Geschäftsidee im Elevator Pitch: Wohnzimmerkonzerte mit SofaConcerts

Die Lieblingsband im heimischen Wohnzimmer: Für viele Musikliebhaber ist das ein Traum. Das Hamburger Start-up SofaConcerts sorgt dafür, dass Künstler und Fans auf kleinstem Raum zusammenkommen. Marie-Lene Armingeon erklärt in unserem wöchentlichen Elevator Pitch, wie das Ganze genau funktioniert.

Elevator Pitch mit Marie-Lene Armingeon:

 

Miriam Schütt und Marie-Lene Armingeon, Gründerinnen von SofaConcerts

Miriam Schütt und Marie-Lene Armingeon, Gründerinnen von SofaConcerts

Wer seid ihr?

Mein Name ist Marie-Lene Armingeon, ich bin Co-Gründerin von SofaConcerts. Ich habe SofaConcerts zusammen mit meiner Kollegin Miriam Schütt gegründet. Wir kommen beide eigentlich gar nicht aus der Musikbranche, aber haben schon immer Musik als gemeinsame Leidenschaft gehabt und haben eben dann eine Plattform geschaffen, die wir uns immer selbst schon gewünscht haben und auf der wir Musikfans mit Musikern vernetzen und ihnen die Möglichkeit geben, selbst Konzerte zu organisieren und zu erleben.

Welches Problem hat euch auf die Idee für SofaConcerts gebracht?

Es gibt einfach unglaublich viele geniale Musiker in der Independent-Szene, die eigentlich schon längst in den Charts sein müssten, in ihrer Region oder ihrem Land bekannt sind und darüber hinaus noch nicht. Und auf der anderen Seite gibt es enorm viele Musikfans, die Interesse haben an Live-Musik und die eigentlich viel häufiger gern auf Konzerte gehen und neue Musiker entdecken würden. Aber häufig gibt’s nicht genügend Kapazitäten, oder die Clubs sind ausgebucht und können so vielen tollen Musikern gar nicht genügend Bühnen geben.

Wie funktioniert SofaConcerts?

Man kann auf sofaconcerts.org Musiker entdecken, reinhören in die YouTube-Videos, in die Playlists, und man sieht auch, was vergangene Gastgeber für Erfahrungen mit denen gemacht haben, wie die live so sind, wie die so als Menschen auch sind, die hinter der Musik stehen. Und dann schickt man dem Künstler ein Angebot. So kommt man ins Gespräch und kann den Künstler buchen. Man kann allerdings auch sich einfach mal als Gastgeber anmelden und quasi so seine Bühne auf SofaConcerts präsentieren. Und dann finden einen Künstler, die auf Tour sind. Beide Seiten, sowohl Künstler als auch Gastgeber, präsentieren sich auf der Plattform. Das kann man sich vorstellen wie so ein Airbnb-Inserat – nur dass es halt nicht um Wohnungen geht, sondern um Musik.

Was soll SofaConcerts erreichen?

Mit SofaConcerts schaffen wir Bühnen, wo vorher keine waren, indem wir privaten Musikfans die Möglichkeit geben, selbst Veranstalter zu werden und selbst Konzerte zu organisieren.

Wie gelange ich zu SofaConcerts – und was kostet mich das Ganze?

Wenn man jetzt ein Konzert plant, kann man sich einfach registrieren das ist auch alles kostenlos –, eine Buchungsanfrage losschicken und dann mal schauen, ob das klappt. Was dann so ein Konzert kostet, wird individuell zwischen Künstler und Gastgeber verhandelt. Die Künstler geben ihre Gagenerwartungen an, und dann kann man darauf basierend ein Angebot machen und darüber ins Gespräch kommen.

1 Kommentare

  1. So…ein Kommentar von einem ehemaligen ‚SofaConcerts‘ Künstler. Damit man mal einen Eindruck bekommt, wie die Musiker inzwischen von diesem Start-Up abgezockt werden.
    Ohne Pro-Mitgliedschaft, sind die Chancen, überhaupt einen Gig zu bekommen, sehr gering. Die Pro-Mitgliedschaft hat sich von 35euro im ersten Jahr, auf inzwischen fast 72euro erhöht…eine Steigerung von 100% !!
    Außerdem macht ‚SofaConcerts‘ die Szene total kaputt. Inzwischen melden sich immer mehr Veranstalter direkt bei ‚SofaConcerts‘, mit der Hoffnung, auf eine billige Alternative. Das heißt es werden keine Bands für Wohnzimmer angefragt, sondern für große Veranstaltungen, aber für Wohnzimmer-Preise. Wie war das ‚…Bühnen, wo vorher keine waren’….ich lach mich kaputt.
    ‚SofaConcerts‘ bekommt mehr als 20% !!!! der Gage für die ‚Vermittlung‘. Das muß man sich mal vorstellen. Die ’sozialen‘ Gründerinnen, die die Musiker nach Strich und Faden abzocken und darüber hinaus noch dafür sorgen, daß die Preise für Auftritte in den Keller gehen….toll oder?
    Inzwischen ist ‚SofaConcerts‘ eine ganz normale Künstlervermittlung, die eine überdurchschnittlie Provision abzockt und ihre Künstler für unterdurchschnittliche Gagen verscherbelt…..

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