Verjüngungskur: Schöner Shoppen in China

Lichte Vertikale: Neugestaltung im Grand Gateway 66. Foto: EGGL via v2comLichte Vertikale: Neugestaltung im Grand Gateway 66. Foto: EGGL via v2com

Das Geschäft mit Shopping Malls ist umkäpft. Die Betreiber müssen sich so einiges einfallen lassen, um ihre Kunden immer wieder neu zu locken. Das Designbüro Elena Galli Giallini hat nun das Grand Gateway 66 in Shanghai überarbeitet. Und zeigt: Schöner Shoppen ist auch eine Frage des gediegenen, vertikalen Transports.

20 Jahre ist nicht gerade alt. Aber im sich ständigen wandelnden Geschäft mit Shopping Malls ist es doch schon ein kleine Ewigkeit. Denn diese Einrichtungen sind ebenso Moden unterworfen, wie die Bekleidung, Accessoires und Geschenkartikel, die in ihrem Inneren verkauft werden. Alle paar Jahre erfinden sich deshalb die luxuriösesten unter ihnen neu. Und was könnte prestigeträchtiger sein als eine Adresse im umtriebigen Bezirk Xuhui, mitten im Herz der quirligen Metropole Shanghai? Eben.

Edles Materialien, geometrische Formen: Das Grand Gateway 66 glänzt in den Details. Foto: EGGL via v2com

Das Grand Gateway 66 befindet sich eben dort und seine Betreiber entschieden sich vor Kurzem, dass es nun an der Zeit sei, für eine Verjüngungskur. Den Auftrag dafür erhielt das in Hong Kong beheimatetet Designbüro Elena Galli Giallini (EGGL). Und das entschied sich dafür, das Haus in einen „Konsumtempel“ zu verwandeln. Auf Hintergrund der sich wandelnden Lebensgewohnheiten, der Konkurrenz durch den E-Commerce und den veränderten Bedürfnissen der Konsumenten brauche es einen Ort, der als sozialer Knotenpunkt für einen modernen, urbanen Lebensstil fungiere und mit seiner luxuriösen Gestaltung die Kunden lockt, so die Architekten.

Willkommen im Konsumtempel: Schöner Shoppen in Shanghai

Gelungen ist ihnen das mit einer Auswahl edler, lichter Materialien und baulichen Akzentuierungen – gerade auch in der Vertikalen. Eine zentrales Gestaltungsmerkmal ist dabei die Inszenierung der Rolltreppen, die hier weniger als technische Einrichtung, denn als erhabenes, architektonisches Merkmal erscheinen. Indirekte Lichter, glänzende Oberflächen und asymmetrische Formen schaffen dabei die Illusion eines begehbaren Edelsteins mit großem Facettenreichtum. Schön zu sehen, welches Potenzial die Rolltreppe besitzt, wenn die Designer sie einmal als Gestaltungsmerkmal ernstnehmen. Denn dann sieht man gleich auf dem ersten Blick: Schöner Shoppen als im Internet, kann man in Shopping Malls allemal.

Inszenieren statt nur zu integrieren: Gestaltungsmerkmal Rolltreppe. Foto: EGGL via v2com

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