#liftclip: Buster Keatons vollelektrisches Haus

Buster Keatons legendärer Kampf mit der Rolltreppe. Quelle: YoutubeBuster Keatons legendärer Kampf mit der Rolltreppe. Quelle: Youtube

Fahrstuhl-Prank, Fiktives, Reales und Banales – im Netz werden Aufzug und Fahrtreppe zum Star, und wir zeigen in unserer Reihe #liftclip die besten Szenen. In dieser Woche beschäftigen wir uns mit dem neuesten Stand der Technik – im vollelektrischen Haus von Buster Keaton!

Technikgläubigkeit ist keine Errungenschaft des 21. Jahrhunderts. Wer sich heute modernste Hightech ins Haus holt, will auch Pionier sein, Trendsetter neuer Technologien.

Buster Keaton aber hat schon vor 100 Jahren geahnt, wohin das führt. Sein Werk „Das vollelektrische Haus“ aus dem Jahr 1922 ist auch heute noch aktuell. Keine 23 Minuten braucht der Film, um uns die Komplexität der Moderne vor Augen zu führen. Sicher, jede Menge Annehmlichkeit steckt in der Technik von morgen. Aber zugleich ist sie und macht sie uns äußerst verwundbar.

Vom Gadget zur Waffe

Hatte sich Buster Keaton in „The Goat“ noch den Aufzug vorgeknöpft, nimmt er sich dieses Mal die Fahrtreppe vor – und bietet dem Betrachter viel Vergnügen. Das gelang übrigens auch dem zweiten Stummfilmriesen Charlie Chaplin auf der Fahrtreppe. Bei Buster Keaton ist sie anfangs nur ein bequemes (und höchst überflüssiges) Fortbewegungsmittel. Im Lauf des Films wird sie aber immer mehr zur unkontrollierbaren Waffe im Kampf der beiden Konkurrenten.

Die Handlung der Komödie ist schnell erzählt: Buster Keaton wird nach einem Botanik-Studium durch eine Verwechslung zum zertifizierten Elektroingenieur. Als solcher erhält er den Auftrag, das Haus eines Millionärs mit elektrischen Geräten auszustatten. Doch der echte Elektroingenieur, der den Auftrag ursprünglich durchführen sollte, plant Rache …

Noch höher ist die Auflösung des Films in der Arte-Mediathek.

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