#liftclip: Prankster haben es auch nicht leicht

Gut gemacht, wir gehen: Prankster treiben Schabernack – was anderes wäre zu erwarten?Gut gemacht, wir gehen: Prankster treiben Schabernack – was anderes wäre zu erwarten?

Fahrstuhl-Prank, Fiktives, Reales und Banales – im Netz werden Aufzug und Fahrtreppe zum Star, und wir zeigen in unserer Reihe #liftclip die besten Szenen. In dieser Woche erfahren wir, wie schwer es Prankster heutzutage haben. Oder haben Sie sich bei absurden Situationen nicht auch schon mal gefragt: Und wo ist jetzt die Kamera?

Ach, sie werden ja sooo schnell erwachsen! Eben freuen wir uns noch über die ersten 16-Bit-Gifs von herumtollenen Kätzchen, die wir per E-Mail erhalten – schon ballern wir uns beim Onlinegaming durch apokalyptische Stadtlandschaften in UHD. Und auch in Sachen Humor war die Entwicklung rasant. Vor allem das Format der versteckten Kamera griffen Spaßvögel, neudeutsch Prankster, in aller Herren Länder auf und deklinierten seine Möglichkeiten durch. Wir haben in unserer Reihe #liftclip ja schon viele davon gezeigt. Allerdings werden sie immer absurder und ideenloser. Ein schönes Beispiel dafür sind dir Streiche des hyperaktiven „Magiers“ Daniel Fernandez. Dessen Fahrstuhl-Pranks sind nicht nur wenig kreativ, sondern auch ziemlich übergriffig. Und erzielen dennoch ordentliche Klickraten. Mehr als eine Million Menschen haben den Clip bereits gesehen. Und wahrscheinlich auch ein bisschen dabei gegähnt. Ist das schon das Ende des Formats?

Der Prankster als tragisch-komische Figur

Nicht unbedingt. Denn, wir alle wissen, entsteht Humor ja gerade dann, wenn der Held gegen jede Chance an seinem Ziel festhält. Die Formel: je zuversichtlicher jemand seine reellen Chancen ignoriert, desto komischer wird es, gilt auch im Internet. Insbesondere beim Prank. Denn diese Gruppe von jungen Leuten, die unter dem Namen „How about Beirut“ posten, geben sich durchaus Mühe mit ihrem „Elevator of Doom-Prank“ (Weltuntergangs-Aufzug). Ihre Choreografie und ihr Timing sind makellos. Nur ignorieren sie leider, dass wir alle das nun irgendwie schon einmal gesehen haben. Und so entsteht die eigentliche Komik daraus, dass die meisten Geprankten das Geschehen mit einem müden Lächeln quitieren. Oder sogar mit einem gönnerhaften: Gut gemacht! Sagen sie wahrscheinlich auch, wenn ihr Hund das Stöckchen holt.

Und, nun ja, der Prankster treibt halt Schabernack – was ist anderes zu erwarten? So ähnlich erklärt es auch einer der Geprankten seiner leicht irritierten Frau. Dass trotzdem schon fast 7 Millionen Menschen klickten, zeigt, dass noch Hoffnung für das Format besteht. Film ab:

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