Hafen-Archipel für Oslos neue urbane Mischung

Badevergnügen im Oslofjord: Bispevika Projekt von Vandkunsten Architects in Oslo. Foto: OSUBadevergnügen im Oslofjord: Bispevika Projekt von Vandkunsten Architects in Oslo. Foto: OSU

Vandkunsten Architekten haben neue Wohnblöcke für Norwegens Hauptstadt entworfen. Die direkt am Hafen gelegenen Einheiten stehen für die urbane Mischung Oslos sowie bezahlbaren Wohnraum im Herzen der Stadt.

Wasswerwege zwischen den Häusern wie in Venedig: Die Planer von Vandkunsten haben sich ein großes Vorbild genommen. Und modern interpretiert. Aber das Projekt Bispevika in Oslos Zentrum, direkt am Hafen, überzeugt nicht nur mit seiner Architektur, sondern auch durch seine soziale Ausrichtung.

Denn anders als die Nachbarn setzt der Investor Om Hav Eiendom nicht auf die üblich solvente Klientel, die sich eine derart exklusive Lage leisten kann. Sondern war bereit, überdurchschnittlichen Wohnraum für Durchschnittsbürger zu schaffen. Eine neue, urbane Mischung entsteht. Doch der Reihe nach.

Wellenblick für alle: Die Architekten erobern das Wasser für die Bürger zurück. Foto: OSU

Ursprünglich lobten die Entwickler nur einen Wettbewerb aus, um einen Wohnblock nahe des Hafens zu schaffen. Und die Architekten von Vandkunsten sahen darin eine Chance, sowohl etwas für den angespannten Wohnungsmarkt, als auch für die städtebauliche Situation zu tun. Denn ähnlich wie in vielen Küstenstädten weltweit, hat auch in Oslo die Industrie früher die Stadt vom Wasser abgeschnitten. Infrastrukturen für den Transport von Waren, Lagerhallen und Produktionsstandorte trennten die Bürger vom Wasser.

Urbane Mischung mit Wellenblick

Doch seit einiger Zeit erobert sich die den direkten Zugang zurück. Leuchtturm-Projekte wie das neue Munch Museum sollen die Attraktivität des Standorts erhöhen. Dank Vandkunstens Entwurf kommen nun alle Bürger in den Genuss der Lage. Denn auf der Hafenseite lockt ein öffentlicher Pier zum Badevergnügen im Oslofjord.

Archipel in der Innenstadt: Projekt Bispevika von Vandkunsten. Foto: OSU

Um zudem möglichst vielen Bewohnern einen Wellenblick zu ermöglichen, schufen die Planer einen Block aus acht unterschiedlich hohen, versetzt zu einander angeordneten Gebäuden. Ein Teil davon ruht auf Fundamenten im Hafenbecken, sodass sie von Wasser umschmeichelt werden. Der Eindruck eines Archipels, halb im Meer, halb an Land, entsteht. Ein Gemeinschaftsraum für Feste, sowie mehrere öffentliche Flächen erhöhen noch den Anreiz für alle Osloer, sich dieses Stück Wasserfront gemeinsam zurückzuerobern.

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