#zusammenzuhause: Hochhaus aus Papier basteln

#architecturefromhome Illu: Foster & Partners#architecturefromhome Illu: Foster & Partners

Auch nach den Osterferien dürfen noch nicht alle Kinder wieder in die Schule. Deshalb bleibt es für viele Eltern wichtig, nach den Lerneinheiten in Wohnzimmer und Küche für Ablenkung zu sorgen. Die gute Nachricht ist: Für die Herausforderung #zusammenzuhause erhalten sie oft prominente Unterstützung. Zum Beispiel vom Stararchitekten Sir Norman Foster. Der zeigt nun, wie man gemeinsam ein Hochhaus aus Papier basteln kann.

Im Grunde sind Architekten so etwas wie Bastelprofis. Denn: Bevor Hochhäuser und Türme in den Himmel wachsen, müssen sie erst einmal sorgfältig geplant werden. Zeichnungen per Hand und Computer sind dabei natürlich sehr hilfreich, aber Modelle sind weit mehr dazu geeignet, die Bauherren und -frauen von den eigenen Ideen zu überzeugen. Schließlich kann man sie anfassen und aus allen Richtungen ausgiebig betrachten. Weshalb in großen Architekturbüros nicht selten Spezialisten arbeiten, die sich hauptsächlich mit der Umsetzung der Entwürfe als Modell beschäftigen.

Eines dieser großen Architekturbüros ist das des Briten Norman Foster. Er ist schon seit vielen Jahren rund um den Erdball erfolgreich als Architekt tätig. Im Jahr 1990 schlug ihn sogar Queen Elizabeth, die Königin von England, zum Ritter. Seither darf er sich Sir Norman Foster nennen. In Deutschland ist er vor allem für den Bau der Reichstagskuppel in Berlin bekannt. Doch auch mit Hochhäusern kennt er sich aus. Berühmtestes Beispiel dafür ist Hauptverwaltung der Swiss Re in London, welche die Londoner aufgrund ihrer Form liebevoll Gurke (engl. Gherkin) getauft haben. Eigentlich wollte er die Londoner auch noch mit einen Turm in Form einer Tulpe beglücken. Doch das lehnte der Bürgermeister der Stadt letztlich ab. Vielleicht war dem Architekten doch ein bisschen die Fantasie durchgegangen.

Krönung: Die Glaskuppel des Berliner Reichstags stammt aus der Feder von Sir Norman Foster. Foto: Olga Ernst/ Wikimedia Commons

#zusammenzuhause trifft auf #architecturefromhome

Macht aber nix, irren gehört zum kreativen Prozess. Denn nur so entsteht Neues. Auch zur Coronakrise hat sich das Architekturbüro Foster & Partners etwas ganz besonderes ausgedacht. Unter dem #architecturefromhome (Architektur von Zuhause) möchte es zeigen, wie viel Spaß die Planung und der Bau eines Hochhausmodells machen kann. Oder sogar der Bau eines ganzen Stadtmodells. Denn auf der Website des Unternehmens findet man nicht nur die Vorlage für den Bau eines modernen Hochhauses, sondern auch für Wohnhäuser, Stadtmobiliar und Straßenbäume. In loser Folge kommen zudem weitere Vorlagen hinzu. Wer Zuhause keinen Drucker zur Verfügung hat, kann die Vordrucke auch mit Lineal und Geodreieck abzeichnen. So lernt man sogar noch ein bisschen mehr darüber, wie Architekturmodelle geplant werden – und der Spaß dauert auch noch etwas länger an. Hier geht’s zur Website #architecturefromhome.

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