Die Sieger im eVolo-Wettbewerb 2019

eVolo-Wettbewerb 2019: AIrscarper für MetropolenBesonders in stark belasteten könnte der Airscraper Luft filtern. Quelle: Klaudia Gołaszewska, Marek Grodzicki/eVolo

Beim Wettbewerb des Architekturmagazins eVolo geht es nicht darum, den größten und schönsten Wolkenkratzer zu entwerfen, sondern um spannende Visionen, interessante Entwürfe und Lösungen für aktuelle Probleme. Beim eVolo-Wettbewerb 2019 standen Themen wie Klimawandel und wachsende Metropolen im Vordergrund.

Der Hochhaus-Wettbewerb wird seit 13 Jahren veranstaltet. Jedes Jahr geht es um aktuelle Probleme. So standen vergangenes Jahr etwa Krisengebiete im Fokus. In diesem Jahr brachten 478 Architekten ihre Entwürfe ein. Die Jury, bestehend aus den Architekten und Gestaltern Melike Altinisik, Vincent Callebaut, Marc Fornes sowie Mitchell Joachim, zeichnete drei davon aus. 27 weitere Ideen ehrten die Juroren mit einer Anerkennung.

Erster Preis für vertikales Stadtviertel

Der Siegerentwurf: Ein eigenes Stadtviertel im Methanscraper, das die Probleme aus Überbevölkerung und Ressourcenmangel löst. Quelle: Marko Dragicevic/eVolo
Der Siegerentwurf: ein eigenes Stadtviertel aus Methanscrapern. Der dort anfallende Müll wird aufbereitet und in Gas umgewandelt. Quelle: Marko Dragicevic/eVolo

Der Siegerentwurf stammt von Marko Dragicevic aus Serbien. Seine Vision nennt er Methanscraper. Dabei handelt es sich um ein vertikales Stadtviertel in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Das neue Viertel am linken Ufer der Donau soll die Probleme aufgreifen und lösen, die aus Überbevölkerung und Ressourcenmangel entstehen.

Seine Wolkenkratzer bestehen aus Modulen. Am stärksten treten an den Gebäuden wohl die Tanks am Betonsockel hervor. Hier wird der zuvor getrennte Müll in Methangas umgewandelt, das die Energie für das Gebäude liefert.

Luftfilter im eVolo-Wettbewerb 2019

Besonders in stark belasteten könnte der Airscraper Luft filtern. Quelle: Klaudia Gołaszewska, Marek Grodzicki/eVolo
Der Airscraper soll die Luft in Städten verbessern. Quelle: Klaudia Gołaszewska, Marek Grodzicki/eVolo

Der zweite Platz geht an die beiden Polen Klaudia Gołaszewska und Marek Grodzicki für ihren Airscraper. Auch dieser Entwurf beschäftigt sich mit einem der dringendsten Problem unserer Zeit: der Luftverschmutzung. Der Airscraper kann mit seinen auf Straßenniveau installierten Filtern die Luft in stark belasteten Städten reinigen.

Vertikale Arche

Refugium für Tiere und integrierte Forschungsstation – der Biospäre-Skyscraper. Quelle: Zijian Wan, Xiaozhi Qi, Yueya Liu/eVolo
Refugium für Tiere und integrierte Forschungsstation – der Biospäre-Skyscraper. Quelle: Zijian Wan, Xiaozhi Qi, Yueya Liu/eVolo

Der dritte preisgekrönte Entwurf stammt von Zijian Wan, Xiaozhi Qi und Yueya Liu aus Großbritannien. Ihr Biospäre-Skyscraper könnte inmitten verbliebender naturbelassener Gebiete als Arche oder Refugium für Tiere dienen. Ganz allein würden sie dort aber nicht sein. Denn eine Forschungsstation, in der Veterinäre die Tiere untersuchen können, ist integriert.

Wer auch die mit einer Anerkennung geehrten Entwürfe anschauen möchte, findet sie auf der Website des amerikanischen Magazins. Wir sind bereits gespannt, mit welchen Visionen uns Architekten und Gestalter im nächsten Jahr überraschen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.