Aufzug auf der Leinwand: The Nice Guys

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn in Filmen oder Serien Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich so einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der TV- und Kinogeschichte. Diesmal: eine Stadt in Deutschland.

Die besten Geschichten, so heißt es, schreibt das Leben. Deswegen kann es auch als Filmproduzent nicht schaden, mit offenen Ohren durch die Welt zu laufen – auf der Suche nach potentiellen Plots. Joel Silver kann ein Lied davon trällern. Der 64-jährige US-Produzent, der schon Action-Klassiker wie Predator, Stirb Langsam, Lethal Weapon oder Matrix samt Fortsetzungen auf die Leinwand brachte, traf 1999 den Marine-Corps-Veteranen Jay Joseph. Der hatte sich nach seiner Karriere beim Militär in den 90er Jahren als Privatdetektiv versucht, war wegen seiner Unerfahrenheit aber häufig in unglückliche oder auch gefährliche Situationen geraten. So fing er etwa mit einer Frau, die er wegen Ehebruchs überwachen sollte, ein Verhältnis an. Für den Produzenten Silver ein gefundenes Fressen: Schon in der Krimikomödie Kiss Kiss, Bang Bang von 2005 verarbeitete er einige von Josephs amüsanten Geschichten, und auch sein neuester Streich The Nice Guys ist von wahren Begebenheiten inspiriert. So fällt darin etwa der Satz „Du bist der schlechteste Detektiv der Welt“, den Jay Josephs Schwester tatsächlich einmal zu ihrem Bruder gesagt haben soll.

Worum geht’s in The Nice Guys?

Los Angeles in den 70er Jahren: Der abgehalfterte Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und der raubeinige Jackson Healy (Russell Crowe) sind sich nicht gerade grün, immerhin wurde Healy bereits einmal damit beauftragt, March zu verprügeln. Doch dann müssen sich die beiden für einen lukrativen Auftrag zusammenraufen, denn die Oberste Richterin (Kim Basinger) braucht zuverlässige Männer, die es mit dem Gesetz nicht so genau nehmen. Gemeinsam sollen sie ihre Tochter Amelia (Margaret Qualley) ausfindig zu machen, die in Schwierigkeiten geraten und nun verschwunden ist. Mit Marchs pubertierender Tochter Holly (Angourie Rice) im Schlepptau begeben sich der Privatdetektiv und sein neuer Geschäftspartner auf eine Schnitzeljagd quer durch Los Angeles, bei der sie schnell feststellen, dass hinter dem wenig kompliziert erscheinenden Fall eine Multi-Milliarden-Dollar-Verschwörung steckt, die bis in die höchsten Kreise reicht.
Quelle: filmstarts.de

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Wir erlauben uns mal, den herrlichen Dialog – zu dem der Song The Girl from Ipanema erklingt, ein Klassiker der Fahrstuhlmusik – für sich stehen zu lassen, immerhin in deutscher Übersetzung:
March: München.
Healy: Was?
March: Ein Typ ohne Eier: München.
Healy: München ist eine Stadt in Deutschland. München, Munich.
March: Richtig. Hitler hatte nur ein Ei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.