Drei vor zehn vom 19. August: Neues aus der vertikalen Welt

Schindler passt Prognose an, neues Schiffshebewerk braucht länger, und in Potsdam wird ein reparierter Aufzug gefeiert. Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Schindler passt Prognose leicht nach unten an – und steigert den Umsatz

Der weltweit wichtigste Markt für Aufzüge kränkelt weiter: Sechs von zehn neuen Anlagen werden in China installiert, doch dort schwächelt nach wie vor die Konjunktur. Darauf muss sich auch Schindler einstellen, wie Wirtschaftszeitungen berichten. Die Preise im fernen Osten seien gesunken, die Zahlungsmoral habe sich verschlechtert – da kommen Großprojekte an anderen Ecken der Welt gerade recht, wie das in Atlanta, Georgia. Das angestrebte Umsatzwachstum hat Schindler dennoch erst mal leicht gesenkt, von 3 bis 7% auf 3 bis 5%. Doch neben dem jüngsten Großauftrag gibt es weitere gute Nachrichten: Der Auftragseingang kletterte um 2,1% und erreichte einen neuen Bestwert, wobei es in Deutschland am besten läuft. Doch auch in Südeuropa ist eine Erholung von der Finanzkrise spürbar.
Mehr dazu unter handelszeitung.ch und nzz.de.

Neues Schiffshebewerk in Niederfinow wird nicht vor 2018 fertig

Baustelle des Schiffshebewerks Niederfinow Nord

Baustelle des Schiffshebewerks Niederfinow Nord

In Brandenburg müssen die Schiffe mit der Aufzugsfahrt noch warten: Mit der Fertigstellung des neuen Schiffshebewerks in Niederfinow wird nicht vor dem Jahr 2018 gerechnet. Zwar sei die Anlage äußerlich fast komplett, wie die Lausitzer Rundschau unter Berufung auf das Wasserstraßen-Neubauamt berichtet, doch noch laufe der Innen- und Maschinenausbau. Mit dem Probebetrieb werde deshalb nicht vor Ende 2017 gerechnet. Ursprünglich sollte das neue Schiffshebewerk schon im Jahr 2014 in Betrieb gehen, doch die Arbeiten gestalteten sich schwieriger als gedacht. Mit Hilfe des neuen, 55 Meter hohen Schiffshebewerks sollen bis zu 110 Meter lange und 11,40 Meter breite Schiffe einen Höhenunterschied von 36 Metern überwinden können und so von und nach Polen gelangen.
Den kompletten Artikel gibt’s auf lr-online.de.

taz-Kolumnistin über defekte Aufzüge und (fehlende) Barrierefreiheit

Auch Deutschlands seriöseste Satirezeitung, die taz, ist nun beim Thema Aufzug angekommen. Autorin und Rollstuhlfahrerin Judyta Smykowski widmet sich in der neuesten Ausgabe ihrer Kolumne „Rollt bei mir“ den defekten Aufzügen der Deutschen Bahn. Sie schreibt von Zetteln auf den Lifttüren, die stets ein neues Datum für das Ende der Reparaturarbeiten angeben, und süßen Maskottchen, die sich in Bildform für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Smykowskis Fazit: „Das Leben diktiert von einem Gegenstand. Ein entwürdigendes Gefühl.“ Doch selbst, wenn die Technik funktioniert, gibt es ja immer noch die Mitfahrer. Die würden nervös auf alle Knöpfe einschlagen oder der Autorin ihre Rucksäcke und Hinterteile ins Gesicht halten. Nicht schön.
Die komplette Kolumne gibt’s unter taz.de.

Prominent ignoriert: Ein Kulturkosmonaut feiert den Fahrstuhl

Gute Nachrichten für Potsdams Kreative: Das alte Rechenzentrum der brandenburgischen Landeshauptstadt ist seit fast einem Jahr ein Kunst- und Kreativhaus mit mehr als 100 Mietern – und nun wurde dort auch noch ein defekter Aufzug repariert. Dass Künstler einen solchen Anlass nicht einfach nur freundlich nickend hinnehmen, sondern in Form einer Performance zelebrieren, zeigt das Video der Kulturlobby Potsdam mit dem Titel „Es geht wieder aufwärts“. Fahrstuhlmusik und ein Auftritt des Kulturkosmonauten als Maskottchen des Hauses, voilà:

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Die Meldung dazu gibt’s unter maz-online.de.

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