La Folie Divine: Wohnturm in Montpellier

Folie Divine: Wohnturm in Montpellier

Wohnen und Leben auf ehemaligen Industriebrachen ist schon seit einigen Jahren in Mode gekommen. Mal werden alte Anlagen in Wohnungen umgewandelt, mal wird neu gebaut. Ein neuer Wohnturm in Montpellier fällt in die zweite Kategorie.

In einem Außenbezirk der südfranzösischen Stadt, im Entwicklungsgebiet Îlot M2, ist das Gebäude entstanden. “La Folie Divine – die göttliche Verrücktheit” heißt das Hochhausprojekt. Die Pläne dazu stammen vom Londoner Büro Farshid Moussavi Architecture.

Luxus ist das, was uns zusammenhält

Luxus Privatsphäre: Vor die Balkons lassen sich Vorhänge ziehen.

Der Name spielt auf die historische französische und englische Gartenbaukunst an, in der diese verrückten Elemente zur Auflockerung eingesetzt wurden. Das konnten sich nur Adelige leisten. Auch wenn die 36 Appartements des Wohnturms in Montpellier auf neun Etagen nicht für die Nachfahren von Grafen, Herzögen und Königen gedacht sind, zählen sie doch zum Luxussegment.

Das gilt vor allem für die oberen Stockwerke, die einen Blick aufs Mittelmeer erlauben. Zum modernen Luxus gehört es auch, bei der Wahl der Grundrisse recht flexibel zu sein und möglichst viel Privatsphäre zu genießen.

Markante Fassade

Der Wohnturm in Montpellier sticht äußerlich vor allem durch seine wellenförmige Fassade hervor. Dazu gehören die Aluminiumelemente ebenso wie die Decken- und Bodenplatten. Die Architekten haben die Wellen versetzt angeordnet. Das verhindert ungewollte Einblicke auf die Balkons. Auf diese sind die Baumeister besonders stolz. Zwei Balkontypen bieten sie an: Mit Verschattung durch einen darüber liegenden Balkon und, für Sonnenanbeter, ohne.

Doch auch bei der Gestaltung der Stockwerke haben sie die Außenflächen im Blick gehabt. Vier verschiedene Varianten gibt es, die alternierend eingesetzt wurden. Balkons der Nachbarn über der Wohnung sind so mindestens zwei Etagen auseinander. Das erlaubt es einem Bewohner, einen Jacuzzi auf dem Balkon einzubauen, ohne fürchten zu müssen, dass die Nachbarn Einblick haben. Leben wie Gott in Montpellier, könnte man sagen.

Fassade des Wohnturms in Montpellier

Die Fassade sticht aus dem Wohnturm in Montpellier hervor.                                       Fotos (3): Paul Phung

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