Monat: Januar 2020

Vertikaler Horror im Dschungelcamp 2020

Vertikale Mobilität im Dschungelcamp 2020

Na endlich: Die Macher des Dschungelcamps sind schließlich doch darauf gekommen, welch eine Prüfung das Fahrstuhlfahren mit lästigen Passagieren ist. Und nicht nur einmal, gleich zweimal müssen sich die diesjährigen Teilnehmer dem Schrecken der vertikalen Mobilität stellen. Wir sind begeistert!

Nach unten gibt es bekanntlich keine Grenzen. Zumindest nicht in der Fernsehunterhaltung. Dafür kann man hier auch noch nach den Sternen greifen. Beim Aufzug geht beides nicht. Schachtgrube und Schachtkopf stecken hier den vertikalen Rahmen des Möglichen ab. Im besten Fall kommen beide Welten zusammen und so ist es fast zwangsläufig zu nennen, dass das Dschungelcamp irgendwann auf den Fahrstuhl kommen musste. 

Seit mittlerweile 14 Staffeln präsentiert sich das TV-Format „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ als die Sendung mit der größten Vertikalspannung im deutschen Fernsehen. Momente höchster Fernsehunterhaltung gehen hier mit Szenen niederster Voyeurismus-Befriedigung einher. Wir mussten Menschen dabei zusehen, wie sie Hoden verspeisten und zu Helden wurden. Nie war das Feuilleton gespaltener als in der Bewertung dieser Sendung als Sternstunde des Fernsehens oder Niedergang des Abendlandes.  

Dschungelcamp 2020 erfüllt die Ansprüche

Auch wenn all das in die Jahre gekommen ist und der SPIEGEL-Blog zu #Ibes genauso zum Ritual wurde wie die sich ewig gleichenden Dschungelprüfungen: Wir kommen in dieser Staffel nicht umhin, den wertvollen Weißraum des Senkrechtstarter-Blogs diesem Format zu opfern. Denn das Dschungelcamp ist in den Aufzug gestiegen. Nun, eigentlich nur die Kandidaten Danni Büchner und Markus Reinecke, wobei Erstgenannte bereits nach 13 Sekunden wieder ausstieg. Das lag vor allem daran, dass es sich nicht um einen Fahrstuhl, sondern einen „Ge-Fahrstuhl“ handelte.  

Dieses Modell würde wohl weder den Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung genügen noch eine Gefährdungsbeurteilung mit Bravour erfüllen. Inwiefern im australischen Dschungel die Betreiberpflichten von der deutschen Norm abweichen, können wir natürlich aus dieser Distanz nicht beurteilen. Zumindest aber scheinen sich die Anforderungen an den Aufzugnotruf nicht großartig zu unterscheiden. Immerhin wurde der Hilferuf von Danni Büchner sofort erhört und die Personenbefreiung umgehend eingeleitet. Markus Reinecke schien sogar Gefallen an der madigen Aufzugsfahrt zu haben und brachte ganze acht Sterne mit nach Haus. Ende gut, alles gut und für uns die bleibende Erkenntnis: Lieber ein Pferd auf dem Flur als ein Kroko im Fahrstuhl.

#liftclip: Fitness im Treppenhaus

Fit ins Jahr 2020: Der Brite Colin Furze mit seinem Fitness-Gerät. Quelle: Youtube

Fahrstuhl-Prank, Fiktives, Reales und Banales – im Netz werden Aufzug und Fahrtreppe zum Star, und wir zeigen in unserer Reihe #liftclip die besten Szenen. Auf den Jahreswechsel folgen die große Ernüchterung und die Zeit der guten Vorsätze, zum Beispiel mehr für die eigene Fitness zu tun. Gut, dass es Erfinder wie Colin Furze gibt.

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Auf und ab – eine Kulturgeschichte des Fahrstuhls

Kulturgeschichte des Aufzugs: Shirley MacLaine und Jack Lemmon im Spielfilm "Das Appartement" von Billy Wilder. Quelle: Youtube

Manche Themen sind echte Dauerbrenner. Zum Beispiel, wenn es um die Bedeutung von Aufzügen geht. Die Geschichte der vertikalen Mobilität mit ihren technischen und kulturhistorischen Aspekten regt immer wieder zu neuen Betrachtungen an. Der Deutschlandfunk beteiligt sich nun mit einem hörenswerten Feature an diesem Diskurs.

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OMA in Eindhoven: Die Zukunft in Würfeln

Rosige Zukunft: Die Glaskuben von OMA über Eindhoven. Quelle: OMA/Proloog

Eindhoven ist eine gar nicht so beschauliche Stadt in den Niederlanden. Hier fertigt der Elektronikkonzern Philips und auch der Lkw-Hersteller DAF ist hier ansässig. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg fand Eindhoven architektonisch Anschluss an die Moderne. Und nun läuten die Architekten von OMA die Zukunft der Stadt jenseits der industriellen Fertigung ein. 

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