Senkrechtstarter in Serien: Der Aufzug in The Good Wife

Küssen verboten: Alicia und Will im Aufzug in The Good WifeKüssen verboten: Alicia und Will im Aufzug in The Good Wife

Hoch und runter, immer wieder: Aufzüge transportieren Menschen quasi in Serie. Da wundert es kaum, dass der Aufzug auch in TV-Serien oftmals eine große Rolle spielt. Wir schauen hinter die Kulissen und zeigen, warum Fahrstühle die heimlichen Senkrechtstarter in Serien sind. Der Aufzug in The Good Wife ist ein wichtiger Ort der Begegnung, ohne ihn wären viele Szenen in der Anwaltsserie gar nicht denkbar.

Anders als bei The Big Bang Theory funktioniert der Aufzug in The Good Wife. Ohne ihn würden die Anwälte und ihre Klienten gar nicht in die Kanzlei kommen. Diese liegt in einem Hochhaus in Chicago, und da ist es wichtig, möglichst weit oben seine Büros zu haben. Denn die erfolgreichsten Anwälte stehen nicht nur sozial oben, sondern blicken auch von oben auf die Metropole. Alicia Florrick erkämpft sich diesen Status im Laufe der Serie. Als ihr Mann Peter, ebenfalls Jurist und Politiker, ins Gefängnis geht, steht sie zu ihm (nicht die einzige Analogie zu den Clintons in der Serie). Sie muss aber plötzlich Geld verdienen. Nur mithilfe ihres Studienfreundes Will Gardner schafft sie es überhaupt, ihre Karriere zu beginnen.

Begegnung im Fahrstuhl

Während Alicias Leben und das ihrer Familie die überspannende Handlung der Serie darstellen, geht es in den einzelnen Folgen in der Regel um konkrete Fälle. Hierbei kann es sich um Strafrecht, Zivilrecht oder Fälle aus anderen Rechtsgebieten handeln. Es gilt, viele Konflikte zu lösen, sei es mit Klienten, gegnerischen Anwälten (etwa gespielt von Michael J. Fox) oder Kollegen, denn die Kanzlei ist ein Ort der Intrigen. Hinzu kommen immer wieder politische Verwicklungen, was die Serie von anderen Anwaltsserien abhebt.

Dass viele Szenen vor oder in Fahrstühlen spielen, mag, ähnlich wie bei Mad Men, eine Sache des Budgets sein. Die Serienmacher setzen den Aufzug aber auch gern beim Schnitt ein und für ikonografische Szenen. Die wohl längste Fahrstuhlszene der Serie ist in der letzten Folge der zweiten Staffel zu sehen. Alicia und Will kommen sich näher, und die Aufzugkabine bietet ihnen einen intimen Raum. Unbeobachtet fühlen sie sich hier, doch sobald die Leidenschaft übernimmt, stört es auch nicht mehr, dass der Lift auf jeder Etage hält und sich die Aufzugtüren öffnen und wieder schließen.

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Doch der Aufzug in The Good Wife dient nicht nur als Ort für Gespräche und zum Anbandeln. In der vierten Staffel werden im Fahrstuhl plötzlich handfeste Argumente ausgetauscht. Auch dies ein überraschender Moment in einer Serie, die die Qualität über sieben Staffeln mit jeweils mehr als 20 Folgen hoch halten konnte.

Aufzug in The Good Wife: Kalinda Sharmas Kampf

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