Smart City Moskau: Architektur der Vernetzung

Smart City in Russland: Rubljowo-Archangelskoje im Westen Moskaus. Quelle: Flying Architecture/Zaha Hadid Architects

Smart Cities sind das Stichwort in der Stadtentwicklung der Zukunft. So werden Städte und Stadtteile genannt, die effizienter, technisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver sind – und zwar durch Vernetzung. Nun will Russland in Moskau eine neue Smart City bauen.

Natürlich gibt es schon viele Smart Cities in aller Welt. Graz zum Beispiel. Und auch Berlin verfolgt ein Smart City-Konzept. Sogar Wendlingen bei Stuttgart bezeichnet sich mittlerweile als Smart City. In Russland zählen Moskau und Sankt Petersburg dazu.

Städte der Zukunft

Das Konzept einer Smart City entwickelt sich laufend weiter. Das macht es Unternehmen wie Schindler möglich, sich erfolgreich und mit innovativen Produkten auf diesen Märkten der Zukunft zu positionieren. Die russische neue Smart City Rubljowo-Archangelskoje liegt im Westen Moskaus. Die Konzeption übernimmt das Büro von Zaha Hadid Architects in Zusammenarbeit mit dem russischen Architekturbüro TPO Pride Architects.

Nachtansicht: 460 Hektar Land werden in Rubljowo-Archangelskoje neu erschlossen. Quelle: Flying Architecture/Zaha Hadid Architects

Nachtansicht: 460 Hektar Land werden in Rubljowo-Archangelskoje neu erschlossen. Quelle: Flying Architecture/Zaha Hadid Architects

Schlaufen der Interaktion

Smart City steht für Vernetzung und Kommunikation. Zaha Hadid Architects plant dafür schlaufenförmige Gebäude, aus denen sich ein futuristisch anmutender Doppelturm erhebt. Brücken und Passagen sollen die Interaktion der Bewohner untereinander fördern. „Wir haben ein Menschen orientiertes Design für eine intelligente, vernetzte Stadt entwickelt, das die Bewohner nicht nur durch innovative Technologien, sondern auch durch die Organisation des öffentlichen Raums zusammenbringt“, sagt Projekteiter Christos Passas.

Brücken und Übergänge für Kommunikation und Interaktion. Quelle: Flying Architecture/Zaha Hadid Architects

Brücken und Übergänge für Kommunikation und Interaktion. Quelle: Flying Architecture/Zaha Hadid Architects

Infrastruktur und Büroflächen

Insgesamt 460 Hektar Fläche umfasst das Areal, das die Stadt entwickeln möchte. Dort sollen nach Abschluss der Arbeiten rund 66.500 Menschen wohnen und leben können. Dafür sind 800.000 Quadratmeter Bürofläche geplant. Schulen, Krankenhäuser, Einkaufsviertel, kulturelle Einrichtungen und eine entsprechende Verkehrsinfrastruktur gehören auch dazu. Allein 19 Kilometer neu gebaute U-Bahnstrecke sollen das Viertel an die Innenstadt anbinden. Um auch im weltweiten Vergleich beim Thema Nachhaltigkeit vorne mit dabei zu sein, planen die Architekten eine Infrastruktur, die alternativen Energien nutzt und Elektromobilität unterstützt.

Rasantes Wachstum

Mit dem Vorhaben soll das rasante Wachstum der russischen Hauptstadt aufgefangen werden. Moskau zählt heute mindestens 12 Millionen Einwohner. Davon sind drei Millionen allein in den vergangenen 20 Jahren zugezogen. Hinzu kommt ein umfangreiches Modernisierungsprogramm in Moskau: 1000 marode Wohnhäuser aus den 1950er- und 1960er-Jahren sollen abgerissen und ersetzt werden. Da kommt der neue Stadtteil gerade recht. Umso besser, wenn er dann noch smart, vernetzt und nachhaltig ist.

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