São Paulo: Ein neuer Fixpunkt im Häusermeer

Brasilien hat die Wirtschafskrise überwunden und ist voller Zuversicht. Architekten und Stadtplaner entwickeln neue Wohnkonzepte. Die Gentrifizierung verändert klassische Stadtviertel und macht sie für eine aufstrebende Mittelschicht attraktiv. In São Paolo prägt ein neues Hochhaus das ganze Stadtviertel Itaim Bibi. Der Forma Itaim wird zum eindrucksvollen Beispiel für eine neue, individualisierte Architektur.

São Paulo ist die boomende Wirtschaftsmetropole im Vielvölkerstaat Brasilien. Mehr als zwölf Millionen Paulistos leben und arbeiten hier. Schon früh prägten Baulust und neue Wohnformen die Stadt: Hier entstand 1929 der erste Wolkenkratzer Brasiliens. Zuletzt stand die Metropole im Fokus des Schindler Global Awards 2017. Heute verfügt São Paolo offiziell über 6.578 Hochhäuser – und steht damit an zwölfter Stelle im Skyline-Ranking der Metropolen dieser Erde. Klar, dass die Architekten des Forma Itaim vor allem eines wollten: auffallen und den Turm aus einem Meer von Wolkenkratzer hervorstechen lassen. Dabei setzten sie ganz auf eine hochwertige Gestaltung.

Luxuriöse Appartements für eine aufstrebende Mittelschicht

Mit dem Pool auf dem Dach punktet das Forma Itaim bei der aufstrebenden Mittelschicht. Foto: Nelson Kon

Zwar ist der Forma Itaim kein Riese. Doch mit seinen 25 Geschossen ragt er aus den niedrigeren Häusern des klassischen Wohnviertels heraus. Mit ihrer luxuriösen Ausstattung und einer Fläche zwischen 30 und 90 Quadratmeter sind die 123 Appartements vor allem für Geschäftsleute und Mitarbeiter ausländischer Firmen gedacht, die zentral und sicher wohnen wollen.

Hinter dem Forma Itaim steckt ein neunköpfiges Architektenteam von b720 Fermín Vázquez Arquitectos. Das Büro ist 1997 von Fermín Vázquez Huarte-Mendicoa und Ana Bassat gegründet worden. Heute gibt es Niederlassungen in Barcelona, Madrid, São Paulo und Porto Alegre. Vor allem in der katalanischen Metropole haben die Architekten beeindruckende Projekt realisiert: Das französische Gymnasium beispielsweise oder das Justizzentrum, die so genannte „City of Justice” – zusammen mit David Chipperfield Architects.

Das beste französische Restaurant der Stadt

Bunte Kacheln unterbrechen die nahezu monochrom weiße Skyline der Nachbarschaft. Foto: Nelson Kon

Der Turm in São Paolo sticht nicht nur durch seine Größe in der Umgebung, sondern auch durch seine Gestaltung optisch heraus. Zwei Panoramaaufzüge an der West- und Ostseite sorgen optisch für eine hohe Wertigkeit und bieten einen unbezahlbaren Blick über das Viertel.

Im Sockel befinden sich Parkplätze und Freizeiteinrichtungen, eine holzgedeckte Dachterrasse sowie Indoor- und Außenpool. Außerdem beherbergt der Forma Itaim das Le Bou Bistrô, eines der besten französischen Restaurants von São Paulo.

Sehen, ohne gesehen zu werden: Nach diesem Motto bietet jede Wohnung tiefe, gut beschattete Loggien, die durch auffällig bunte Keramikfliesen voneinander abgeschirmt werden. In der Millionenstadt São Paolo gewähren sie den Bewohnern trotz der optischen Auffälligkeit viel Privatsphäre.

Video zum Projekt:

 

 

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