#liftclip: Fahrstuhlabsturz oder -stürzchen?

Medienbericht Fahrstuhlabsturz Chicago

Fahrstuhl-Prank, Fiktives, Reales und Banales – im Netz werden Aufzug und Fahrtreppe zum Star, und wir zeigen in unserer Reihe #liftclip die besten Szenen. Diesmal prüfen wir eine Meldung über einen angeblichen Fahrstuhlabsturz aus Chicago auf ihren Wahrheitsgehalt.

Die Meldung ging um die Welt: Horrorfahrt in Chicago – Fahrstuhl stürzt 84 Stockwerke in die Tiefe. Der Aufzug in Chicagos vierthöchstem Gebäude rauschte demnach aus der 95. Etage 84 Stockwerke ungebremst in die Tiefe.  Im elften Stock kam der Aufzug schließlich zum Stehen: Die unverletzten Insassen konnten drei Stunden später geborgen werden. Dazu musste die Feuerwehr allerdings ein Loch in die angrenzende Betonwand schlagen. Doch was ist wirklich dran an diesem spektakulären Fahrstuhlabsturz?

Dramatische Bilder suggerieren dramatische Ereignisse. Quelle: Youtube

Dramatische Bilder vermitteln den falschen Eindruck

Die dramatischen Bilder von der Rettung aus der Kabine gingen um die ganze Welt. Sie vermittelten den Eindruck einer beinahe Katastrophe. Doch nun aber stellt sich heraus: An der ganzen Horrorfahrt ist nicht viel dran gewesen. Der örtliche Fernsehsender ABC7 hat die Ergebnisse einer städtischen Kommission zu dem Vorfall präsentiert. Und die sind bei weitem nicht so spektakulär.

So ist zwar eines von insgesamt sieben Tragseilen gerissen. Doch der Aufzug habe sich aus der 20. Etage in die 11. Etage lediglich schrittweise abgesenkt, heißt es in dem Bericht. Die Passagiere mussten anschließend durch ein Loch in der Wand klettern, da der Expresslift nicht in jeder Etage einen Ausgang hat. Nach Angaben der Behörden, die den Vorfall untersucht hatten, hat nie die Gefahr eines Absturzes bestanden. Warum der Fahrstuhl ohnehin zu den sichersten Verkehrsmitteln der Welt zählt und was im unwahrscheinlichen Fall eines Absturzes geschieht, erklärt unser Liftboy hier.

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