Drei vor zehn vom 17.06.2016: Neues aus der vertikalen Welt

Schindler kauft Aufzugfirma und wird als „Pionier der Industrie 4.0“ gefeiert, in Paris stecken derweil zwei dicke Bäuche im schmalen Fahrstuhl. Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Schindler kauft FB-Aufzüge – und wird von der NZZ als Pionier gefeiert

Läuft bei Schindler, könnte man sagen. Am Mittwoch teilte das Unternehmen mit, die FB Gruppe zu übernehmen. Zu dem mittelständischen, familiengeführten Unternehmen mit Sitz in Arnsdorf bei Dresden und Niederlassungen in Berlin und Leipzig gehören die Firmen FB-Aufzüge, Aufzugsteile BT, KUBB sowie Lift24. Seit über 20 Jahren ist die FB Gruppe mit ihren 225 Mitarbeitern in der Fertigung, Installation, Modernisierung und der Wartung von Aufzügen und Aufzugskomponenten tätig. Schindler will mit der Übernahme insbesondere sein Geschäft im gehobenen Aufzugssegment weiter verstärken.
Mehr dazu unter schindler.com und unter finanzen.net.
Und damit nicht genug: Bereits am Dienstag hatte die Neue Zürcher Zeitung freundliche Worte gefunden und Schindler in einem ausführlichen Artikel über die Digitalisierung in Unternehmen zum „Pionier der Industrie 4.0“ geadelt. „Heute ist jeder der rund 30.000 Servicetechniker von Schindler mit einem Smartphone von Apple unterwegs; das iPhone ist sein digitaler Werkzeugkoffer“, heißt es dort. Auch die Wahl von Michael Nilles in die Geschäftsleitung, als „Chief Digital Officer“, wird gewürdigt. Nilles sei erfreut über die hohe Bereitschaft der Techniker und Bereichsleiter, schreibt die NZZ.
Den kompletten Artikel gibt es unter nzz.ch.

NZZ würdigt den Fahrstuhl als Mittel zur „Eroberung der Vertikalen“

Weil die NZZ ganz offensichtlich Gefallen an Aufzügen gefunden hat, veröffentlicht sie heute im Feuilleton „eine Würdigung“ des Lifts. Fast sechs Jahre verbringen demnach die Büroangestellten New Yorks zusammengenommen jährlich im Fahrstuhl. Für die Autorin Grund genug, zurückzublicken in der Geschichte, von fahrbaren Plattformen im alten Rom über Lastenaufzüge und Otis‘ Fangvorrichtung aus dem Jahr 1853 bis hin zur Zielruftaste von Schindler. Trotz steter Neuerungen sei der Fahrstuhl immer noch „eine ziemlich ineffiziente Sache“, heißt es, bis zu 40 Prozent der Nutzfläche von Gebäuden würden Liftanalagen heute belegen. Dass mehrere Kabinen in einem Schacht fahren können, sei deshalb die Vision, ThyssenKrupp werde entsprechende Versuche in seinem Rottweiler Aufzugtestturm durchführen.
Auch diesen Artikel gibt es unter nzz.ch.

Die Presse schaut in die Gegenwart und Zukunft der Aufzugbranche

Die Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung Die Presse schaut wiederum verstärkt ins Hier und Jetzt – sowie in die nähere Zukunft: Das CTF Finance Centre im südchinesischen Guangzhou soll mit einem seiner beiden Aufzüge einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen, bis zu 72 km/h. Der Artikel beleuchtet das Problem schwerer Stahlseile, das dazu führt, dass Passagiere im Burj Khalifa nach etwa 500 zurückgelegten Höhenmetern in einen anderen Fahrstuhl umsteigen müssen. Künftig soll dieses Problem durch Carbonfaser-Seile gelöst werden, wie sie Kone entwickelt. Auch die geplante Magnettechnologie von ThyssenKrupp kommt zur Sprache sowie die PORT-Technologie von Schindler, mit dem der Personenfluss an Aufzugsanlagen kontrolliert wird. Dass man Schindler hier kurzerhand eingemeindet und zu einem „österreichischen Unternehmen“ macht, darüber sehen wir angesichts der interessanten Fakten mal hinweg.
Den Artikel gibt’s unter immobilien.diepresse.com.

Prominent ignoriert: Dicke Bäuche im schmalen Aufzug

Zwei deutsche Fußballfans in Paris, jeder eine Flasche Bier in der Hand, und ein, nun ja, „platzsparender“ Fahrstuhl: Das reicht schon für einen veritablen YouTube-Hit. Ein Herr namens Jan Willem hat seine Fahrt in einem französischen Hotelaufzug vor drei Tagen auf der Plattform hochgeladen – inzwischen haben das Video mehr als 800.000 Menschen angesehen. In den Kommentaren mutmaßt man, ob es sich nun um einen Personen- oder nur einen Lastenaufzug fürs Gepäck handelt, in dem die beiden Freunde unterwegs sind. Spaß hatten sie in jedem Fall.
Mehr dazu unter stern.de, das Video gibt’s auf YouTube:

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