Aufzug auf der Leinwand: Das Appartement (1960)

Aufzug auf der Leinwand: Jack Lemmon ist der Star.

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn in Filmen oder Serien Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich so einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der TV- und Kinogeschichte. Diesmal: ein (fast) ausgestorbener Beruf.

Jack Lemmon verband ein ganz spezielles Ereignis mit dem Fortbewegungsmittel Aufzug: die eigene Geburt. Wie der US-Schauspieler in einem seiner letzten Interviews verriet, war er 1925 in einem Fahrstuhl des Newton-Wellesley-Hospitals zur Welt gekommen, in einem Vorort von Boston. Vielleicht fuhr Lemmon ja auch deshalb in seinen Filmen auffallend häufig Aufzug, etwa in Billy Wilders Komödienklassiker Manche mögen’s heiß und auch in Das Appartement.
Fünf Oscars räumte der Film 1961 ab, Shirley MacLaine spielt darin eine (ver-)liebenswerte Fahrstuhlführerin. Der Beruf des „Elevator Girls“ oder auch „Liftboys“ scheint heute völlig aus der Zeit gefallen, erst neulich porträtierten wir Orlim Vargas, der als letzter Liftboy Europas in einem Basler Nobelhotel die Knöpfe drückt und sich um das Wohlergehen der Gäste kümmert. Noch 2011 war „Fahrstuhlführer/in“ allerdings ein von der Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Website beworbener Beruf (Bruttogrundvergütung zwischen 1.380 und 1.499 Euro). „Kontaktfreude und Kommunikationsfähigkeit“ seien erforderlich, schreibt die Arbeitsagentur. Eigenschaften, die MacLaine als Fran Kubelik auf jeden Fall mitbringt.

Worum geht’s in Das Appartement?

Der Junggeselle C.C. Baxter (Jack Lemmon) hat alles was er braucht, um in der Firma Karriere zu machen. Denn sein hübsches Appartement an Manhattans Westside ist bei den leitenden Angestellten des Versicherungskonzerns sehr beliebt, in dem er arbeitet. Baxter vermietet es als Liebesnest, um beruflich aufzusteigen. Als er eines Tages wieder in sein Appartement zurückkehrt, nachdem er es ein paar Stunden vermietet hatte, findet er dort die Fahrstuhlführerin Fran (Shiley MacLaine) aus seiner Firma leblos vor. Es gelingt ihm zwar, die unter eine Überdosis Schlaftabletten leidende Frau wieder ins Leben zurückzuholen, aber jetzt muss sich Baxter zwischen Moral und Karriere entscheiden, zumal er selbst in Fran verliebt ist. (Quelle: filmstarts.de)

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Keinen leichten Stand hat Elevator Girl Fran im Aufzug eines New Yorker Büroturms. Denn nicht alle der vorwiegend männlichen Angestellten sind so charmant wie C.C. Baxter. Manch einer gibt ihr gar einen Klaps auf den Hintern (wir schreiben das voremanzipatorische Jahr 1959) – worauf die Fahrstuhlführerin allerdings durchaus schlagfertig zu antworten weiß.

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