Studio Fuksas sorgt für neues Leben in Monaco

Gelungene Landgewinnung: So will Studio Fuksas das Gelände am Hafen überbauen. © Studio FuksasGelungene Landgewinnung: So will Studio Fuksas das Gelände am Hafen überbauen. © Studio Fuksas

Das kleine Fürstentum Monaco ist ein Tummelplatz von Reichen, Spielernaturen und Finanzrittern. Doch das Ländchen am Mittelmeer ist längst zur Ruhe gekommen. Nun will Monaco das Viertel um den Hafen Fontvieille wiederbeleben. Studio Fuksas legt einen interessanten Entwurf dafür vor.

Monaco ist seit den Zeiten der Fürstin Gracia Patricia – vormals Grace Kelly – ein fester Bestandteil der Welt der Reichen. Aber das Fürstentum ist kein Staat, der durch Neuerungen auf sich aufmerksam macht. Monacos Reichtum baut auf den Einnahmen aus dem Casino auf. 1911 erhielt das Land erstmals eine Verfassung. Seit 1962 dürfen Frauen wählen. 

Landgewinnung, um Platz zu schaffen

Vier Jahre später startete Monaco das Projekt Landgewinnung: Südlich des Fürstenpalastes wurde das Meer aufgeschüttet. 1981 legte der heutige Fürst Albert II den Grundstein für den Hafen Fontvieille. Hier liegen die kleineren Jachten der Monegassen, es geht etwas beschaulicher zu. 

Vielleicht zu beschaulich für die Stadt. Denn die hat kürzlich einen Wettbewerb ausgerufen, um den Hafen zu beleben und attraktiver zu gestalten. Den Wettbewerb haben die Architekten von Studio Fuksas mit einem ungewöhnlichen Entwurf gewonnen. Das Büro wurde vor 40 Jahren von Massimiliano und Doriana Fuksas gegründet. Heute verfügt das Büro über Standorte in Rom, Paris, Shenzhen, Dubai und New York.

Radikaler Einschnitt durch die Küste: Die Hauptstraße trennt den Hafen vom Land. © Studio Fuksas
Radikaler Einschnitt: Die Hauptstraße trennt den Hafen vom Land. © Studio Fuksas

Felsige Küste mit dichter Bebauung

In Monaco muss der Fuksas-Entwurf schwierige geografische Bedingungen berücksichtigen. Der Hafen ist eng, das zu überbauende Terrain steil, felsig und bebaut. Deshalb schlagen die Architekten ein geschwungenes Terrassengebäude vor, das auf fünf Ebenen Gewerbeflächen, Kulturräume und Grünanlagen vereint.

Die Terrassen nehmen die Bewegungen der Wellen und des Meeres auf und sollen zugleich den Übergang zur steilen Küste milder gestalten. Der Entwurf sieht außerdem vor, die Uferstraße zum Meer hin zu überbauen und durch eine Glasfront zu schließen. Auch verliert die Straße an Dominanz in dem Viertel. Die Verbindung in die höher gelegenen Stadtteile und über den Hafen zum Fürstenpalast übernimmt eine Seilbahn. Damit liegt Monaco bei den Trends der Zukunft wieder ganz weit vorne.

Neuer Schwung in der Landschaft: Die Skizze über dem Hafen. © Studio Fuksas
Neuer Schwung in der Landschaft: Die Skizze über dem Hafen. © Studio Fuksas

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