AART baut Origami-Haus am Fjord

Papier Projekt in Moss: Origami-Haus am Fjord. Illustration: AARTPapier Projekt in Moss: Origami-Haus am Fjord. Illustration: AART

Alles nur Fassade? Das ist nicht immer schlecht. Vor allem, wenn sie so kunstvoll gefaltet ist wie beim Origami-Haus im norwegischen Moss. Und wenn dann noch höchste Energiestandards trotz papierdünner Wände eingehalten werden, entsteht ein neues Vorzeigeprojekt.

Die bullige Blockhütte mit kleinen Fenstern und dicken Wänden ist nicht ohne Grund eins der Wahrzeichen Norwegens. Oft kommt der erste Schnee schon im November – und bleibt bis in den Mai hinein. Da macht man es sich zuhaus gern hyggelig.

Andererseits ist da ja noch die spektakuläre Landschaft. Vor allem entlang der Fjorde. Das Naturkino vor der Haustür kann während der langen und dunklen Wintermonate für Abwechslung sorgen. Wenn der passende Rahmen dafür geschaffen ist. Für den sorgt nun das dänische Architekturbüro AART auf gänzlich neue Weise. Denn statt rot-bepinselter Bullerbü-Ästhetik setzen die Architekten bei ihrem Neubauprojekt im norwegischen Moss auf japanische Papierfaltkunst. Das kommt nicht von ungefähr: Am Standort befand sich früher die lokale Papierindustrie.

Bester Fjord-Blick: Naturlandschaft im Breitwandformat genießen. Illustration: AART

Origami-Haus im alten Papier-Viertel

Die scharfe, blendend weiße Linienführung der Fassade verleiht dem Origami-Haus die Anmutung, aus Papier gefaltet zu sein. Unterstrichen wird dieser Effekt von den großzügigen, zurückliegenden Fensterfronten. Privatheit und Transparenz, sensationelle Ausblicke auf den Fjord Mossesundet sowie eine optimal Tageslichtausbeute – das alles soll die schicke Fassade gewährleisten. Dabei streben die Architekten eine Auszeichnung nach dem Nachhaltigkeitszertifikat BREEAM very good an.

Entspannen und Gärtnern auf dem Dach. Illustration: AART

Aber auch traditionelle Qualitäten bietet das Wohn- und Geschäftshaus. Dazu gehört die Hinwendung zum öffentlichen Raum mit Läden und Cafés auf Straßenniveau sowie die Gemeinschaftsflächen auf dem Dach des Gebäudes. Hier befindet sich auch ein Gewächshaus, das die Bewohner der 34 Wohneinheiten gemeinsam nutzen können. Oder sie entspannen in der Lounge Area. Schließlich kommt selbst in Norwegen irgendwann wieder die Zeit der lauen Sommermonate, die man gemeinsam mit Nachbarn und Freunden im Freien genießen will.

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