Drei vor zehn vom 29.04.2016: Neues aus der vertikalen Welt

Scheidungen beleben das Aufzug-Geschäft, der Big Ben bekommt einen Fahrstuhl und Anton Schlecker fährt noch immer mit seinem Privat-Aufzug: Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Zunahme von Scheidungen in China befeuert Aufzug-Geschäft

Je mehr Chinesen sich scheiden lassen, desto besser läuft das Geschäft für Schindler: Diese hinterhältig klingende, aber sicher nicht ganz aus der Luft gegriffene Theorie formuliert die Schweizer Handelszeitung. Weil die Scheidungsrate im fernöstlichen Land kontinuierlich steigt, sich in den vergangenen zwölf Jahren gar verdoppelte, nimmt auch der Bedarf an Wohnraum zu. Denn als frisch geschiedener Single braucht man wieder eine eigene Bleibe. Die Zahl der Einpersonenhaushalte sei deshalb gewachsen, schreibt die Handelszeitung, und damit würden auch immer mehr Wohntürme samt Aufzugsanlagen entstehen.
Mehr dazu unter handelszeitung.ch.

Neuer Fahrstuhl für die chinesische Enshi-Schlucht

© Chinanews.com

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Schon wieder geht’s nach China: Dem Blog German.China.org.cn zufolge soll in rund zwei Wochen ein neuer Aufzug in der Enshi-Schlucht offiziell seinen Betrieb aufnehmen. Er besitze eine Höhe von 130 Metern und ähnele mit seiner Form einer in die Länge gestreckte Sanduhr dem Canton Tower der Stadt Guangzhou, schreibt das Online-Portal. Derzeit befinde sich der Fahrstuhl noch in der Testphase. Durch ihn soll der bisher mühsame Aufstieg über 999 Stufen zukünftig erleichtert werden. Die Enshi-Schlucht ist eine beliebte Sehenswürdigkeit in der zentralchinesischen Provinz Hubei.
Mehr dazu unter german.china.org.cn.

Big Ben wird saniert und bekommt erstmals einen Aufzug

London ohne Big Ben wäre wie die Queen ohne Corgi. Doch ab Januar kommenden Jahres müssen die Bewohner der britischen Hauptstadt für vier Monate auf den Schlag der berühmten Glocke verzichten. Insgesamt sollen die Reparaturen am markanten Turm des Parlamentsgebäudes sogar drei Jahre dauern. Die Glocke soll angehalten werden, damit Uhrmacher das Pendel und die Zeiger in Schuss bringen können. Laut Spiegel Online würden im Zuge dessen auch die Glühbirnen hinter den Ziffernblättern ausgetauscht: gegen LED-Leuchten, die ihre Farbe wechseln können. Sinnvoller erscheint da schon der Aufzug für den Uhrenturm, der erstmals eine Alternative zu den 334 Stufen des Treppenhauses darstellen wird.
Mehr dazu unter spiegel.de.

Prominent ignoriert: Anton Schlecker fährt noch immer im Privat-Aufzug

Frage: Was ist ein König wert, wenn er keine Untertanen mehr hat? Antwort: Einiges, solange er weiterhin mit seinem eigenen Fahrstuhl fahren kann. Nein, hier geht es nicht um Prince, der vor einer Woche leblos im Aufzug seines Studios gefunden wurde, sondern um den Herrscher über ein untergegangenes Drogerie-Imperium, um Anton Schlecker. Auch vier Jahre nach seiner Insolvenz lässt es sich der 71-Jährige offenbar nicht nehmen, täglich mit dem holzvertäfelten Aufzug in die oberste Etage seines einstigen Firmensitzes im schwäbischen Ehingen zu fahren. Die „blecherne Frauenstimme“, die den Mitarbeitern eine Sonderfahrt ankündigte, sobald der Patron den Lift bestieg, ist der Welt zufolge allerdings verstummt.
Mehr dazu unter welt.de.

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