Drei vor zehn vom 8. Juli 2016: Neues aus der vertikalen Welt

Die Augsburger Allgemeine fragt, was passiert, wenn im Krankenhaus der Aufzug streikt. Die Schweizerischen Bundesbahnen machen die Rolltreppen zu kleinen Kraftwerken. Die australische Sängerin Courtney Barnett steigt mit Musikern und Schauspielern in den Aufzug. Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Wenn im Krankenhaus der Aufzug streikt, muss schnell gehandelt werden

Diese Woche machte die Meldung die Runde, dass ein 78-jähriger Notfallpatient in Österreich verstorben sein soll, weil er in einem Aufzug stecken geblieben ist. Auch wenn der Mann nach Aussage der Retter höchstwahrscheinlich auch ohne die Panne nicht überlebt hätte, nimmt die Augsburger Allgemeine diesen Fall zum Anlass, in Krankenhäusern der Region nachzufragen, was dort getan wird, um so etwas zu vermeiden. Das beginnt damit, dass soweit es baulich möglich ist, überhaupt Patienten nur im Ausnahmefall im Aufzug zu transportiert werden, die technische Leitstelle rund um die Uhr besetzt ist, und Notstromaggregate vorhanden sind. Dass aber einen Notfallpatienten noch ganz andere Dinge passieren können, als im Aufzug stecken zu bleiben, gibt ein Rettungssanitäter zu bedenken: „Bei einer Blaulichtfahrt ist das Risiko, einen Unfall zu bauen, acht Mal höher als im normalen Verkehr“.
Mehr dazu unter augsburger-allgemeine.de.

Schweizer Bahn will aus Rolltreppen kleine Kraftwerke machen

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) wollen 2025 nur noch Strom aus erneuerbaren Energiequellen einsetzen. Um das zu erreichen, heißt es: kräftig sparen. Aus diesem Grund kommen jetzt auch die 270 Fahrtreppen unter die Lupe, die auf den Bahnhöfen der SBB Tag und Nacht ihren Dienst verrichten. Während es in der Vergangenheit vor allem darum ging, die Verfügbarkeit zu erhöhen und Störungen zu vermeiden, stehen jetzt die Energiekosten im Fokus. Und die sind nicht ohne: So verbraucht eine Rolltreppe im Jahr so viel wie vier durchschnittliche Schweizer Haushalte. Was wenn man einen Teil davon wieder reinholt, indem man die Rolltreppe zum Kraftwerk macht: Energierückspeisung heißt das Zauberwort. Das Verfahren ist von Aufzügen bekannt, wo die überschüssige Energie, die beim Bremsen entsteht, ins Stromnetz zurückgespeist werden kann. Das funktioniert auch bei Fahrtreppen – vorausgesetzt einige Personen fahren mit ihr nach unten.
Den kompletten Artikel gibt es unter srf.ch.

Die Sängerin Courtney Barnett wird Fahrstuhlführerin

Über die Faszination des Aufzugs in der Popmusik haben wir bereits oft geschrieben. Jetzt gibt es wieder ein besonders schönes Beispiel zu bestaunen. In ihrem Video zum Song „Elevator Operator“ vom bereits 2015 erschienenen Debütalbum „Sometimes I Sit and Think and Sometimes I Just Sit“ verwandelt sich die australische Sängerin Courtney Barnett in eine Fahrstuhlführerin. Wir begleiten sie dabei, wie sie allerlei Personen hoch und runter fährt. Nicht nur, dass es dabei zu vielen witzigen Szenen kommt – einige Musiker und Schauspieler erfreuen uns zudem mit Cameoauftritten. So sehen wir gleich zu Beginn Carrie Brownstein, Corin Tucker und Janet Weiss von der Indierock-Band Sleater-Kinney als Touristen auf einer Parkbank. Wilco-Frontmann Jeff Tweedy reicht Courtney Barnett eine Banane und auch Singer-Songwriter Paul Kelly kommt zum Zug. Wo der Aufzug schließlich hält und wie die Geschichte ausgeht, wird hier nicht verraten.
Mehr zum cleveren Clip steht im Rolling Stone.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Prominent ignoriert: Klein-BER in Berlin-Kreuzberg

Wir wissen nicht erst seit BER, Elbphilharmonie und Stuttgart21, dass große Bauprojekte nicht nur teurer werden, sondern auch deutlich länger bis zur Fertigstellung benötigen, als ursprünglich geplant. Das passiert im Kleinen auch. Aber hier ist das in der Regel kein Thema für die Presse. Es sei denn, es geschieht direkt vor einem Verlagshaus, wo die aufmerksamen Lokalredakteure das Ärgernis direkt vor Augen haben. So geschehen am Anhalter Bahnhof in Berlin, wo sich eine Rolltreppen-Reparatur direkt vor dem Tagesspiegel-Verlagsgebäude in die Länge zieht. Da sich die Fertigstellungstermine auf diversen Aufklebern etwas verzettelten, vermutet man nun in der Tagesspiegel-Redaktion dieselben bösen Mächte am Werk, die schon am BER ihr Unwesen treiben. Diese Schlußfolgerung halten wir allerdings für etwas übereilt. Immerhin hat der BER mindestens 1400 Tage seit Nichteröffnung Vorsprung.
Mehr dazu unter tagesspiegel.de.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.