gmp in Shenzhen – Hengli International Building

gmp in Shenzen Hengli International BuildingHengli International Building – der Entwurf von der Parkseite aus. Quelle: gmp Architekten

Vom „Wunder vom Perlflussdelta“ spricht die ehrwürdige Wochenzeitschrift Die Zeit , wenn es um die chinesische Metropole Shenzhen geht. Ein Wunder ist nicht, was Gerkan, Marg und Partner (gmp) hier plant, aber ein beeindruckendes Projekt: das „Hengli International Building“.

Der Aufstieg von Shenzhen hat tatsächlich etwas Wunderbares: Die Stadt im Norden von Hongkong war zu Beginn der 1970er Jahre noch eine kleine Hafenstadt. An der Grenze zur damals britischen Kronkolonie Hongkong schuf die chinesische Regierung 1980 eine Sonderwirtschaftszone, die es heute mit vielen westlichen Großstädten aufnehmen kann.

Eingang zum Hengli International Building. Quelle: gmp Architekten
Eingang zum Hengli International Building. Quelle: gmp Architekten

Konkurrenz zu La Défense

Huawei, Chinas führender Technologiekonzern und einer der größten Smartphonehersteller und Netzwerkausstatter, hat seinen Sitz in Shenzhen. Auch Foxconn, ZTE, Midea, TCL, Byd, Xiaomi oder Tencent fertigen hier. Millionen Wanderarbeiter aus dem ganzen Land strömten in den vergangenen Jahren nach Shenzhen. Das hat dazu geführt, dass in der Metropole rund zwölf Millionen Menschen leben.

Hinzu kommt ein Bauboom ohne gleichen, dennoch ist Büroraum knapp. Westlich vom Stadtzentrum wird derzeit daher ein neues Geschäftsviertel entwickelt. Die „Super Bay City“ sieht ein hochverdichtetes, urbanes Quartier mit Hochhäusern vor, die bis zu 600 Meter in den Himmel ragen. Auf rund 35 Hektar Land sollen die neuen Zentralen der wichtigsten chinesischen Unternehmen entstehen. Den Stadtplanern schwebt dabei ein Geschäftsviertel vor, das es mit dem Quartier La Défense in Paris oder Canary Warf in London aufnehmen kann. Dementsprechend legten die größten Architekturbüros teils spektakuläre Entwürfe für neue Wolkenkratzer vor.

Hengli International Building, Shenzhen. Quelle: gmp Architekten
Hengli International Building, Shenzhen. Quelle: gmp Architekten

gmp in Shenzhen mit begrüntem Turm

Einer der neuen Wolkenkratzer wird das „Hengli International Building“ sein, benannt nach dem gleichnamigen Industriekonzern Hengli. Diesen Gebäudekomplex haben die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) entworfen. Er besteht aus drei einzelnen Baukörpern, die an der Basis verbunden sind. Offensichtlicher Blickfang ist ein Büroturm, der 250 Meter in die Höhe ragt. 45 Stockwerke soll der Turm umfassen, alle acht Etagen sind dreigeschossige „Sky Gardens“ vorgesehen. Diese grünen Bereiche stehen auch externen Besuchern offen und beherbergen Cafés, Buchläden, ein Fitness-Studio und ein Observationsdeck an der Turmspitze.

Den Büroturm flankiert ein 80 Meter hoher „Kulturturm“. Auch hier sieht der gmp-Entwurf öffentlich zugängliche Flächen mit einem Park und einem Skulpturengarten vor. Zwischen dem Bürohochhaus und dem Kulturturm befindet sich ein sechsgeschossiges Konferenzzentrum.

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