Monat: August 2017

Aufzüge in aller Welt: Sunsphere in Knoxville

Rückblick: So sah Sunsphere in Knoxville zur Weltausstellung 1982 aus.

Die Nachnutzung hat bei Weltausstellungen unterschiedlich gut funktioniert. Während Paris der Weltausstellung von 1889 den Eiffelturm verdankt, ist auf vielen anderen Flächen nicht viel vom Ruhm geblieben. Für die Expo 2000 in Hannover dauerte es mehr als zehn Jahre, ehe sich das Gelände zum attraktiven Gewerbegebiet wandelte. Knoxville im amerikanischen Bundesstaat Tennessee bekam mit dem Sunsphere zwar einen attraktiven Turm, doch zu einem Touristenmagnet wie dem Eiffelturm reichte es nach der Weltausstellung 1982 nicht. Dank eines Aufzugs bekommt man aber heute noch einen guten Ausblick auf das Expo-Gelände.

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Hüpfen bis der Arzt kommt

Wie heißt es doch? Es gibt keine dummen Fragen. Rund um den Aufzug liefert das Internet jedoch jede Menge Rätsel, die sich nur mit ausreichend Erfahrung und Menschenkenntnis beantworten lassen. Unser Liftboy kennt die Abgründe der menschlichen Seele und klärt an dieser Stelle Fragen, an denen andere Ratgeber verzweifeln… In dieser Folge: Mit Muskelkraft gegen die Erdanziehung.

Liftboy: Guten Tag, der Herr. Welche Etage darf’s denn sein?

KeyJay: Tach! Innen Sechsten, bitte.

Liftboy: Sechste Etage? Es geht sofort los.

KeyJay: (sieht sich ängstlich in der schon etwas antiquierten Kabine um) Aber nicht, dass der abstürzt.

Liftboy: Der Aufzug? Keine Sorge. Aufzüge gelten als die sichersten Verkehrsmittel der Welt. Und dieses wunderschöne Exemplar aus der Gründerzeit hat erst kürzlich einen nigelnagelneue Bremse bekommen. (aufmunternd) Keine Angst, der kann gar nicht abstürzen, selbst wenn er wollte.

KeyJay: Aber was wenn doch? Kann man sich in einem abstürzenden Fahrstuhl durch Springen vor dem Aufprall retten?

Liftboy: Definitiv: Nein.

KeyJay: Aber wieso nicht? Ich meine, man weiß nicht genau, wann man aufprallt. Aber theoretisch halt.

Liftboy: Nichts für ungut. Aber diese Frage taucht immer wieder auf. Dabei ist es ganz einfache Physik: Körper fallen auf der Erde mit einer Beschleunigung von 9,81 m/s. Dafür sorgt die Gravitationskraft. Und die wirkt eben nicht nur auf die Fahrstuhlkabine, sondern auch auf die Personen darin. Aus 30 Meter Höhe, also etwa dem sechsten Stock, treffen sie mit einer Geschwindigkeit von rund 86 Kilometern pro Stunde auf den Boden auf. Ein Mann von ihrer Statur… etwa 75 Kilogramm?

KeyJay: (verwirrt) …äh, ja?

Liftboy: …würde mit etwa 22070 Joule aufprallen. Der amerikanische Basketballer Michael Air Jordan, einer der besten seines Fachs, soll in seiner stärksten Phase 1,22 Meter hoch gesprungen sein – und wog dabei 92 Kilogramm. Die Hubarbeit, die seine Schenkel dabei verrichtet haben, liegt also bei etwa 1100 Joule. Fehlen noch 20970 Joule, um den Aufprall abzufedern. Statt mit 86 Kilometer pro Stunde schlägt er mit 85 auf – und ist genauso tot.

KeyJay: Sind wir jetzt da?

Liftboy: Ja.

KeyJay: In 30 Metern Höhe?

Liftboy: Ja, aber wie gesagt: keine Angst! Heutzutage stürzen Fahrstühle nicht mehr ab. Aber bei Treppen, bei Treppen da wäre ich vorsichtig. Die haben nämlich noch keine Fangvorrichtung.

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