#fahrstuhl im August: Nachruf auf einen Aufzug

Twitter strotzt nur so vor kuriosen Fundstücken, witzigen Einfällen und absurden Alltagsbeobachtungen – leider rutschen sie schnell durch. Wir graben uns daher einmal im Monat durch die Tweets unter dem #fahrstuhl. In diesem Monat stellen wir mit Entsetzen fest, wie unser Freund der Fahrstuhl missbraucht, beschmutzt und bis an die Schmerzgrenze beladen wird. Mit tragischem Ende.

Man hat ja schon so Einiges darüber gehört, wie sich manche Mitmenschen im Aufzug danebenbenehmen. Selbst unser Gesundheitsminister hat sich in diesem Jahr ja schon einen viel gescholtenen Fauxpas geleistet. Was soll man auch erwarten, wenn die Sitten bezüglich der Aufzugnutzug im Bundestag so lax sind, wie es Politikminion für uns dokumentiert hat?

Immerhin, das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden scheint auch das Hohe Haus nicht anzutasten. Das ist nicht überall so, wie die Nutzerin Möwe entdeckt hat.

Unglaublich. Das ist doch geradezu eine Einladung, Mitfahrende zum Passivrauchen zu zwingen. Aber, das lehrt uns das Internet, es geht immer noch schlimmer. Das Bundeswehrkrankenhaus Koblenz scheint zum Beispiel ein akutes Problem mit seinen Sanitäranlagen zu haben. Aber das ist lange noch keine Entschuldigung für diesen unanständigen Aufruf zum Missbrauch der Fahrgastkabine!

Da zieht zum Glück selbst das sonst so tolerant Herz eines Hippies eine Grenzen. Wie die Initiative Kramer gegen Kramer, äh, Kramer gegen schmutzige Fahrstühle beweist.

Obwohl, in Watte packen, wie die Spandauer bei Berlin es tun, muss man Fahrstühle deshalb ja auch nicht unbedingt. Wer flog da noch gleich über das Kuckucksnest? Wir fragen nur für einen Freund @stephanmachulik …

Auch Fahrstühle haben eine sensible Seite

Entwarnung: Unsere Recherchen haben ergeben, dass es sich bei dem obigen Bild keineswegs um eine mobile Gummizelle für großstadtgeplagte Spandauer handelt. Vielmehr sind die Matten an den Wänden eine Art Schutzkleidung für umzugsgeplagte Aufzüge. Denn auch hier zeigt sich, dass einige Menschen einfach keinen Respekt vor der körperlichen Unversehrtheit von Fahrstühlen haben …

Zerkratzt, geschunden und hoffnungslos überladen kann es dann schon sein, das so ein armer Aufzug an die Grenzen seiner Belastungsfähigkeit gelangt. Sascha Broich hat das schreckliche Wehklagen einer solch geschundenen Seele eingefangen. Hören Sie es sich ruhig einmal an. Wir sagen nur: the Horror, the Horror!

Ja, besser man achtet auf die Warnsignale! Wer sie zu lesen weiß erkennt schnell, wann ihm die Stunde schlägt. Oder mit AC/DC gesprochen:

I’m a rolling thunder, a pouring rain
I’m comin‘ on like a hurricane
My lightning’s flashing across the sky
You’re only young but you’re gonna die …

Hells Bells!

#fahrstuhl: The End is neigh!

Nun sind aber nicht alle Fahrstuhlmodelle solche Sensibelchen wie die unseres, ähem, „Mitbewerbers“. Statt passiv-aggressive Botschaften wählen einige lieber gleich den Heldentod …

R.I.P., geliebter Fahrstuhl! Du warst uns ein treuer Freund. Und erst jetzt, da du mit einem Big Bang von uns gegangen bist, wissen wir deinen wahren Wert zu schätzen.

Und wir Hinterbliebenen? Wir werden weitermachen. Auch ohne dich. Aber es wird schwer werden. Und es wird Zeit brauchen. Denn selbst ein einfaches Fahrstuhlselfie ist ohne dich einfach nicht mehr das Gleiche. Seht selbst. Schnief!

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