Cube Gallery: Shopping auf neuen Ebenen

Neue Ebene im Viertel: Die Cube Gallery ist auch städtebaulich ein Gewinn. Foto: Clou Architects/ Qingshan WuNeue Ebene im Viertel: Die Cube Gallery ist auch städtebaulich ein Gewinn. Foto: Clou Architects/ Qingshan Wu

CLOU Architects haben im chinesischen Xioashan eine neue Form von Einkaufszentrum realisiert. Die Cube Gallery ist ein Zwitter aus Einkaufsstraße und Shopping Mall. Und ergänzt die Hochhaus dominierte Skyline des Stadtteils optimal.

Shopping Malls bieten eine breite Auswahl von Produkten an einem Ort. Allerdings sind sie geschlossene Systeme, in denen sich nicht jedermann wohlfühlt. Einkaufsstraßen hingegen sind meist gewachsene Orte, die viel Abwechslung sowie Raum für soziale Interaktion bieten. Nur leider lässt sich das nicht so einfach planen, wenn neue Einrichtungen benötigt werden. Denn was aus einer Hand entsteht, lässt einfach keinen Platz für künftige Entwicklungen. Geschweige denn, für die Anpassung an einen veränderten Bedarf.

Äußerst zugänglich: Treppen, Rolltreppen und öffentliche Wege erschließen die verschiedenen Ebenen der Anlage. Foto: Clou Architects/ Qingshan Wu

Dieser Schwierigkeit haben sich nun CLOU Architects im chinesischen Xioshan angenommen. Mit einem zusammenhängenden System aus unterschiedlich großen Kuben schafft die Cube Gallery Raum für unterschiedliche Nutzungen. Dabei sind sie sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen gestaffelt, was ein abwechslungsreiches Shoppingerlebnis auf mehreren Ebenen schafft. Außerdem haben die Architekten auch an Begegnungsräume unter freiem Himmel gedacht. Großzügige Terrassen und Hoflandschaften bilden Ruhezonen, die sich die Passanten über Außentreppen und ein öffentliches Wegesystem erschließen.

Cube Gallery mit Raum für Begegnung

Während die einzelnen Einheiten der Cube Gallery auf Straßenniveau eher für kleinere Geschäfte des täglichen Bedarfs gedacht sind, sollen in den oberen Etagen spezialisierte Einzelhändler mit größerem Platzbedarf einziehen. Um eine lebendige Fluktuation zwischen den Ebenen zu schaffen, sind darüber hinaus Flächen für Cafés, Restaurants und weitere Freizeiteinrichtungen geplant.

Abwechslungsreiche Fassade: Moderne Aluminiumpannele im Wechspiel mit großzügigen Glasflächen. Foto: Clou Architects/ Qingshan Wu

Interessant ist auch, wie sich der Komplex in die bestehende Skyline des Viertels fügt. Denn die dahinterliegenden Wohnblöcke bildeten bislang einen ebenso massiven wie monotonen Stadtblock. Diesen ergänzt die 21.000 Quadratmeter-Anlage nun um neue Höhenlinien, welche die Monotonie aufbrechen und so für Abwechslung sorgen. Wobei insbesondere die modern gerasterten, semi-transparenten Aluminium-Glasfassaden diesen Eindruck noch unterstützen.

Die Cube Gallery ist ein rundum gelungener Ansatz, urbane Lebensqualität in rapide wachsenden Städten zu schaffen. Noch attraktiver ist da nur die Marktlandschaft auf der Nachbarinsel Taiwan, die wir bereits vor einiger Zeit vorgestellt haben.

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