Drei vor zehn vom 01.07.2016: Neues aus der vertikalen Welt

Die Computerwoche würdigt Schindlers digitale Transformation, in Potsdam empört eine Aufzug-Posse und ein ängstlicher Hund sorgt für Ärger auf der Rolltreppe. Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Computerwoche schreibt über Schindlers „Head of Innovation“

Die Sorge, im Aufzug steckenzubleiben, ist heute unbegründeter denn je und laut Computerwoche erst recht, „wenn es sich dabei um einen Schindler-Fahrstuhl handelt“. Grund dafür seien Fernüberwachung und „präventive Prozesse“, mit denen sich die Ausfallquote deutlich habe senken lassen. Das Zauberwort lautet in diesem Zusammenhang „Digitale Transformation“ – und bei Schindler ist Michael Nilles dafür zuständig. Die Computerwoche beleuchtet das Aufgabengebiet des CIO der Schindler Group, der im Unternehmen für den Bereich Innovation zuständig ist und es geschafft habe, „Aufzüge durch Vernetzung als eine Mobilitätsplattform zu etablieren“, wie ein Experte von SAP zitiert wird.
Mehr dazu unter computerwoche.de.

Wer zahlt bei einem Notruf – und wann wird Schmerzensgeld fällig?

Wer muss eigentlich zahlen, wenn doch einmal ein Fahrstuhl steckenbleibt und die Insassen befreit werden müssen? Und wie lange darf solch eine Aktion höchstens dauern? Das Magazin Deutsche Anwaltauskunft beantwortet diese Fragen: Spätestens eine halbe Stunde nach Eingang des Notrufs müsse Hilfe am defekten Aufzug eingetroffen sein, und die Kosten für die Bergung trägt der Eigentümer der Anlage – vorausgesetzt der Passagier war nicht selbst fürs Steckenbleiben verantwortlich. Ein Anspruch auf Schmerzensgeld entsteht also erst dann, wenn die Wartezeit die 30 Minuten deutlich übersteigt.
Den kompletten Artikel gibt es unter anwaltauskunft.de.

In Potsdam sorgt eine Aufzug-Posse für Ärger und Spott

Barrierefreiheit sieht anders aus: In Potsdam wurde ein neuer Behinderten-Aufzug in Betrieb genommen – allerdings ist ein Spezialschlüssel nötig, um diesen zu benutzen. Der Lift zur neuen Havelpromenade an der Alten Fahrt sollte eine Alternative zu einer Rampe darstellen. Allerdings ist der Aufzug laut den Potsdamer Neuesten Nachrichten nur mit den „Euro WC-Schlüsseln“ bedienbar, die ein Verein aus Darmstadt für 20 Euro im Internet vertreibt. Nun sprach die Zeitung mit Marianne Seibert, Chefin des Landesbehindertenbeirats. Auch sie kritisiert den neuen Aufzug an der Uferpromenade, der in den sozialen Medien bereits als „Schildbürgerstreich“ bezeichnet wird.
Den Artikel gibt’s unter pnn.de, genauso wie das Interview mit Marianne Seibert.

Prominent ignoriert: Ein ängstlicher Hund und ein Schlag ins Gesicht

Undank, munkelt man nicht erst seit gestern, sei der Welten Lohn. Einen neuerlichen Beweis für diese Theorie lieferte jüngst eine Szene in einem Kaiserslauterer Einkaufscenter. Weil ein Hund sich davor sperrte, die Rolltreppe zu betreten, zog das Frauchen den Vierbeiner kurzerhand hinter sich her. Dabei wurde das Tier laut SWR gegen den sich bewegenden Handlauf der Rolltreppe gedrückt und fast erdrosselt. Ein Passantin reagierte sofort, indem sie die Leine löste und so dem Hund das Leben rettete. Und wie reagierte die Besitzerin? Sie schrie wütend das verängstigte Tier an und holte zum Schlag aus. Der jedoch traf die Retterin im Gesicht. Die Folge: Eine Anzeige wegen Körperverletzung.
Wir empfehlen der Halterin ein Antiaggressionstraining, den Hund hingegen laden wir herzlich dazu ein, sich bei Gelegenheit von der Sicherheit der Schindler-Fahrtreppen zu überzeugen.
Mehr dazu unter swr.de.

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