Monat: Juni 2019

#liftclip: Der Trickshot vom Hochhaus

Tyler Toney von Dude Perfect auf der Aussichtsplattform des Reunion Tower. Quelle: Youtube

Fahrstuhl-Prank, Fiktives, Reales und Banales – im Netz werden Aufzug und Fahrtreppe zum Star, und wir zeigen in unserer Reihe #liftclip die besten Szenen. Heute üben wir uns mit Dude Perfect im Drei-Punkte-Wurf – aus luftiger Höhe.

Sieht kompliziert aus und ist auch fast unmöglich: Das weiß jeder, der je versucht hat, einen Basketball aus 171 Metern Höhe in einen bewegten Korb zu werfen. Den Jungs von Dude Perfect gelingt das allerdings. Scheinbar mühelos platziert Tyler Toney den Ball aus der Höhe in den Korb. In den basketballverliebten USA ist das eine Fähigkeit, die einen populär machen kann.

Dude Perfect sind fünf junge Texaner, die vor einigen Jahren ihren eigenen Youtube-Kanal gegründet haben. Die Gruppe hat sich der Kunst verschrieben, sportlich Unmögliches möglich zu machen. So genannte Trickshots – künstlerisch ausgefeilte und hoch anspruchsvolle Würfe realisieren Coby, Cory, Cody, Garret und Tyler. Wie eben vom Aussichtsdeck des 500 Fuß hohen Reunion-Turms in Dallas.

Dude Perfect sind wahre Youtube-Stars

Damit sind die Texaner zu Stars in der Youtube-Szene geworden. 42 Millionen Menschen haben Dude perfect abonniert. Jeder Clip, der montags online geht, wird millionenfach geklickt. Im Juli 2019 gehen die Fünf auf Tour durch 21 US-Städte. Zum Teil sind die Stadien schon ausverkauft.

Längst ist die Gruppe zur perfekten Geldmaschine geworden. Mindestens 20 Millionen Dollar Umsatz haben sie allein 2018 mit Youtube erwirtschaftet. Damit stehen sie in der Forbes-Liste der bestverdienenden Youtuber auf Platz 3.

Aufzug in die Wohnung: Das ultimative Statussymbol

Aufzug in die Wohnung

Es gilt als ein exklusives Privileg, das bisher nur den Schönen und Reichen in Metropolen wie New York oder London vorbehalten war: mit dem Aufzug von der Garage direkt in die Penthouse-Wohnung zu fahren. Geprägt von Hollywoodfilmen wünschen sich viele diesen Luxus auch für ihr Zuhause.

In Deutschland sind Aufzüge, die nicht im Etagenflur, sondern direkt in der eigenen Wohnung enden, allerdings noch eine Ausnahme, da bürokratische Auflagen Wohnungsbesitzern Hürden in den Weg legen.

In Deutschland braucht man eine Wohnungstür

„Laut deutschem Baurecht muss zwischen der Aufzugstür und der Penthouse-Wohnung eine Wohnungstür vorhanden sein“, erklärt Manfred Diekmann, Richtlinienexperte beim Aufzugsbauer Schindler Deutschland. Dadurch kann man beim Öffnen der Fahrkorbtüren nicht direkt in die Wohnung schauen, doch das hat auch seine Vorteile. Die Wohnungstür isoliert den Schall, schützt vor Zugluft und vermeidet, dass die Wärme über den Aufzug aus der Wohnung entweicht.

Darüber hinaus fordern Versicherungen sowieso eine verschließbare Tür für jede Wohnung. „Hierbei ist wichtig, dass der Abstand zwischen den beiden Türen weniger als 150 Millimeter beträgt. Andernfalls muss ein Notrufsystem in diesem Bereich eingebaut werden“, so Diekmann. 

So bleiben ungebetene Gäste draußen

Auch für die Sicherheit der Anwohner ist gesorgt. Damit kein ungebetener Gast plötzlich in der Wohnung steht, verfügt der Bewohner bei einer Penthouse-Steuerung über einen individuellen Code. Diesen erkennt der Aufzug und fährt sofort die gewünschte Wohnung an. Besucher melden sich einfach an, bevor sie die Aufzugskabine betreten. Über die Gästesteuerung erteilt der Anwohner schließlich das Fahrtkommando an den Aufzug.

Sollte eine eingeschlossene Person im Notfall aus der Kabine befreit werden müssen oder es stehen Wartungsarbeiten oder Reparaturen an, ist ein Wohnungstürschlüssel für den Service-Techniker hinterlegt, sodass dieser problemlos helfen kann.

Mit dem richtigen Partner, der Planern und Wohnungseigentümern beratend zur Seite steht, lässt sich der exklusive Traum von der direkten Fahrt mit dem Aufzug in die Wohnung also auch in deutschen Wohnhochhäusern realisieren. Einige dieser Anlagen sind bereits im Einsatz. „Interessenten können sich jederzeit an uns wenden. Wir geben gerne Tipps“, sagt Diekmann.

#liftclip: Zum Tod von Rocky Erickson

Roke Erickson, Sänger und Gitarrist der Band 13th Floor Elevators. Quelle: Youtube

Fahrstuhl-Prank, Fiktives, Reales und Banales – im Netz werden Aufzug und Fahrtreppe zum Star, und wir zeigen in unserer Reihe #liftclip die besten Szenen. Heute kehren wir zurück zu den Wurzeln des Psychedelic Rock, zu Rocky Erickson von den 13th Floor Elevators.

Die 13th Floor Elevators waren in den 1960er-Jahren eine Band, die von sich reden machte: mit Psychedelic Rock. Unter dem Einfluss von verschiedenen Drogen gelang es den vier Mitgliedern, einige Hits zu landen. Vor allem der Song „You’re Gonna Miss Me“ kam in den Charts gut an.

Nun ist Rocky Erickson, der frühere Sänger der Band verstorben. Erickson wurde 1947 in Austin, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Texas, geboren und wuchs in einer musikalischen Familie auf. Statt zur Schule zu gehen, machte er Musik. Erst bei den Spades als Gitarrist, dann bei den 13th Floor Elevators als Sänger und Gitarrist.

Rocky Erickson steigt aus

Alkohol, LSD und andere Drogen hinterließen allerdings heftige Spuren: Erickson reihte Krankenhaus- an Sanatoriumaufenthalt. Die Band zerbrach 1969. Nach seiner Entlassung gelangen ihm noch einige musikalische Projekte. Erickson wurde 71 Jahre alt.

Zum Bandnamen 13th Floor Elevators gibt es zwei Geschichten: Die eine besagt, dass sich der Name auf das M, den 13. Buchstaben des Alphabets bezieht. M steht für Marihuana und bringt einen „high“ – wie ein Aufzug. Die andere sagt, der Name sei ein Paradoxon, weil in vielen amerikanischen Hochhäusern auf die 12 die 14 folgt  – die 13 soll Unglück bringen.