Drei vor zehn vom 23. Juni: Neues aus der vertikalen Welt

In dieser Woche fordert ein Redakteur der Berliner Zeitung Knöllchen für Falschsteher – auf der Rolltreppe. Und der Vermieter im höchsten Gebäude der Welt zwingt säumige Mieter, die Treppe zu nehmen. Bei so viel passiv-aggressivem Gestänkere freuen wir uns über das Lob, dass Schindler für seine ausgezeichnete Arbeit in Melbourne erhalten hat. Das Disney World nun einen abstürzenden Lift zur neuesten Attraktion erkoren hat, ignorieren wir dagegen lieber. Aber keine Angst: Wir halten Sie wie immer auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

 

Berliner Zeitung: Knöllchen für Falschsteher

Mit schlechtem Beispiel voran: Auf dem Wahlplakat von 2016 steht Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller mittig auf der Fahrtreppe. Die Dame im Vordergrund sogar links. Beides suboptimal. Foto: SPD Berlin

Das Thema gehört zu den Untoten auf den deutschen Meinungsseiten. Gemeinsam mit Themen wie die Sommerzeit oder das für und wider von Tempo-30-Zonen in den Innenstädten. Dabei ist es doch so einfach: links gehen, rechts stehen – dann gibt’s kein Gedränge auf der Fahrtreppe. In dieser Woche hat sich Redakteur Florian Thalmann in der Berliner Zeitung noch einmal des Themas angenommen. Und fordert drastische Maßnahmen: zweiteilen möchte er die Stufen von Fahrtreppen. Auf der linken steht dann gehen, auf der rechten stehen. Das hat er so in London gesehen, und das findet er auch für die deutsche Hauptstadt gut. Weil da ja so viele Schwererziehbare leben. Was Herr Thalmann offenbar nicht weiß ist, dass gerade die Londoner es eigentlich besser wissen müssten. Denn, wenn alle einfach stehen bleiben, geht es in der Regel noch schneller. Weshalb die Schilder auch zunehmend von den Fahrtreppen des Empires verschwinden. Na ja, wir Senkrechtstarter meinen jedenfalls, höflich um Passage bitten ist auch immer eine Option, wenn man es mal eilig hat. Ansonsten darf man auch einfach Mal die Fahrt genießen. Ohne gleich Knöllchen an Falschsteher verteilen zu müssen – auch so einer der originellen Vorschläge von Herrn Thalmann.

Den ganzen Beitrag gibt’s auf den Seiten der Berliner Zeitung.

noizz.de: Vermieter im Burj Khalifa schaltet den Lift ab

Bei 828 Höhe ist das Treppensteigen im Burj Khalifa kein Zuckerschlecken.

Wenn der Fahrstuhl ausfällt und die Wasserkisten in den fünften Stock müssen, ist das ärgerlich, aber machbar. Wenn der Fahrstuhl nicht auf die eigene Schlüsselkarte reagiert und man mit dem Wasser in den 150. Stock muss, denkt man vielleicht schon über sehr, sehr lange Strohhalme nach. Erfahrung auf diesem Gebiet können Mieter im höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa, sammeln, wenn sie ihre Miete nicht pünktlich zahlen. Darüber berichtet das Internetportal noizz.de. Auch Pool- und Tennisplatzsperren sowie abgeschaltete Klimaanlagen sind demnach ein beliebtes Mittel des Vermieters, um der Zahlungsmoral der Anwohner auf die Sprünge zu helfen. Bevor wir in Mitleid zu den treppensteigenden Mietern zerfließen, die oben angekommen eine bis zu 40 Grad heiße Wohnung vorfinden: Bei 49.000 Euro Jahresmiete und 22.000 Euro Nebenkosten für das Einzimmerappartement sollte man eben zweimal nachrechnen, bevor man den Mietvertrag unterzeichnet.

Den kompletten Artikel gibt’s auf noizz.de

Stylepark Magazin: Maßgeschneiderte Aufzüge für Melbourne

Die Aufzüge im VCCC werden mithilfe der PORT Technologie von Schindler gesteuert.

Wenn sich ein Design Magazin dem Thema Fahrstühle widmet, dann muss etwas besonderes passiert sein. Und das ist es auch. Denn in Melbourne haben die australischen Schindler-Kollegen das neue Victorian Comprehensive Cancer Center (VCCC) mit einer ganzen Reihe von Aufzügen ausgestattet, die auf die speziellen Bedürfnisse des Klinikalltags zugeschnitten sind. Und dabei auch noch verdammt gut aussehen. 23 Schindler 7000 und Schindler 5500 Aufzüge kamen zum Einsatz. Sowie das innovative Schindler PORT Verkehrsteuerungs System. Das unterstützt bestimmte Aufzugsrufe mit hoher Priorität (z.B. Patiententransport, Ruf zur Intensivstation oder Alarmierung des Notfallteams) und bietet dafür spezielle Funktionalitäten. Registriert die Steuerung einen solchen Ruf, löst sie einen Aufzug aus der Gruppe heraus, behandelt ihn separat und schickt ihn direkt in die gewünschte Etage. Darüber hinaus kann ein Lift auch zur „exklusiven Nutzung“ programmiert werden, zum Beispiel für den Transport gefährlicher Substanzen. Schön und clever, so lieben wir unsere Aufzüge.

Den ganzen Beitrag gibt’s beim Stylepark Magazin

Prominent ignoriert: Aufzugabsturz in Disneyland

Ei, jei, jei – abstürzende Fahrstühle sind kein Spaß! Eher absurde Science-Fiction. Denn dank Bremsvorrichtungen und anderer, hoher Sicherheitsanforderungen gelten sie ja nicht umsonst als sicherstes Verkehrsmittel der Welt. Disney hat den Absturz eines Fahrstuhls nun dennoch zur neuen Attraktion in seinem Park in Anaheim erkoren. Immerhin haben die Betreiber erkannt, dass das nur in einem Sci-Fi-Kontext überhaupt Sinn ergibt. Und vermarkten den 40 Meter Sturz als „Guardians of the Galaxy“-Ride. Wir brauchen jedenfalls keine Testfahrt, wie der Feldreporter im Video unten, um vor diesem Unsinn schreiend davonzulaufen. Ach, wir können den ganzen Quatsch auch einfach ignorieren. Denn wer Nervenkitzel will, sollte lieber Achterbahn fahren. Die ist zwar auch kein realistischer Nachbau der Eisenbahn, täuscht dafür aber auch keine potenziell tödliche Funktionsstörung vor.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Den ganzen Beitrag kann man auf derstandard.at ignorieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.