Zahlen, bitte! Studie zu Wohnhochhäusern

Wie viele Hochhäuser mit wie vielen Wohnungen entstehen eigentlich in Deutschland? Wo werden sie stehen? Und wie entwickeln sich die Preise? Das auf Immobilien spezialisierte Marktforschungsinstitut Bulwiengesa hat diese Fragen in einer Studie beantwortet. 

Im Auftrag des Projektentwicklers Pandion hat Bulwiengesa alle Wohnhochhäuser in Deutschland untersucht, die seit 2010 gebaut wurden, sowie jene, die noch bis zum Jahr 2018 fertiggestellt werden sollen. Erfasst wurden dabei sämtliche Gebäude, in denen mehr als fünf Prozent der Nutzfläche dem Wohnen dienen.

Im untersuchten Zeitraum werden voraussichtlich 9770 Wohnungen in 79 Wohnhochhäusern entstehen – im Durchschnitt also 124 Einheiten pro Gebäude. Allein 93 Prozent dieser Wohnungen verteilen sich auf die sieben sogenannten A-Städte, und auf eine Gesamtfläche von 808.121 Quadratmetern.

Tower 2 in Frankfurt am Main © Architekturbüro Magnus Kaminiarz & Cie.

Tower 2 in Frankfurt am Main © Architekturbüro Magnus Kaminiarz & Cie.

Zu den A-Städten gehört neben Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart natürlich auch Berlin. Die Hauptsadt steht an der Spitze, was Bautätigkeiten angeht: Bis 2018 sind hier in 19 Neubauprojekten 2700 Wohnungen vorgesehen. Darunter ist auch das zweithöchste Wohnhochhaus Deutschlands, der geplante Alexander A Tower mit 150 Metern Höhe.

Frankfurt steht an zweiter Stelle der Liste, 2420 neue Hochhauswohnungen sollen bis 2018 in der Main-Metropole entstehen. Mit dem Tower 2 überflügelt man sogar Berlin: 160 Meter soll der Wohnturm nach seiner Fertigstellung in die Höhe ragen.

Living Central in Düsseldorf © Catella

Living Central in Düsseldorf © Catella

Auf dem dritten Rang liegt Düsseldorf mit knapp 1800 Wohnungen in neun Projekten. Das Besondere: Mit dem UpperNord Tower/VauVau und dem Living Central entstehen am Rhein die beiden Türme mit den meisten Wohnungen, nämlich 434 bzw. 420.

Die teuersten Hochhauswohnungen wird es übrigens im Norden geben: In der Hamburger Elbphilharmonie sollen sie durchschnittlich 25.000 Euro kosten – sollte das Gebäude irgendwann einmal fertig werden.

Aus der Studie geht zudem – wenig überraschend – hervor, dass die Zahl der Hochhausprojekte zunehmen wird: Mit rund 2500 von fast 10.000 Wohnungen ist bis heute erst etwa ein Viertel entstanden, der Rest ist noch im Bau oder in der Planung.

Interessant ist auch, dass in der Vertikalen mehr Eigentums- (47,5%) als Mietwohnungen (knapp 37%) entstehen. Bei den übrigen Gebäuden steht die Art der Nutzung noch nicht fest. Billig ist das Wohnen in der Höhe jedenfalls nicht, die Zeiten vom Sozialen Wohnungsbau in der „Platte“ scheinen vorbei: Bei Mietobjekten liegen die Preise 38,5% über dem traditionellen Geschosswohnungsbau, bei Eigentum sind sie sogar um 47,8% höher.

Mehr dazu unter welt.de, haufe.de und knowhow-magazin.de.

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