Drei vor zehn vom 30. Juni: Neues aus der vertikalen Welt

Viel ging steil diese Woche. Schindler kauft Dralle, Thyssen ohne Seil und der TÜV spielt Dinner for one. Aber keine Angst, wir lassen Sie nicht mit dubiosen Andeutungen allein, sondern halten Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Cash.ch: Schindler kauft Dralle

Gemeinsam nach oben: Schindler kauft Dralle Aufzüge

Schindler Deutschland übernimmt die Dralle Aufzüge GmbH & Co. KG mit Sitz in Bielefeld. Dralle Aufzüge ist ein mittelständisches Unternehmen in Familienbesitz, das seit fast 50 Jahren im deutschen Aufzugsmarkt tätig ist. Offenkundig eine Win-Win-Situation. Geschäftsführer Klaus Dralle zeigt sich vor allem daran interessiert, die exzellenten Kundenbeziehungen fortzusetzen und das Unternehmen zugleich für die Digitalisierung fit zu machen, der in der Branche keiner davon fahren kann. Schindler-Deutschland-CEO Meinolf Pohle verspricht sich von der Akquisition eine „sinnvolle Ergänzung unseres Portfolios“ und eine Erhöhung der Kundennähe im Bereich Ostwestfalen-Lippe. Da kann der Senkrechtstarter in seiner Kommentierung doch nur den Dralle-Slogan bemühen: Gemeinsam aufwärts!
Den kompletten Artikel gibt es bei Cash.ch.

 

Süddeutsche.de: Der Aufzug, der auch seitwärts fährt

Transrapid 07 im München Airport Center am Flughafen München. Foto: By Jusco via Wikimedia Commons

Daran kommen wir nicht vorbei. Auch weil es in eine andere Richtung geht. Denn wenn es nach den Entwicklern von Thyssen-Krupp geht, fährt der Aufzug bald nicht mehr nur rauf und runter, sondern auch nach horizontal. Möglich wird das durch die Magnetschwebetechnik, die auch schon beim Transrapid zum Einsatz kam. Dadurch wird der Aufzug von den Seilen befreit und kann – soweit der Schacht es zulässt – sogar abbiegen. Bisher ist dieser neue Aufzug im neuen Testturm in Rottweil zu begutachten. Fahren darf man mit ihm allerdings noch nicht, da der TÜV noch nicht sein Placet gegeben hat. Das wird wohl auch noch ein Weilchen dauern. Nichtsdestotrotz eröffnet die neuen Technologie natürlich ganz neue Möglichkeiten für die Mobilität in Gebäuden. Thyssen-Krupp hat derweil in der Süddeutschen schon mal durchblicken lassen, dass man mit Wettbewerbern auch über Lizenzen sprechen werde.
Den kompletten Artikel gibt es auf Sueddeutsche.de.

TÜV Rheinland Blog: Aufzugmängelstatistik: Same procedure as every year

Keine Prüfungsangst: Wer einen Aufzug betreibt, muss ihn regelmäßig prüfen lassen.

Da plaudert der TÜV Rheinland mal aus dem Nähkästchen. Oder eher aus der Aufzugskabine. Jahr für Jahr veröffentlicht der Verband der technischen Überwachungsvereine den Anlagensicherheitsreport mit der Mängelstatistik von Aufzügen und wirkt dabei selbst schon recht gelangweilt – same procedure as every year. So viel bewegt sich in der Statistik nämlich nicht: Aufzugfahren ist sicher in Deutschland. Lediglich 0,63 Prozent der geprüften Anlagen wiesen gefährliche Mängel auf. Sicher sind das 0,63 Prozent zu viel. Aber die schwarzen Schafe vermehren sich nicht und lassen sich mit der Lupe suchen. Dafür ist die Zahl der geprüften Aufzüge gestiegen, und es sind weniger Schwarzfahrer unterwegs. Auch die mängelfreien Aufzüge haben leicht zugelegt. Wenn man zudem weiß, dass in der Arithmetik des TÜV mehrere geringfügige Mängel einen erheblichen ergeben, kann man beruhigt einschlafen einsteigen.
Den kompletten Artikel gibt es auf TÜV Rheinland Blog.

Prominent ignoriert: Die fiese Fahrstuhlfrage

Martin Schulz auf dem SPD Bundesparteitag 2015 in Berlin. By Olaf Kosinsky via Wikimedia Commons

Kennen Sie die fiese Fahrstuhlfrage? Die geht ungefähr so: Sie stecken karrieremäßig fest und fahren allein mit Ihrem Chef im Aufzug. Sie haben zwei Minuten Zeit. Was sagen Sie ihm? Mal ganz davon abgesehen, dass die zwei Minuten Redezeit ein hohes Gebäude voraussetzen (bei einer Fahrgeschwindigkeit von 1 m/s als mindestens 120 Meter hoch), ist diese Frage gar nicht so fies, da jeder sich darauf vorbereiten kann. So auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, dem unlängst die Moderatorin Amelie Fried diese Frage stellte. Nun könnte man auch hier einwenden, Schulz sei ja selbst der Boss, als Parteivorsitzender und als Kanzlerkandidat. Mit wem soll er denn dann noch Aufzug fahren? Schulz steigt aber dennoch ein – mit seiner „Chefin“ Angela Merkel. Und was sagt er ihr? „Sie haben das gut gemacht, aber Ihre Partei hat Sie ständig attackiert. Jetzt wird’s Zeit, dass wir übernehmen!“ Der Senkrechtstarter übernimmt zumindest nicht und ignoriert die fiese Fahrstuhlfrage.
Die ganze fiese Fragerei im Fahrstuhl findet man auf Tagesspiegel.de.

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