Drei vor zehn vom 21. Juli: Neues aus der vertikalen Welt

Diese Woche nehmen wir die Treppe, die mitgeht, halten uns an 99,99 Prozent keimfreien Fahrtreppen fest und passen auf, dass wir im Aufzug nicht den falschen Knopf drücken. Sonst noch was gewesen? Nicht, dass wir wüssten. Sind ja auch alle in den Ferien. Aber keine Angst, wir lassen Sie nicht allein, sondern halten Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Wired: Pfeif auf den Fahrstuhl: Diese Treppe funktioniert besser!

Stufen, die mitgehen. Screenshot: YouTube

Gut gebrüllt Löwe, mag man bei der Schlagzeile denken – faszinierend ist die Idee allemal. Wired berichtet über ein Treppensystem, das Menschen das Treppensteigen erleichtert – indem es mitgeht (assistive stairs). Entwickelt wurde es von amerikanischen Forschern, die auch älteren und gehbehinderten Menschen ermöglichen wollen, die Treppe zu benutzen, und langfristig gar Treppenlift und Aufzug überflüssig machen. Das Ganze funktioniert so: Beim Herabsteigen senken sich die Stufen mit ab, so dass der Energieverlust um ein Viertel reduziert wird. Steigt man nun die Treppe hinauf, wird diese „gespeicherte“ Energie dazu verwendet, den Steigvorgang zu erleichtern, indem die Stufe ein Stück nach oben „mitgeht“. Die Stufen enthalten Sensoren, die den Druck messen, mit dem man auf die Stufe tritt, und sie dann entsprechend absenkt. Ein kleines Problem hat die Technik allerdings noch: Es muss immer zuerst jemand nach unten gehen, damit die Stufen auch den Aufstieg unterstützen können.
Den kompletten Artikel gibt es bei Wired.de.

Futurezone.de: Rolltreppen sollen durch ein neues Gerät hygienischer werden

Griffe, Türen, Geländer und Handläufe – wer da wohl schon angefasst hat? Viele mögen sich gar nicht ausmalen, was dort so alles an Keimen und Bakterien lauert. Dabei ist der Lappen an der heimischen Küchenspüle oft verkeimter als die Türklinke im öffentlichen WC. Aber hier geht es ja nicht um Fakten, sondern um das Gefühl. Und das rät uns auch auf Fahrtreppen dazu, lieber nicht den Handlauf zu berühren. Abhilfe schafft nun eine Erfindung von LG und Clearwin. Mit einem Handleisten-Sterilisator per UV-Bestrahlung wollen die Unternehmen 99,99% keimfreie Rolltreppen schaffen. Der Senkrechtstarter sagt: Wenn da nicht mal eine neue Ära der vertikalen Mobilität aufkeimt.
Den kompletten Artikel gibt es auf Futurezone.de.

Berliner Morgenpost: So will die BVG ihre Fahrstühle verbessern

​BrokenLifts.org ‒ Aufzugstörungen in Berlin. Foto: Andi Weiland | SOZIALHELDEN e.V.

Bis 2020 wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) barrierefrei sein. Ein ambitioniertes Ziel. Bereits jetzt sind die 113 BVG-Bahnhöfe mit mehr als 153 Fahrstühle oder Rampen ausgestattet. Das Problem ist, dass die Aufzüge nicht immer funktionieren. Und obwohl inzwischen die Hälfte aller Störungen innerhalb von zwei Stunden und sogar 80 Prozent innerhalb von fünf Tagen behoben werden, kommt es immer wieder vor, dass ein Rollstuhlfahrer und ein Fahrgast mit Kinderwagen vor einer defekten Anlage steht. Um das zu vermeiden, wird nicht nur an den Wartungsintervallen geschraubt und an smarten Lösungen à la Schindler Ahead gearbeitet – noch in diesem Jahr soll die Website brokenlifts.org (über die der Senkrechtstarter schon mehrfach berichtet hat) in die Fahrplanung für den Berliner Nahverkehr integriert werden. Auf diese Weise sollen defekte Aufzüge bei der individuellen Routenplanung berücksichtigt werden.
Den kompletten Artikel gibt es auf morgenpost.de.

Prominent ignoriert: Falschen Knopf erwischt

Wikimedia

Mit dem Tür-zu-Knopf haben wir uns schon ausgiebig beschäftigt. Weniger mit dem Tür-auf-Knopf. Den betätigte vergangene Woche eine Frau vermeintlicherweise in einem Aufzug eines Möbelhauses. Ihr dauerte es zu lange, bis sich die Tür öffnete. Dabei muss sie allerdings etwas danebengegriffen haben, denn nur kurze Zeit später stand die Feuerwehr vor der Tür. Statt des Tür-auf-Knopfes hatte die 40-Jährige den Feueralarm ausgelöst. Glück im Unglück: Eine Anzeige wegen „Missbrauchs von Notrufen“ wurde nicht gegen sie gestellt. Und was lernt der Senkrechtstarter aus der Geschichte? Zum einen: Gut Ding will Weile haben. Aber das wussten wir ja auch so schon. Zum anderen: Nicht nur die Tür-zu-Knöpfe, sondern auch die Notruf-Knöpfe in Aufzügen sind keine Placebos.
Diese Geschichte ignorieren wir gewohnt prominent auf Sueddeutsche.de.

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