City West: Barkow Leibinger gewinnt Wettbewerb

Schicker Durchblick: So präsentiert sich der Entwurf an der Ecke Schill-Kurfürstenstraße. Quelle: Ponnie Images + Barkow LeibingerSchicker Durchblick: So präsentiert sich der Entwurf an der Ecke Schill-Kurfürstenstraße. Quelle: Ponnie Images + Barkow Leibinger

Berlin im ewigen Wandel: Der Umbau der City West dauert schon eine Weile an. Nun soll das Pressehaus Constanze in der Kurfürstenstraße einem hochmodernen Büro- und Wohnensemble aus der Feder von Barkow Leibinger weichen. 

Tatsächlich wirkt die Ecke Kurfürsten- und Schillstraße etwas in die Jahre gekommen. Hier befindet sich das rund 3.000 Quadratmeter große Areal des Pressehauses Constanze. Die erste deutsche Frauenzeitschrift nach dem Zweiten Weltkrieg gab dem Gebäude seinen Namen. Unter anderem hatten die Redaktionen von Stern und Spiegel hier ihre Berliner Büros. Heute steht die Immobilie der Hamburger Verlegerfamilie Jahr leer.

Umbau der City West – auch in der Kurfürstenstraße

Eike Rollenhagen und der kürzlich verstorbenenHans-Joachim Pysall haben das Pressehaus in den 1970er-Jahren entworfen. Nun soll es im Zuge des Stadtumbaus abgerissen und ersetzt werden. Die geschieht im Zuge des Umbaus der City West, der bereits seit einigen Jahren das Antlitz des alten Berliner Westens verändert. So stehen heute am alten Kudamm-Eck zwei Hotels, und das „Westlight“ ersetzt bald die Volksbank. Am Breitscheidplatz sind das Zoofenster und das Upper West entstanden. Nun ist also das östliche Ende der City West an der Reihe.

Markantes Gebäude an einer belebten Stelle: So könnte die Ecke Kurfüsten-Schillstraße in wenigen Jahren aussehen. Quelle: Ponnie Images + Barkow Leibinger
Markantes Gebäude an einer belebten Stelle: So könnte die Ecke Kurfüsten-Schillstraße in wenigen Jahren aussehen. Quelle: Ponnie Images + Barkow Leibinger

Im dafür ausgelobten, nichtoffenen Realisierungswettbewerb entschied sich die Jury für den Entwurf von Barkow Leibinger. Acht Büros waren geladen. Das Berliner Architektenpärchen setzte sich mit seinem fächerförmigen Konzept durch. Derzeit läuft es gut für das Büro, erst kürzlich gewann es auch den Wettbewerb für die Molenspitze in Frankfurt am Main.

Segmente wie in einem Fächer

Barkow Leibingers Vorschlag für die Kurfürstenstraße gliedert sich in fünf unterschiedlich hohe Segmente. Deren Grundrisse sind leicht zu einander versetzt, bilden aber gemeinsam ein Eckgebäude. Wohnungen entstehen in zwei Segmenten an der Kurfürstenstraße. Der Sechsgeschosser ist für geförderten Wohnraum vorgesehen, das elfgeschossige Hochhaus daneben für frei finanzierte Wohnungen.

Arbeiten mit Stil in der Kurfürstenstraße – und Blick über die Stadt. Quelle: Barkow Leibinger
Arbeiten mit Stil in der Kurfürstenstraße – und Blick über die Stadt. Quelle: Barkow Leibinger

Die drei Segmente in der Schillstraße sind für gewerbliche Nutzung geplant, darunter auch das zentrale 16-stöckige Hochhaus. Die Fassaden sind so ausgelegt, dass die Erker der gewerblichen Gebäude die Wohnungen vor dem Straßenlärm abschirmen.

Gestaltung macht den Nutzen erkennbar

Die Nutzung der Gebäude soll auch von außen erkennbar sein: Deswegen sorgen versetzte Mauerblenden aus Naturstein, unterschiedliche Fassadenraster und Oberflächenstrukturen für mehr Abwechslung. So soll der Entwurf den Passanten wechselnde Perspektiven und Ansichten bieten. Wenn er ihnen denn im stetigen Wandel der Stadt überhaupt auffällt.

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