischen Mega-Region zwischen Tokio und Kobe © Ila Bêka & Louise Lemoine

Im Youtube-Kanal des HDA finden sich eine Reihe von Videos rund um die Ausstellung.

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