Aufzug auf der Leinwand: Snatch – Schweine und Diamanten

Tatort des Grauens, Platz für Erotik: Wenn in Filmen oder Serien Menschen in einen Aufzug steigen, ändert sich so einiges. Wir zeigen die besten Fahrstuhlszenen der TV- und Kinogeschichte. Diesmal: ein biblischer Übersetzungsfehler.

In Berlin läuft derzeit das 22. Jüdische Filmfestival, und das nehmen wir mal zum Anlass für einen kleinen Ausflug ins Jiddische. Denn wenn Sie, leicht angeschickert, in irgendeinem Kaff mal wieder Zoff mit großkotzigen Ganoven oder miesen Schnorrern und deren Mischpoke haben, die Sie abzocken oder Ihnen Ramsch andrehen wollen, dann sollten Sie keinen Bammel haben, sondern Chuzpe beweisen und lieber Tacheles reden als sich einzuschleimen, um aus dem Schlamassel herauszukommen.
Alles klar? Das war ein Satz mit 15 deutschen Wörtern aus dem Jiddischen, der zeigt: Man versteht sie ganz gut, die Sprache, die genau wie das Hochdeutsch zu den sogenannten westgermanischen Sprachen gehört. Rund 1000 Jahre alt ist das Jiddisch, mehr als 1,5 Millionen Menschen auf der Welt sprechen es – etwa in den Niederlanden, Schweden oder Polen. Dass in Filmen Jiddisch gesprochen wird, kommt hingegen eher selten vor. Regisseur Guy Ritchie allerdings ließ im Jahr 2000 gleich zu Beginn seiner wilden und erfrischend schwarzhumorigen Komödie Snatch ein paar als chassidische Juden verkleidete Gangster Jiddisch parlieren.

Worum geht’s in Snatch – Schweine und Diamanten?

Franky Four Fingers (Benicio del Toro) soll im Auftrag seines amerikanischen Bosses Avi (Dennis Farina) einen riesigen Diamanten in Antwerpen stehlen. Nach getaner Arbeit legt Franky einen Zwischenstopp in London ein, um kleinere Diamanten abzuliefern. Dort wird er jedoch bereits von der Russenmafia erwartet, die es auf den teuren Edelstein abgesehen haben. In einem Wettbüro kommt es zur blutigen Konfrontation. Zur gleichen Zeit wird vom unerfahrenen Boxpromoter Turkish (Jason Statham) und seinem Geschäftspartner Tommy (Stephen Graham) ein Kampf für den berüchtigten Gangsterboss Brick Top (Alan Ford) organisiert. Doch der von ihm geforderte Kämpfer wird durch eine Hinterhofschlägerei mit ein paar zwielichtigen Iren von „One Punch“ Mickey (Brad Pitt) krankenhausreif geschlagen. Um Top ein wenig zu besänftigen, heuert Tommy kurzerhand Mickey an, der jedoch sein eigenes Spiel spielt. Es beginnt ein Chaos aus Betrug, Blufferei und dubiosen Deals. (Quelle: filmstarts.de)

Worum geht’s im Fahrstuhl?

Um nicht weniger als die Zeugungsgeschichte von Jesus Christus. Denn Franky Four Fingers, der mit seinen Kollegen auf dem Weg zu einem Diamantenraub ist, hat da eine interessante These im Gepäck, die schon fast nach den biblischen Verschwörungstheorien eines Dan Brown klingt (und ganz nebenbei eine Anspielung auf den Beginn von Quentin Tarantinos Film Reservoir Dogs ist).

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Und so turbulent geht’s weiter:

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