Foster + Partners planen für Shenzhen

Knotenpunkt für die Region: Geplanter Guangming Hub in Shenzhen. Copyright: Foster + PartnersKnotenpunkt für die Region: Geplanter Guangming Hub in Shenzhen. Copyright: Foster + Partners

Shenzhen ist mehr als das Tor zu Hongkong. Seit Jahren schon entwickelt sich die Stadt im Südosten Chinas zu einer Metropole mit eigener Strahlkraft. Nun haben Foster und Partners den Wettbewerb für ein Gebäudekomplex gewonnen, der die Stadt noch besser in der Region verankern soll.

Wer Großprojekte mag, wird Shenzhen lieben. Seit Jahren entstehen hier immer wieder spektakuläre Bauvorhaben. Und auch beim aktuellen Projekt waren die Wettbewerber eher gefordert zu klotzen, als zu kleckern. Nicht einer, sondern gleich vier Bürotürme sollen sich künftig im Stadtteil Guangming erheben. Er wurde 2018 zum ökologisch orientierter High-Tech-Bezirk ausgelobt und ändert seitdem sein Stadtbild in rasantem Tempo. Die Zahl vier kommt dabei übrigens nicht von ungefähr: Sie lehnt an die vier Himmelsrichtungen an. Und wie die vier Tore in einer traditionellen, chinesischen Stadtmauer, sollen die vier Türme symbolisch sämtliche Himmelsrichtungen erschließen.

Vier gewinnt: Die Ordnung des Gebäudes lehnt sich an die Struktur traditioneller chinesischer Stadtbefestigungen an, deren Tore sich in alle Himmelsrichtungen öffnen. Copyright: Foster + Partners

Foster + Partners entwickeln ein modernes urbanes Zentrum

Bei der reinen Symbolik allein bleibt es jedoch nicht. Denn die vier Neubauten sollen künftig gemeinsam einen Transporthub für Shenzhen bilden, der die Anbindung der Metropole mit der Region – insbesondere mit Hongkong – deutlich verbessert. Ausgangspunkt für das Projekt ist ein bestehender Bahnhof für einen Hochgeschwindigkeitszug am Guangming Park. Dieser soll um einen neuen U-Bahnhof mit drei neuen innerstädtischen Linien sowie um einen Intercity-Halt ergänzt werden.

Schneller Anschluss: Ein bestehender Hochgeschwindigkeits-Bahnhof bildet den Ausgang für das Projekt. Copyright: Foster + Partners.

Damit jedoch kein reines Bahnhofsviertel entsteht, haben sich Foster + Partners zusätzlich Gedanken um die aktive Nutzung des Komplexes gemacht. Hierzu statten sie die terrassierten Nebengebäude mit zahlreiche Einzelhandelsflächen aus. In den Türmen selbst stellen sich die Planer vor allem Büroflächen vor. So soll ein urbanes Zentrum entstehen, in dem Menschen einkaufen, arbeiten und einen schnellen Anschluss in die Region finden. Ein genauer Zeitrahmen für das Projekt ist derzeit noch nicht bekannt.

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