DAM Preis 2019 geht an gmp für den Kulturpalast Dresden

Der Kulturpalast in Dresden. Quelle: Christian Gahl / gmp ArchitektenDer Kulturpalast in Dresden. Quelle: Christian Gahl / gmp Architekten

Die Nominierung und Benennung des Preises des Deutschen Architekturmuseums (DAM) ist in der Architekturwelt immer ein kleiner Aufreger. Schließlich geht es bei dem Preis darum, herausragende Bauten in Deutschland auszuzeichnen. 2019 ging die Auszeichnung an gmp – Architekten von Gerkan, Marg und Partner für den Umbau und die Modernisierung des Kulturpalasts Dresden. Wir stellen an dieser Stelle die Finalisten vor.

Umbau des „Kulti“

Der Kulturpalast ist ein wichtiger Bau der Dresdner Nachkriegsmoderne. 1967 bis 1969 gebaut, wurde er zu einem Ort der Unterhaltung, aber auch der politischen Demonstration. Von den Dresdnern liebevoll „Kulti“ genannt, stand der Bau stellvertretend für das architektonische Erbe der DDR. Im Jahr 2008 lobte die Stadt Dresden einen Wettbewerb für die Sanierung aus. Deren Hauptziel war es, in der früheren multifunktionellen Kongresshalle einen neuen Konzertsaal für die Dresdner Philharmonie unterzubringen. Daneben sollten eine neue Zentralbibliothek und ein Theatersaal mit 250 Plätzen integriert werden. Und dabei war die denkmalgeschützte Glashülle zu erhalten. Keine leichte Aufgabe, der sich gmp da stellte. Dennoch meisterten die Beteiligten sie: exzellente Leistungen auf vielen Ebenen, lobte die Jury des DAM.

Ateliers, Wohnungen und Gewerbeflächen in Berlin

Das integrative Wohnprojekt in Berlin. Quelle: Andrew Alberts
Das integrative Wohnprojekt in Berlin. Quelle: Andrew Alberts

Zu den weiteren Finalisten des DAM Preises 2019 zählt ein Integratives Bauprojekt am ehemaligen Blumengroßmarkt in Berlin. Auf diesem Areal entstand unter Federführung von  ARGE ifau / Heide & von Beckerath ein Projekt, das Wohnungen, Ateliers und Gewerbeflächen über ausgefallene Erschließungsachsen zusammenführt.

Neuer Bürgertreffpunkt

Stadtbibliothek in Rottenburg. Quelle: Roland Halbe
Stadtbibliothek in Rottenburg. Quelle: Roland Halbe

Auch die neue Stadtbibliothek in Rottenburg gehört zu den Finalisten. Sie befindet sich zwischen mittelalterlicher Altstadt und bischöflichem Palais  und soll als Bürgertreffpunkt dienen. Der beim DAM Preis 2019 eingereichte Entwurf stammt von harris + kurrle.

Strukturalismus im Bonner Umland

Das AIZ am Bonner Kottenforst. Quelle: Thilo Ross
Das AIZ am Bonner Kottenforst. Quelle: Thilo Ross

Ebenfalls unter die letzten vier Projekte kam das AIZ Ausbildungs- und Seminargebäude in Bonn. Hier überzeugte die Jury vor allem der strukturalistische, clusterartige Entwurf von Waechter + Waechter.

Ausstellung zum DAM Preis 2019

Die Ausstellung ist bis zum 22. April 2019 im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main zu sehen. Quelle: DAM/Moritz Bernoully
Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt am Main stellt die 25 Bauprojekte der Shortlist vor. Quelle: DAM/Moritz Bernoully

Der DAM Preis für Architektur in Deutschland wird seit 2007 jährlich vergeben, künftig mit JUNG als Kooperationspartner. Für den Preis nominiert das Museum 100 bemerkenswerte Gebäude oder Ensembles. Ein Viertel davon kommt auf eine Shortlist, aus der wiederum die Finalisten ausgewählt werden. Die Projekte von der diesjährigen Shortlist sind bis zum 22. April 2019 im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main zu sehen.

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