#liftclip: Sehnsucht nach Tahiti

Tahiti im AufzugDie Tür geht auf, da liegt das Paradies ... Quelle: Youtube

Fahrstuhl-Prank, Fiktives, Reales und Banales – im Netz werden Aufzug und Fahrtreppe zum Star, und wir zeigen in unserer Reihe #liftclip die besten Szenen. In dieser Woche träumen wir uns in den Süden. Nach Tahiti, an die Strände der Südsee. 

Jahrzehntelang hatte die Sehnsucht einen Namen: Tahiti. Millionen Europäer schwärmten von der Insel im Südpazifik. Vor allem die Franzosen waren von der Doppelinsel begeistert, die noch heute als Französisch-Polynesien dem Mutterland eng verbunden ist. „Tahiti – das ist wie voller Sommer an der Cote d’Azur, wenn große Ferien sind und die Pariser kommen mit Kind und Kegel und alles überquillt von Menschen und Karossen“, schrieb der Spiegel vor 40 Jahren

Für viele Franzosen ist Tahiti auch heute noch ein Synonym für das süße Leben unter Palmen am Strand der Südsee. Viele Deutsche denken heute dagegen sehnsüchtig an die Vereinigten Arabischen Emirate und die dortigen klimatisierten Urlaubsshoppingparadiese.  

Flucht in die Südsee

Als der französische Maler Paul Gauguin 1891 nach Tahiti zog, flüchtete er vor den Europa der Industrialisierung. In vielen Gemälden hielt er die vermeintliche Naivität  und Gesundheit des Paradies in der Südsee fest. Bis heute hält sich der Mythos vom scheinbar unbeschwerten Leben unterm Kreuz des Südens. Das zeigt auch Rémi Gaillard, der für seine Clips gern in den Fahrstuhl steigt.

Der Mythos dürfte noch ein wenig anhalten. Für Zivilisationsmüde gibt es dabei zwei gute Nachrichten: Den Klimawandel und den drohenden Anstieg der Meere würde Tahiti wohl überwiegend gut überstehen. Der höchste Berg Mont Orohena erhebt sich bis in 2241 Meter Höhe.  

Außerdem bewegt sich die Insel mit der Pazifischen Platte rund 12,5 cm pro Jahr in Richtung Nordwest. Es dauert also nur noch rund 52 Millionen Jahre, bis Tahiti vor der Küste von Los Angeles in greifbare Entfernung rückt.

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