Messeturm Süd im Frankfurter Europaviertel

Neues Tor zur Messe - der Turm von CMA. Simulation: cma|sichtvisionNeues Tor zur Messe - der Turm von CMA. Simulation: cma|sichtvision

Frankfurts Skyline ist die imposanteste Deutschlands. Nun soll neben dem Messeeingang Süd im neuen Europaviertel ein weiterer Turm entstehen. Die Ausschreibung für das Vorhaben liegt schon fünf Jahre zurück.

Frankfurt bekommt ein neues Messe-Entrée: Auf einem Sockelgeschoss, das als direkter Zugang zur Messe Süd dienen wird, entsteht bis 2024 ein 123 Meter hohes Hotel- und Bürohochhaus. Das sieht der Entwurf vor, mit dem Cyrus Moser Architekten bereits 2014 den zugrunde liegenden Wettbewerb für sich entscheiden konnten. Beide Gebäudeteile bilden eine optische Einheit um den ebenfalls neu entstehenden Messeplatz in der Europaallee.  

Mixed Use im Messeturm Süd

Der geplante Messeturm Süd setzt mit seiner abgeschrägten Ecke ein markantes städtebauliches Zeichen. Für die entstehenden Flächen ist eine Mischnutzung vorgesehen. Auf 18 der 34 Stockwerke soll ein 4-Sterne-Hotel mit 374 Zimmern Platz finden. Außerdem entstehen rund 10.000 Quadratmeter Bürofläche auf 13 Geschossen. Die restlichen Etagen werden für technische Anlagen genutzt.

Großzügiger Eingangsbereich für den südlichen Zugang zur Messe und zur Via Mobile. Simulation CMA
Großzügiger Eingangsbereich für den südlichen Zugang zur Messe und zur Via Mobile. Simulation: CMA

Der eigentliche Messeeingang besteht aus einem viergeschossigen Zugang direkt an der künftigen U-Bahnhaltestelle. Knapp 5.000 Quadratmeter Fläche bietet das Gebäude. Auf denen finden neben Zugangskontrollsystemen, Veranstaltungs- und Konferenzräumen auch Gastronomieeinrichtungen Platz. Über den Eingang gelangen Besucher zur Via Mobile, dem überdachten und verglasten Transportsystem, das die Messehallen mit Laufbändern und Rolltreppen verbindet.

Die Architekten von cma sind in Frankfurt auch an anderen Vorhaben beteiligt. So haben sie den Kulturcampus entworfen, der in einigen Jahren das Licht der Welt erblicken könnte – wir haben über das Projekt bereits berichtet.

Frankfurts Entwicklungsgebiet Europaviertel

Der künftige Eingang Süd ist Teil des letzten großen innerstädtischen Entwicklungsgebiets in Frankfurt, dem Europaviertel. Das nutzt das Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs im Stadtteil Gallus. Hier entstehen Büros, Hotels, Wohnungen, eine Schule, soziale Infrastruktur, Parks sowie Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten. Ab 2024 soll zudem eine U-Bahn in das Stadtviertel führen, in dem rund 30.000 Menschen arbeiten und bis zu 10.000 Menschen wohnen sollen. 

Das Gebiet ist durch die hochgelegene Bahnstrecke und die Emser Brücke in Europaviertel West und Europaviertel Ost unterteilt. Der geplante Messeturm Süd befindet sich westlich der Brücke.

Der neue Messeturm und der vierstöckige geplante Eingang. Simulation CMA
Der neue Messeturm und der vierstöckige geplante Eingang. Simulation CMA

Treibende Kraft bei dem jetzigen Vorhaben ist die Bremer Gustav-Zech-Stiftung. Sie kauft von der Messe Frankfurt ein Teil des Grundstücks und errichtet dort das Hochhaus. Auf dem verbleibenden Teil des Grundstücks baut die Stiftung im Auftrag der Messe den Eingang Süd als Generalübernehmer.

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