Sydney mit neuer Topadresse für alle

Henning Larsen Cockle Bay Visualisierung SydneyErstklassige Lage: Enwurf von Henning Larsen für die Cockle Bay in Sydney. Visualisierung: Henning Larsen

Das Architekturbüro Henning Larsen hat den Wettbewerb für ein neues Gebäude im Cockle Bay Park gewonnen. Um den zentralen Business District zugänglicher für die Öffentlichkeit zu gestalten, hat es den Bau in zwei Ebenen geteilt. Einen zugänglichen Stadtraum im Sockelgeschoss und zwei aufragende Türme für die Skyline. So soll ganz Sydney profitieren.

Dass das international tätige Architekturbüro Henning Larsen ein Faible für die offene Stadtgesellschaft hat, hat es schon in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt. Nun profitiert auch die australische Metropole Sydney von seiner Expertise. Denn das geplante Bürogebäude ist nur in den oberen Geschossen ein gewöhnlicher Turm. Auf der Straßenebene hingegen öffnet es sich dem Publikumsverkehr.

Neuer öffentlicher Raum für Sydney

Beitrag zum Stadtbild: Auch in Sydneys Skyline wollen die Architekten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Visualisierung: Henning Larsen

Das Problem: Wie in so vielen Geschäftsvierteln weltweit, gibt es hier abgesehen von den Büroangestellten wenig Laufkundschaft. Dabei ist die nahe Hafenfront auch für Touristen attraktiv. Um diese in die Häuserschluchten zu locken, haben die Architekten daher dem Einzelhandel mehr Platz eingeräumt. Sie nennen das Ergebnis einen Entwurf auf „menschlichem Maß“. Hierfür brechen sie die Vertikale im Sockelgeschoss auf und lassen das Gebäude stufenweise in den öffentlichen Raum übergehen. So ergibt sich eine neue Stadtlandschaft mit unterschiedlichen Ebenen, welche die Besucher flanierend erkunden können.

Wie so oft bei solchen Projekten ist in diesem frühen Stadium noch nicht absehbar, ob das Konzept aufgeht. Denn natürlich hängt das im Wesentlichen davon ab, wie die konkrete Mischung am Ende aussieht. Also welche Geschäfte, Restaurants, Cafés und Freizeitangebote der Investor als Mieter gewinnen kann. Dennoch zeichnet sich mit diesem Projekt einmal mehr der Trend zur Aufwertung der Innenstädte ab, der in den vergangenen Jahren global an Schwung gewonnen hat. Und mit dem Hochhäuser zunehmend zum zentralen Baustein der dichten Stadt avancieren. Auch in Deutschland.

Stadtgesellschaft auf mehreren Ebenen: Im Sockelgeschoss verzahnt sich das Gebäude mit dem öffentlichen Raum. Visualisierung: Henning Larsen

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