Architekt Manuel Schupp übers Bauen in die Höhe

Manuel Schupp ist Gründer des Büros ORANGE BLU mit Sitz in Stuttgart. Er schwärmt für ein „mobiles Büro“ im tschechischen Zlín und hält Aufzüge in einem Gebäude für ebenso wichtig wie Kräne auf einer Baustelle. 

Schupp, geboren 1959 in Baden-Baden, studierte Architektur in Stuttgart und Zürich. Er arbeitete mit den Architekten Bruno Reichlin, Fabio Reinhart und Santiago Calatrava und wurde 1985 bei der Architekturbiennale in Venedig mit dem „Steinernen Löwen“ ausgezeichnet. Im Jahr 1987 wurde Schupp für James Stirling, Michael Wilford and Associates in London tätig, 1990 eröffnete er die deutsche Niederlassung des Büros und wurde selbst zum Associate ernannt. Um die Jahrtausendwende wurden Wilford Schupp Architekten die Rechtsnachfolger. Heute firmiert das Büro als ORANGE BLU, Schupp ist geschäftsführender Gesellschafter.

Auswahl der Projekte:

(Quelle: orangeblu.com)

3 Fragen

"Großer Turmbau zu Babel" von Pieter Bruegel dem Älteren, 1563

„Großer Turmbau zu Babel“ von Pieter Bruegel dem Älteren, 1563

Worin besteht die Herausforderung beim Bauen in die Höhe?
Nicht die Bodenhaftung zu verlieren.

Wann ist ein Aufzug in einem Gebäude gelungen?
Wenn er das tut, was er soll.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingshochhaus – und warum?
Der Turm zu Babel, weil er so viele Künstler angeregt hat.

5 Grundsätze

Ein Aufzug ist für ein Gebäude… wie der Kran für eine Baustelle.

Niemals sollte ein Aufzug… Dinge veranstalten wie in amerikanischen Katastrophenfilmen.

In zwanzig Jahren werden Aufzüge… noch mehr zur Kommunikation anregen.

Der eindrucksvollste Aufzug… ist das mobile Büro am Verwaltungsgebäude von Bat’a in Zlín (Tschechien).

Ich selbst nutze Aufzugfahrten… nur bei Gebäuden über vier Stockwerken. Sonst laufe ich lieber die Treppe.

Außenansicht vom Bat'a-Gebäude in Zlín + Blick ins "Fahrstuhlbüro" © Wikimedia Commons: Romanenko (l.), Jan Polák (r.)

Außenansicht vom Bat’a-Gebäude in Zlín + Blick ins „Fahrstuhlbüro“ © Wikimedia Commons: Romanenko (l.), Jan Polák (r.)

1 Kommentare

  1. Äußerst interessantes Interview! Und aus architektonischer Sicht sowieso. Denn Bauarbeiten in die Höhe haben die Menschen schon immer fasziniert. Wer kennt die Geschichte Der Turmbau zu Babbel nicht? Den theologischen Aspekt außen vor gelassen, hat dieser Turmbau die Architekten schon immer interessiert. Viele Gespräche mit Kollegen führte ich darüber, oftmals sehr intensiv und voller ernsthafter Gedankengänge.

    Was das Bauen in die Höhe ermöglicht sind Kräne. Enorme Gerätschaften, die die Präzision und Stärke perfekt kombinieren; und auch voller Stabilität sind.

    – einsetzbar in den verschiedensten Gebieten
    – verwendbar für jedes Vorhaben und
    – unabdingbar für Bauten in die Höhe!

    Vor allem gibt es Kräne in den unterschiedlichsten Modellen und Varianten. Und je nach Baustelle sucht man sich für sein Vorhaben den richtigen Kran aus. Bei mediaco-groupe gibt es eine Vielzahl an Kränen und auch tolle Bilder über Kräne. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

    Vielen Dank für das Interview und viele Grüße.

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