#liftclip: Der Matrjoscka-Aufzug

Matrjoschka-Aufzug am Castello d'Albertis-Montegalletto. Foto: YouTubeMatrjoschka-Aufzug am Castello d'Albertis-Montegalletto. Foto: YouTube

Fahrstuhl-Prank, Fiktives, Reales und Banales – im Netz werden Aufzug und Fahrtreppe zum Star, und wir zeigen in unserer Reihe #liftclip die besten Szenen. In dieser Woche sehen wir staunend dabei zu, wie ein Fahrstuhl in den anderen fährt – und keiner kommt zu Schaden.

Kennen Sie noch diese kleinen russischen Püppchen? Genau die, bei denen immer kleinere in den größeren stecken. Matrjoschka heißen sie, und eine Weile fand man sie in vielen deutschen Haushalten. Dass das gleiche Prinzip aber auch bei dem Bau von Fahrstühlen Anwendung gefunden hat, wussten Sie aber wahrscheinlich nicht, oder? Um ehrlich zu sein: wir auch nicht! Und wir haben ja schon so einige kuriose Modelle hier vorgestellt.

Nun ist es aber auch nicht so, dass man diesem speziellen Aufzugstyp an jeder Straßenecke begegnen kann. Dafür muss man sich schon in die norditalienische Hafenstadt Genua aufmachen. Denn die Geburtsstadt des Amerika-für-die-Europäer-Entdeckers Christoph Kolumbus hat nicht nur einen direkten Zugang zum Mittelmeer. Sondern ist auch sehr hügelig. Was die Ingenieure der Stadt vor einige Herausforderungen stellt. Und am Castello d’Albertis-Montegalletto haben sie die besonders kreativ gelöst.

#liftclip: 300 Meter durch massiven Fels

Was tun, wenn der gerade Weg nach oben von 300 Metern soliden Fels verstellt ist, man aber dennoch genau dort einen Aufzug einbauen möchte? Sicher, man könnte einen Tunnel Bauen, an dessen Ende ein Fahrstuhl auf das Fussvolk wartet. Doch das war den entdeckungsfreudigen Genuesen zu simpel. Viel bequemer wäre es doch, wenn der Aufzug seine Passagiere am Eingang des Tunnels abholen würde. Und wenn er dafür 300 Meter in der Wagerechten fahren muss, bevor er im rechten Winkel nach oben fährt? Das bekommen wir schon hin!

Der YouTuber Tom Scott hat diesen besonderen Aufzug für uns erkundet. Und war ziemlich erstaunt als er erfuhr, wie genau diese Technik funktioniert. Denn schließlich erlauben die Sicherheitssysteme eines Fahrstuhls nicht, dass die Lastkabel einfach ausgeklinkt werden, sobald die Kabine den Boden erreicht und ihre Fahrt wagerecht fortsetzen will. Die Lösung ist eigentlich ganz einfach. Die horizontal fahrende Kabine, die sich an einem Stahlseil entlangzieht, fährt für den vertikalen Aufstieg in eine größere Kabine. Eben das Matrjoschka-Prinzip. Aber sehen Sie selbst:

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