Drei vor zehn vom 19.02.2016: Neues aus der vertikalen Welt

Neues Deutschland über defekte Aufzüge, die Neue Zürcher Zeitung macht Schindler chinesischer und der TÜV Rheinland hält sich am Geländer fest: Mit den News der Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neues aus der Branche, alles, was mit vertikaler Mobilität zu tun hat, und alles, was Sie getrost wieder vergessen können.

Neues Deutschland (Berlin) über defekte Aufzüge im ÖPNV

Nicht nur für Menschen im Rollstuhl ist das ein Problem: defekte Aufzüge im öffentlichen Nahverkehr. Ein barrierefreier Bahnhof ist es in diesem Fall eben nicht mehr. In Berlin waren laut eines Berichts des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) aber im Durchschnitt drei bis fünf Prozent der Aufzüge im vergangenen Jahr defekt. Woran liegt das und was kann man dagegen tun, fragt das Neue Deutschland und spricht mit Betroffenen, Betreibern und Herstellern. Die „sozialistische Tageszeitung“ hat sowieso einen Faible für Aufzugsthemen. Im vergangenen Jahr etwa führte die Zeitung einen Feldzug gegen das drohende Paternoster-Verbot durch Andrea Nahles und forderte: „Paternoster-Fahrer aller Länder, vereinigt euch!“ Als rückwärtsgewandt muss man das nun nicht bezeichnen, der Barrierefreiheit ist das aber auch nicht förderlich.
Mehr dazu auf neues-deutschland.de.

Neue Zürcher Zeitung (Zürich) macht Schindler immer chinesischer

„Schindler wird immer chinesischer“, übertitelt die NZZ einen Kommentar zum Jahresabschluss des Schweizer Aufzugsriesens. Wie meinen? Worauf die Schweizer Qualitätszeitung (den Tippser in der Bildunterschrift lassen wir hier unerwähnt) hinaus will: Der globale Marktanteil Chinas bei Aufzügen stieg seit 1995 von 13% auf 60% und auch wenn die Nachfrage dort im vergangenen Jahr erstmals wieder abnahm, bleibt China zusammen mit Indien, Südostasien, der Türkei und Iran Schindlers Kernmarkt. Vier von fünf neuen Anlagen weltweit werden dort errichtet. Und schließlich hat Schindler in China sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz im vergangenen Jahr zweistellige Zuwachsraten erzielt. Insofern lassen wir die Headline mal gelten.
Mehr dazu unter nzz.ch.

Der TÜV Rheinland (Köln) bloggt über seinen Freund, das Treppengeländer

Ein Blick in die Unfallstatistik und keiner nimmt mehr die Treppe. Könnte man meinen, aber immer noch scheinen viele Menschen dem Lift mehr zu misstrauen als den Stufen unter den eigenen Füßen. Dabei sterben in Deutschland doppelt so viele Menschen, weil sie die Treppe runterfallen, als durch Motorradunfälle, wie uns Hartmut Müller-Gerbes, Pressesprecher des TÜV Rheinland, in seinem Blogbeitrag mitteilt. Daher sei auch das Treppengeländer sein (bester) Freund. Allein miit dem Geld, das die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung jedes Jahr für die Folgen von Treppenstürzen ausgibt, könnten, rechnet Müller-Gerbes vor, wahlweise die Syrienhilfe der Bundesregierung verdoppelt, 40.000 Lehrer eingestellt, 800.000 Ganztagsplätze für Kinder unter drei Jahren kostenlos angeboten oder TÜV für alle Pkw in Deutschland gratis gemacht werden. Wir fügen hinzu: Mit dem Geld könnte man auch einfach ein paar Aufzüge mehr nachrüsten und so die Zahl der Treppenunfälle senken.
Mehr dazu unter blog.tuv.com.

Prominent ignoriert: Fahrstuhl für Weicheier

Skispringer nehmen den Aufzug, wenn sie die größte Skiflugschanze der Welt im norwegischen Vikersund hinauf müssen. Die ARD-Kommentatoren Matthias Opdenhövel und Skisprunglegende Dieter Thoma wollten dem deutschen Fernsehpublikum in der vergangenen Woche jedoch zeigen, dass es auch anders geht und haben die Treppe der Schanze in Vikersund genommen. Denn „Fahrstuhl is was für Weicheier“, so Opdenhövel. Der Senkrechtstarter lässt das bewusst unkommentiert, verweist auf den Blogbeitrag des TÜV Rheinland zu Treppenunfällen. Außerdem: Wer sich wirklich in Gefahr begeben will, macht es wie die Rooftop-Climber Vadim Makhorov und Vitaliy Raskalov und posiert auf dem Shun-Hing-Tower in Shenzhen – einhändig und ungesichert in 381 Metern. Und wer einfach nur posieren will, der macht es wie unser C-Promi-Pärchen Angelina Heger und Rocco Stark und macht einfach einen Selfie beim Knutschen im Aufzug. Aber das wollen wir alles gar nicht wissen.
Die Geschichten dazu gibt es unter sportschau.de, auf focus.de und bei promiflash.de.

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