Drei vor zehn vom 05. August: Neues aus der vertikalen Welt

In Wien streitet man über einen U-Bahn-Lift, Donald Trump bleibt im Aufzug stecken und Schweizer Zeitung würdigt Schindler. Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Wien: Streit um U-Bahn-Aufzug am Stephansplatz

In der österreichischen Hauptstadt sorgt derzeit ein Fahrstuhl für Ärger – bzw. ein nicht vorhandener Fahrstuhl. Vier Lifte gibt es in der U-Bahn-Station Stephansplatz, dem mit 220.000 Fahrgästen täglich meistfrequentierten Wiener U-Bahnhof – doch nur einer von ihnen fährt bis an die Oberfläche. Zu wenig, wie der Behindertenverband Bizeps findet. Um seinen Protest auszudrücken, veranstaltete der Verein am vergangenen Dienstag ein „Warteschlangen-Protest-Picknick“ auf dem Stephansplatz. Rund 80 Aktivisten demonstrierten für einen zweiten Lift und malten symbolisch den geforderten Aufzug mit Kreide auf den Boden. Den Verkehrsbetrieben ist das Bauvorhaben allerdings zu teuer. Nun gibt es ein Ultimatum: Wenn die Stadt nicht bis zum 19. August zusagt, die Wiener U-Bahn-Station Stephansplatz mit dem entsprechenden Aufzug auszustatten, werde man offiziell einen Missstand feststellen, sagte der SPÖ-Politiker und Volksanwalt Günther Kräuter.
Mehr dazu unter derstandard.at, heute.at, kurier.at, vienna.at sowie auf bizeps.or.at.

Finanz und Wirtschaft über die Unternehmensgeschichte von Schindler

Liftpage in den 20er-Jahren © Screenshot fuw.ch

Liftpage in den 20er-Jahren © Screenshot fuw.ch

Die Schweizer Wirtschaftszeitung Finanz und Wirtschaft hat in einem ausführlichen Artikel den Aufzughersteller Schindler gewürdigt. Unter der Überschrift „Vertikal zu neuen Horizonten“ schreibt das Blatt über die bewegte Firmengeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute und natürlich auch über den Aufstieg des Aufzugs im Allgemeinen. Von Robert Schindlers Besuch auf der Weltausstellung 1867 in Paris, auf der er den ersten hydraulischen Fahrstuhl bewundern durfte, bis in die Gegenwart, als Schindler zum „Pure Player“ ohne Nebengeschäfte wird. „Die nächste große Welle, die Digitalisierung von Produktion und Service, ist eingeleitet“, heißt es dort – die Investition in ein Berliner Digital Innovation Hub ist der passende Beleg dafür.
Das Firmenporträt gibt’s unter fuw.ch sowie kostenlos auf desktop.12app.ch.

Die dpa fährt Aufzug im Armenviertel von Rio

Heute Nacht beginnen in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele. Passend dazu ist die dpa in der Favela Pavão-Pavãozinho mit der Fahrstuhlführerin Claudia Eliana da Silva gefahren. Der Aufzug wurde im Zuge der Verbesserung der Lebenssituation in den Armenvierteln von der Stadtverwaltung gebaut, 15 Personen passen hinein, die Fahrt ist für alle gratis. „Stück für Stück wird der Blick frei auf das Häusermeer von Copacabana, dahinter liegt das richtige, tiefblaue Meer, der Strand kommt ins Blickfeld“, heißt es im Artikel. Wir finden: Eine stimmungsvolle Einstimmung auf den Austragungsort der Olympischen Spiele.
Den kompletten Artikel gibt’s unter augsburger-allgemeine.de.

Prominent ignoriert: Donald Trump und die Rache des Aufzugs

Klassischer Fall von „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“: Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Colorado hatte US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump wieder einmal nach Herzenslust gepöbelt und gepoltert, diesmal war der Brandschutzbeauftragte Brett Lacey das Ziel seiner Angriffe. Der Vorwurf: Lacey habe tausende Menschen nicht in die Halle gelassen. Trump beschuldige den Mann gar, Anhänger seiner demokratischen Gegenkandidatin Hillary Clinton zu sein. Vielleicht hätte der Mann mit der Hamsterfrisur den Mund nicht ganz so voll nehmen sollen, denn kurz darauf blieb er im Aufzug stecken, zwischen dem ersten und zweiten Stock seines Hotels. Evakuiert wurden Trump und seine Begleiter über eine Leiter – von der Feuerwehr von Colorado, die er kurz vorher noch lauthals kritisiert hatte.
Die Meldung dazu gibt’s unter spiegel.de.

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