Das Auf und Ab der Woche vom 19. Januar

Was hoch steigt, kann tief fallen. Mal geht es ganz runter, mal steil hinauf. Und wer mit der BILD-Zeitung im Aufzug nach oben fährt… Nun, das wisst Ihr selbst. Wir halten Euch auf dem Laufenden, wer in dieser Woche auf- und abgestiegen ist. Heute feiern wir 125 Jahre Rolltreppe und lassen Florian Silbereisen im Aufzug sitzen.

Aufsteiger: Stoppt die Rolltreppen! 125 Jahre Bequemlichkeit (NZZ)

Diese Woche wurde die Rolltreppe gefeiert, aller Orten, hier, hier, hier, hier oder hier. 125 Jahre hat das Wesen mit den “göttlichen Eigenschaften” schon auf den Stufen und das unendliche Band ist weit davon entfernt, bereits das Endliche zu segnen. Und so wird es gelobhudelt, auch wenn es immer noch Unstimmigkeiten gibt, was die Geburtsstunde betrifft. War es nun 1893 in der Cortlandt-Station oder zwei Jahre später auf Coney Island? Zur Klärung bemühe der Suchende bitte das maßgebliche Werk “Die Rolltreppe” von Andrea Mihm auf Seite 97. Der Senkrechtstarter bleibt in dieser Frage gewohnt salomonisch und sagt: “Cortlandt-Station oder Coney Island? Hauptsache New York.” Leider sieht es die Neue Zürcher Zeitung nicht so entspannt. Mag sein, dass es der neuen redaktionellen Linie geschuldet ist, aber wieso man ausgerechnet zum Geburtstag das Geburtskind stänkern muss, erschließt sich uns nicht. Den halbseidenen Vorwurf, dass die Rolltreppe zur Bequemlichkeit verführe, können wir getrost an Personenkraftwagen, Onlineshops und Fertigprodukte weiterreichen. Und dass die Fahrtreppe uns zur Regungslosigkeit verdammt und jeden Eigenantrieb unterdrückt, stimmt auch nicht: Das schafft nur der Fahrstuhl!
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Und hier gratuliert unser Fahrtreppen-Papst auch noch zum 125. Geburtstag:

Absteiger: Florians fröhlicher Fahrstuhl-Dreier (News.de)

Gute Zeilen brauchen Alliterationen, keine Frage. Aber “Florians fröhlicher Fahrstuhl-Dreier” ist trotz Alliteration keine gute Zeile, vor allem weil es vier (sic!) Personen sind, die da im Aufzug stecken geblieben sind. Aber von einer solchen Nebensächlichkeit lässt sich doch die Redaktion von News.de keine schlüpfrige Überschrift versauen. Davon abgesehen war an der Geschichte auch nichts erwähnenswert, außer dass es Florian Silbereisen war, der da mit seinen Kollegen von Klubbb3 und einer RTL-Redakteurin im Fahrstuhl festsaß. Zum Glück wurden Bild- und Tondokumente angefertigt, um dieses Spektakel für die Nachwelt zu erhalten. Da wir uns Florian-Silbereisen-Scherzen im Senkrechtstarter grundsätzlich enthalten, ist dieses Thema hiermit für uns auch abgeschlossen.
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